Aufsichtsrat Steinbrück bleibt Schwarz-gelben treu

Der SPD-Kanzlerkandidat legt sein Aufsichtsratsmandat bei ThyssenKrupp nieder und sagt alle honorarpflichtigen Auftritte ab. Eine Ausnahme macht Steinbrück aber - auch wenn sie sonst nicht seiner Farbenlehre entspricht.
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Peer Steinbrück nach seiner Nominierung durch den Parteivorstand. Quelle: AFP

Peer Steinbrück nach seiner Nominierung durch den Parteivorstand.

(Foto: AFP)

Um jeden Anschein eines Interessenskonfliktes zu vermeiden legt Peer Steinbrück sein Aufsichtsratsmandat beim Industriekonzern ThyssenKrupp wegen der SPD-Kanzlerkandidatur nieder und verzichtet ab sofort auf honorarpflichtige Nebentätigkeiten. Das kündigte Steinbrück am Montag in Berlin an, nachdem ihn der Parteivorstand einstimmig zum SPD-Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 nominiert hatte.

Steinbrück gehört bisher dank seiner Nebenverdienste insbesondere aus Buchveröffentlichungen und Vorträgen zu den Topverdienern unter den Bundestagsabgeordneten. Seit 2009 hat er mindestens 600 000 Euro dafür kassiert.

„All die Vorträge, die ich gehalten habe, habe ich steuerrechtlich und nach den Spielregeln des Deutschen Bundestags angegeben“, betonte Steinbrück. „Sie können die alle ablesen mit dem Datum und denjenigen, die mich eingeladen haben, auf der Internetseite des Deutschen Bundestags.“

Ein weiteres Mandat will Steinbrück hingegen weiterhin ausüben, wie der frühere Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen betonte. „Sie werden verstehen, dass ich mein zweites Aufsichtsratsmandat gerne behalten möchte“, sagte Steinbrück. Nach Rücksprache mit Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke werde er im Aufsichtsrat des deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund bleiben. „Hier kann es erkennbar niemals zu einem Interessenkonflikt kommen.“

Beim BVB entsprächen zwar die schwarz-gelben Farben nicht ganz seinen politischen Präferenzen, aber in diesem Fall mache er eine Ausnahme. „Das sind wohl alles BVB-Anhänger“, kommentierte Steinbrück den Applaus zu dieser Ankündigung im Willy-Brandt-Haus.

  • dpa
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6 Kommentare zu "Aufsichtsrat: Steinbrück bleibt Schwarz-gelben treu"

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  • Jetzt will ein Rentner, seines Zeichens Obersoze, BRD regieren, toll.

  • @toeasyway
    Na,na Sie schlimmer! wie können Sie so über die hochdotierten Wächter und Verteidiger unserer Demokratie schreiben! Was unsere Journaille betrifft, kann man doch nur seufzen:Herr schmeiß Hiere ra!

  • deshalb bleibt er ja auch beim Verein-denn da ist es "verdachtsfrei"

  • Steinbrück scheint wie fast jeder Abgeordnete nicht zu wissen, wohin mit seiner Zeit?
    Wer auf tausend Hochzeiten tanzt, ist nirgends anwesend.

    Jeden Tag wird von der Presse eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Die Welt vermeldet: "Experten" fordern 3,5 Mill. Zuwanderer wegen Arbeitskräftemangel und der Spiegel amüsiert uns mit Elaboraten wie: ist die Jugend dumm? Um uns von den unzähligen alten Problemen abzulenken? Oder haben Journalisten gar kein Bewußtsein?

    Meiner Ansicht nach sollte es einen Zwangspisatest für Journalisten geben und ich lege meine Hand ins Feuer: der wird das wahre Ausmaß journalistischer Dummheit an die Oberfläche befördern ...

    (...)


    PISA für Jorunalisten! Tatsachen auf den Tisch, auch wenn sie noch so furchteinflößend sein werden!
    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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  • Die CDU hat nur zweitklassiges Personal, weil Merkel alle Guten weggebissen hat. Bei der SPD fehlen die Integrationsfiguren seit langem, was die klägliche Troika zu keiner Zeit übertünchen konnte. Jetzt wurde einer davon "installiert", ein schnellschwätzender und geschwätziger Schuldenunionspropagandist, von dem nichts Gutes zu erwarten ist. Die Liberalen sind quasi unsichtbar geworden. Kubicki ein Linker, Rösler ein Bübchen, Brüderle ein Opi. Bei den Krötentunnelbauern (Trittin und seiner Damenriege) geht es nur noch um die deutsche "Selbstauflösung".

    Irgendwie fällt einem da Sarrazin ein.

  • Also hat Herr Steinbrück auch Ahnung von Fußball! Vermutlich sind jetzt aber wieder einige fest davon überzeugt, dass auch Jürgen Klopp zu den Bilderbergern gehört, oder?

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