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Ausbildungsmarkt Auf 100 Ausbildungsplätze kommen 92 Bewerber – trotzdem gehen viele Suchende leer aus

Am Ausbildungsmarkt herrscht auch 2019 ein massives Ungleichgewicht: Gut 53.000 Lehrstellen sind unbesetzt, dabei suchen noch 74.000 Bewerber einen Platz.
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Im Ausbildungsmarkt herrscht ein starkes Ungleichgewicht Quelle: dpa
Azubis

Im Ausbildungsmarkt herrscht ein starkes Ungleichgewicht

(Foto: dpa)

Berlin Wie in den Vorjahren gelingt es auch dieses Jahr oft nicht, Ausbildungsbetriebe und Bewerber zusammenzubringen: Zum Stichtag 30. September waren noch 53.100 Lehrstellen unbesetzt, meldet die Bundesagentur für Arbeit (BA). Allerdings waren es 4.500 weniger als im Herbst 2018 – und das obwohl die Wirtschaft insgesamt 572.000 Plätze angeboten hat – 6.600 mehr als im Vorjahr.

Auf der anderen Seite waren 24.000 Bewerber noch ohne Ausbildungsvertrag – ebenso viele wie 2018. Dazu kommen noch fast 50.000 junge Menschen, die zwar weiterhin an einer Ausbildung interessiert sind, aber eine Alternative gefunden haben, also etwa weiter zur Schule gehen, arbeiten oder in einer Auffangmaßnahme untergekommen sind.

BA-Chef Detlef Scheele forderte von beiden Seiten mehr Kompromissbereitschaft:  „Wenn sich Bewerberinnen und Bewerber auch für Ausbildungsberufe jenseits ihres Traumberufes öffnen und Betriebe zudem nicht ganz so gute Kandidaten in Erwägung ziehen, bin ich optimistisch, dass in der Nachvermittlungszeit noch Ausbildungsverhältnisse zustande kommen“, sagte er bei der Vorstellung der Ausbildungsbilanz.

Die Lage ist jedoch regional extrem unterschiedlich: In Süddeutschland, Hamburg, dem Saarland sowie Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern gibt es deutlich mehr Plätze als Bewerber. In Berlin hingegen fehlen Ausbildungsstellen, ebenso in NRW und Hessen.

Insgesamt kommen rein rechnerisch auf 100 Plätze 92 Bewerber: Besonders gute Chancen haben Interessenten jedoch vor allem im Handwerk, das vor allem Azubis in der Herstellung und Verkauf von Fleisch- und Backwaren sucht, sowie in Bauberufen wie der Klempnerei, Sanitär-, Heizungs-, Klima- oder Energietechnik. Auszubildende fehlen zudem in Hotels und Gaststätten – aber auch  in der Mechatronik und Automatisierungstechnik.

Überlaufen sind hingegen Lehrstellen in der Tischlerei, Kfz-Verkauf und -Technik, in Büro- und Verwaltungsberufen oder medizinischen Assistenzberufen.

Mehr: Der Bundestag bringt den Mindestlohn für Lehrlinge auf den Weg. Heftig umstritten sind weiter die neuen Titel wie der „Bachelor Professional“.


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