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Aus für Rüstungsexporte FDP-Politiker rügt Freude der „naiven Gutmenschen“

Das Panzergeschäft mit Saudi-Arabien steht vor dem Aus. Die Freude von Rot-Grün ärgert Union und FDP – zumal ein Geschäft zu scheitern droht, dass „in unserem politischen und volkswirtschaftlichen Interesse liegt“.
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Martin Lindner (FDP) stört die Debatte über deutsche Rüstungsexporte. Quelle: picture alliance / dpaHannibal dpa/lbn

Martin Lindner (FDP) stört die Debatte über deutsche Rüstungsexporte.

(Foto: picture alliance / dpaHannibal dpa/lbn)

BerlinPolitiker von Union und FDP haben die Debatte in Deutschland über Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien kritisiert. Angesichts der Freude von SPD und Grünen über das vor dem Aus stehende Panzergeschäft mit Riad rügte der FDP-Politiker Martin Lindner die Freude der „naiven Gutmenschen in Deutschland“. „Damit würde ein Geschäft verloren gehen, das in unserem eigenen politischen und volkswirtschaftlichen Interesse liegt“, sagte Lindner dem Handelsblatt.

Der CDU-Verteidigungspolitiker Bernd Siebert kritisierte, es sei in Deutschland nicht einfach, das Thema Rüstungsexporte sachlich zu diskutieren: „Komplexe Realitäten werden häufig ausgeblendet“, sagte er dem Handelsblatt.

Nach Handelsblatt-Informationen wird Saudi-Arabien den Großauftrag über bis zu 270 Kampfpanzer sehr wahrscheinlich an den US-Konzern General Dynamics und nicht an den deutschen Wettbewerber Krauss Maffei Wegmann mit seinem Modell „Leopard 2“ vergeben.

Der CSU-Verteidigungsexperte Florian Hahn kritisierte die Reaktionen der Opposition darauf: „Saudi-Arabien wird trotzdem Panzer haben, allerdings amerikanische“, sagte er dem Handelsblatt. „Das geht zu Lasten unseres Einflusses auf das Land, unserer wirtschaftlichen Partnerschaft mit dem Land und unserer Arbeitsplätze an deutschen Standorten.“

  • tho
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38 Kommentare zu "Aus für Rüstungsexporte: FDP-Politiker rügt Freude der „naiven Gutmenschen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ein weiterer Beweis dafür, dass die Regierung dieses Landes keinen Respekt vor Menschen und deren Rechten hat und ich komme nicht umhin dort einige Parallelen zur Geisteshaltung eines Joseph Mengele zu erkennen.

  • In achthundert Jahren haben wir es uns zu keinem Zeitpunkt erlaubt: Menschen wie die letzten Schweine zu behandeln.

    Und es geht nicht gegen Schweine: lediglich mit denen, von denen Papst Benedikt behauptet hatte: mit jeder Geburt geht der ganze Unsinn von vorne los.

    yours party ladies.

  • Und die eigene Entwicklung von Waffen bringt die Menschheit weiter?

    Mensch: Schemo.

  • aspi
    einfach wunderbar Ihr Beitrag

  • @Rezzatoni

    Ich habe gesagt, wenn wir keine Waffenexporte abschliessen,
    dann ist die eigene Entwicklung von Waffen gefährdet und wir müssen Waffen woanders kaufen. Bei der Drohne
    sieht man wo das hinführt.

    Waffenexporte sind ein zweiseitiges Schwert, aber die schlimmere Variante ist, sie auch gleich selber im Krieg einzusetzen. Darum verstehe ich das Grüne Geschrei nicht. Sind Grüne Bomben besser, weil sie Ökölogisch explodieren ?

  • @ Günther schemutat:
    Man kann doch Waffenexporte nicht damit begründen, dass Waffenimporte die Abhängigkeit erhöhen würden! Damit können Sie doch bestenfalls begründen, dass die Saudis keine deutschen Panzer importieren, sondern lieber selber welche bauen sollen!
    Kümmern Sie sich lieber erst einmal um Ihre eigenen Knoten.

    Im Übrigen liegt es auch im volkswirtschaftlichen Interesse der Deutschen, kerntechnische anlagen für das zivile Atomkraftprogramm des Irans zu liefern. Jetzt stehen da statt der ach so toll sicheren deutschen AKWs welche aus technischen Drittweltländern. Und dabei haben die Iraner - anders als die Saudis - geschworen, dass es nur zivil sei. Aber da regt sich kein Industriepolitiker auf, oder? Oder doch? Oder wo ist da der Unterschied?

  • Man muss es auch positiv sehen. Keine Lieferung, kein Fachkräftemangel mehr!
    Keine unnötigen Zuwanderungen mehr.

  • Waffenverkäufe retten leider auch die eigene Entwicklung von Waffen, sonst muss man sie bei Verbündeten kaufen und ist dann abhängig. Wenn die Grünen das wollen, sollte kein Soldat mehr in den Krieg für ROT/GRÜN ziehen wenn sie an der Regierung sind. Afghanistan hat gezeigt, dass den Grünen und
    der SPD Soldatenleben nichts Wert sind. Darum hat sich Schröder auch bei den ersten zurück gekehrten Toten Deutschen Soldaten nicht sehen lassen. Wenn sie in den Krieg ziehen wollen, sollen sie sich Soldaten oder Söldner auf den freien Militärmarkt kaufen. Aber nicht mit Steuergeld. Die Grünen Wendehälse sind mittlerweile völlig verknotet vom drehen.

  • Verhöhnt werden mit dem Begrif "Gutmenschen" vor allem die, die von den erstmals Gutmenschen genannten - nämlich den Anhängern Clemens' von Galen - geschützt werden sollten: die Euthanasieopfer des 3. Reichs

  • Martin Lindner: der Zerberus der freien Marktwirtschaft, der offensichtlich keine Problem damit kennt, um wirtschaftlicher Vorteile willen den Nahostkrieg von Deutschland aus mit anzufachen.

    Martin Linder: der wirtschaftspolitische Gutmensch nach Gutsherrenart.

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