Die wachsende Globalisierungskritik weltweit versetzt führende Ökonomen in Deutschland in Alarmstimmung. Sie sehen in der Abwendung protektionistischer Tendenzen die größte politische Herausforderung für das Jahr 2017.

Kommentare

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Es kann gar keinen Zweifel daran geben, dass freie internationale und -kulturelle Zusammenarbeit und freier Handel der Schlüssel für globalen Fortschritt und Wohlstand sind (global heißt: überall).

    Wäre schön, wenn Politiker aller Couleur beides nicht ständig aus eigennützigen Motiven stören würden.

  • @Herr Mark Hoffmann29.12.2016, 09:36 Uhr

    "Ihr Medien Politiker sollt lieber erst mal auf die EU-Deutsche Volkswirtschaft schauen, bevor ihr euch über Trump auslässt."
    Natürlich gehören die deutschen Ökonomen auch dazu.

    Hierzu passt ein Satz aus einem anderen Blog in dem ein Kommentator schrieb: “Es ist nun mal die Eigenart der Deutschen, die nur dann nicht auf die Anderen zeigen, wenn sie in Socken und bei 25 Grad minus im Schnee stehen müssen“.

  • Ja, die Ökonomen.

    Es gibt genug Facharbeiter in Europa. Diese Ökonomen preisen doch immer Europa, es gibt über 20 Millionen arbeitslose Jugendliche und junge Menschen in den Südländern, viele hoch qualifiziert.

    Man müsste halt mal in Spanien, Griechenland oder Italien eine Niederlassung aufmachen, dann hätte man keinen Fachkräftemangel mehr. Die Löhne dort dürften derzeit auch nicht auf Rekordhöhe sein, also eher machbar als Millionen von Unqualifizierten anzulernen.
    Das stärkt gleichzeitig die anderen Länder und wir müssten vielleicht nicht dauernd alles retten.
    Arbeitskräfte sind genug vorhanden.
    Durch weitere Automatisierung und Digitalisierung werden in den nächsten Jahrzehnten viele Arbeitsplätze verloren gehen. Wenn wir schon auf Europa bauen, dann hier die Arbeit besser verteilen, dann brauchen wir keine extreme Zuwanderung.

    Die Rente gehört reformiert, entweder Anpassung Pensionen ans Rentenniveau von 46% der Lebensleistung oder umgekehrt, Rente rauf, bezahlt aus Steuermitteln. Und alle zahlen ein, auch die Abgeordneten, Keine Extrawürste mehr.

    Globalisierung kann eigentlich nur im Sinne der Menschen funktionieren, wenn überall die gleichen Bedingungen herrschen würden, das tut es aber nicht. So profitieren nur Konzerne und Superreiche.
    Wozu eigentlich? Ins Grab kann man das alles doch nicht mitnehmen.
    Naja die menschliche Gier und Dummheit ist grenzenlos.Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.
     

  • Zudem:

    Kein Politiker konnte uns bisher erklären, wie das bankrotte Griechenland das Geld jemals zurückzahlen kann, wenn nicht einmal Deutschland - als Exportweltmeister mit Rekordsteuereinnahmen im Zuge einer Niedrigzinsphase - es schafft, seine Schulden zu bezahlen. Es ist an der Zeit aufzuhören, gutes Geld schlechtem hinterher zu werfen.

    Die Bürger in der Peripherie ahnen, dass ihre Länder möglicherweise bald aus dem Euro austreten werden. Um sich gegen kommende Abwertungen ihrer neuen Währung zu schützen, verschieben sie ihr Geld, möglichst zu einer Bank in Deutschland. Das machen nicht nur private Sparer, sondern auch Unternehmen. Das Kapital fließt von der Peripherie ins Zentrum. Also gibt es zu viel Kapital in Deutschland, weshalb es dort auch auf Spargelder und Anleihen kaum noch Zinsen gibt. In der Peripherie fehlt dagegen Kapital, weil die Banken laufend Einlagen verlieren. Die Banken in der Peripherie können weniger Kredite vergeben und auch nur noch beschränkt eigene Staatspapiere kaufen, selbst dann, wenn ihnen die EZB viel Geld gibt.

  • „Der schärfere Wettbewerb um geeignetes Personal führe auch zu größer werdenden Sorgen über die Entwicklung der Arbeitskosten. 39 Prozent der Betriebe sähen darin inzwischen eines der Hauptrisiken ihrer Geschäftstätigkeit; vor einem Jahr seien es nur 37 Prozent gewesen.“

    Jetzt jammern sie wieder, die Unternehmer und Unternehmen!
    Durch die demografische Entwicklung kommt dieses Billigheimer-Modell an seine Grenzen, da zur Stellenneubesetzung immer weniger gut qualifiziertes Personal zur Verfügung steht und auch mit arabischer und afrikanischer Zuwanderung von zwar jungen, aber größtenteils Unqualifizierten, nicht zu lösen sein ist.
    Billiglöhner gibt es heute schon genug, ebenso eine stille erwerbslose Reserve in Mio.-Höhe.
    Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis, für welchen qualifizierte Arbeitskraft eingekauft werden muss.
    Darüber sollten sich auch die Arbeitnehmer bewusst sein, niemand sollte sich heute mehr unter Wert verkaufen!
    Ist eine Qualifikation rar, verteuert sich nunmal der Preis, um diese einzukaufen.
    Das Billigheimer Globalisierungs-Geschäftsmodell, welches seit Jahren auf dem Rücken und zum Schaden der Arbeitnehmer ausgetragen wird, stösst an seine Grenzen.
    Die exportorientierten Großkonzerne weisen jedes Jahr in ihren Bilanzen neue Rekordumsätze und Rekordgewinne aus, während auf der Arbeitnehmerseite seit Jahren eingespart, wegrationalisiert, ausgelagert und Löhne und Gehälter gekürzt wurden. Diese Entwicklung hat sich erst seit kurzer Zeit etwas entspannt, was wiederrum der Eurorettung geschuldet ist. Nur wenn hier in D weiterhin die Löhne steigen, gibt es überhaupt noch eine Chance, den Euro, die Pleitebanken, die überschuldeten Staaten und damit die daran hängende Wirtschaft, weiterhin unter jetzigen Bedingungen eine zeitlang länger am Leben zu erhalten.
    Man kauft sich Zeit. Mehr Infos zum Sachverhalt gibt es hier, lesenwert: https://www.cashkurs.com/kategorie/aktienwelt/beitrag/2017-make-it-or-break-it-ende-des-euros-und-der-aera-merkel/

  • Also ich denke, es ist doch gut und nutzbringend, zuallererst einmal an die eigenen Staatsbürger und das eigene Land zu denken. Das hat nichts mit egoistischem Verhalten zu tun. Es ist wie im Privatleben, erst wenn ich meine Dinge geregelt habe, egal ob bei den Finanzen, im Berul und im Privatleben, erst dann kann ich mich auch darum kümmern, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.
    Man sieht es doch seit Jahren am Euro, welcher mittlerweile zur dauerhaften Weichwährung abgewertet wurde.Zudem wurden in den letzten Jahren immer mehr tarifvertraglich gesicherte gutgezahlte Arbeitsplätze abgebaut, ausgelagert oder in befristete schlechter bezahlte Leiharbeit umgewandelt. Zudem haben die Gewerkschaften dabei auf ganzer Linie versagt, da sie beim Um- und Abbau mitgespielt und zugestimmt haben, um ihre eigenen Pfründe zu absichern.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Was mich in Alarmstimmung versetzt, ist die Art und Weise, wie sich internationale Konzerne aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entziehen, in dem sie Steuern so weit als möglich vermeiden und unter Abbau von Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerstandards ihre Absatz- und Produktionsmärkte optimieren. Wers noch nicht gemerekt hat: die Globalisierung läuft etwas einseitig und sollte neu ausgehandelt werden, ansonsten könnte man am Ende noch den Eindruck erhalten, es wäre eine Art Krieg reich gegen Arm in Gange.

  • ...
    die sich angemessene Beiträge zur sozialen Gerechtigkeit locker leisten können - und manche von ihnen auch gerne leisten wollen! Genaugenommen ist die Ungleichheit das Ergebnis einer "immerwährenden Umverteilung", wie sie in unseren Steuer- und Abgabensystemen seit Jahrzehnten verankert ist! Warum eigentlich?
    3. Die vom Bundesverfassungsgericht bei der Erbschaftsteuer vorgegebene verfassungskonforme Wegweisung (Eigentum verpflichtet) konsequent umsetzen. Der von einigen Experten mittlerweile vorgelegte Vorschlag einer Erbschaftssteuer-Flatrate zeigt durchaus in eine wegweisende Richtung. Allerdings halte ich eine Flatrate von bisher diskutierten 8-15% für lachhaft. 30-50% bei einer entsprechend hohen Freigrenze (1 Mio EUR) wäre ein Meilenstein in vielerlei Hinsicht! Aber die Politik, einschließlich der wankelmütigen Grünen, hat sich mal wieder auf einen faulen Kompromiß zu Lasten der sozialen Gerechtigkeit geeinigt! Die Familienunternehmer können die Sektkorken knallen lassen!
    4. Die Medien kritisieren bzw. meiden, wenn sie, wie meist, die Parolen der Leugner der Ungleichheit verstärken!
    5. Abschied nehmen von der noch üblichen, aber längst überholten Einteilung in Reiche (ab rd. 40 TEUR p.a.) und Sehr Reiche (ab rd. 60 TEUR p.a.), die bei allen Überlegungen zu einer Verteilungsänderung Ängste bei den Falschen auslöst. Handlungsbedarf ist hier nur bei den Super-Reichen, die aber in den üblichen Statistiken gar nicht getrennt ausgewiesen werden.
    6. Nur die wählen, die soziale Gerechtigkeit können und wollen!
    Und: die nächsten Wahlen stehen vor der Türe!
    http://youtu.be/0zSclA_zqK4
    Was sagt der Bundestag?
    http://youtu.be/QGOx8I0COYg
    Viel Spaß beim Anhören!

    PS: Mittlerweile haben die Ungleichheits-Lügner erkannt, dass ihre Lügen zunehmend nicht mehr geglaubt werden. Daher zünden sie eine neue Nebelbombe: "Ungleichheit ist nicht notwendigerweise auch ungerecht".

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