Auskunft-Rufnummern Bundesnetzagentur sperrt Betrug-Hotlines

Die Bundesnetzagentur schaltet betrügerische Auskunft-Rufnummern ab: Laut Behörde verschleierten die Betreiber der dubiosen Hotlines hohe Gebühren und kassierten so ab. Geschädigte können sich bei der Behörde melden.
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Eine Frau hält einen Telefonhörer in der Hand: Die Bundesnetzagentur hat betrügerische Hotlines gesperrt. Quelle: dpa
Teurer Spaß

Eine Frau hält einen Telefonhörer in der Hand: Die Bundesnetzagentur hat betrügerische Hotlines gesperrt.

(Foto: dpa)

BerlinDie Bundesnetzagentur hat die Abschaltung von zwei Auskunft-Telefonnummern angeordnet, bei denen Anrufer über hohe anfallende Gebühren getäuscht wurden. Es handele sich um die Telefonnummern 11865 und 11878, teilte die Behörde am Montag in Bonn mit.

Es seien günstigere Rufnummern, etwa kostenlose 0800-Nummern, benutzt worden, um Verbraucher zu einem Anruf bei den teureren Auskunftsnummern zu bewegen und „dort Umsatz zu generieren“. Hohe Tarife seien so gezielt verschleiert und die gesetzlichen Vorschriften zu Preistransparenz umgangen worden.

Was sich 2015 für Verbraucher ändert
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Krankenkassen:

Die gesetzlichen Krankenkassen können wieder über einen Teil der Beiträge selbst bestimmen. Dazu wird der bisherige Beitrag um 0,9 Punkte auf 14,6 Prozent gesenkt. Auf diesem Niveau ist es den Kassen möglich, einen Zusatzbeitrag zu erheben. Der dürfte im ersten Jahr laut der Verbraucherzentrale NRW im Durchschnitt 0,9 Prozentpunkte betragen, einzelne Kassen dürften aber deutlich darunter liegen. Erwartet wird allerdings, dass der Beitrag in den Folgejahren steigt. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) verspricht sich mehr Wettbewerb unter den Kassen.

Versich-erungen
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Versicherungen:

Steuervorteile bei verkauften Lebensversicherungen fallen weg. Risikoleistungen aus nach 2005 abgeschlossenen Versicherungen, die zuvor von Investoren auf einem Zweitmarkt aufgekauft wurden, werden besteuert. Hintergrund ist, dass Fonds in „gebrauchte“ Lebensversicherungen investieren. Sie steigen vor allem in Risiko-Lebensversicherungen ein, indem sie Policen stornowilliger Versicherungsnehmer erwerben und später Leistungen der Versicherung an die Anleger als Erträge ausschütten. Bisher war die Leistung im Todesfall nicht steuerpflichtig. Mit dem Tod der versicherten Person erzielt der Erwerber einen Gewinn. Dieser wird künftig besteuert.

Pflegereport 2012 vorgestellt
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Pflegeversicherung:

In der Pflegeversicherung steigt der Beitragssatz ab 1. Januar 2015 um 0,3 Prozentpunkte auf 2,35 Prozent und auf 2,6 Prozent für kinderlose Versicherte. Die Beiträge werden von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu gleichen Teilen getragen (Ausnahme: Den zusätzlichen Beitrag von 0,25 Prozent für Kinderlose müssen Arbeitnehmer allein zahlen). Aus den erhöhten Beiträgen sollen die verbesserten Leistungen aus zwei Gesetzen zur Stärkung der Pflege finanziert werden. Darin ist auch ein neu eingerichteter Pflegevorsorgefonds vorgesehen. Dieser soll die für die Zukunft erwarteten Beitragsanhebungen abdämpfen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge ab 2035 ins Pflegealter kommen.

Altenpflege
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Reha-Leistungen:

Die Bundesregierung fördert die Rehabilitation stärker. Ambulante Reha-Einrichtungen werden künftig in die Gewerbesteuerbefreiung einbezogen und damit stationären Einrichtungen gleichgestellt. Dies stärkt den Grundsatz „ambulant vor stationär“.

Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung
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Berufskrankheiten:

Als solche werden nun auch Formen des „weißen Hautkrebses“ und andere Krankheiten anerkannt. Betroffene haben laut der Verbraucherzentrale NRW Anspruch auf Behandlung aus der gesetzlichen Unfallversicherung.

Leipziger Buchmesse - Tag des Hörbuches
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Hörbücher

Hörbücher werden ab dem 01. Januar 2015 steuerlich wie Bücher behandelt. Auf Hörbücher zahlen Verbraucher dann nur noch sieben Prozent Mehrwertsteuer und nicht mehr 19 drauf. Dass die Preise für Hörbücher damit fallen werden, ist nicht zu erwarten – Unternehmen werden aller Voraussicht nach den Vorteil für sich einheimsen, so die Verbraucherzentrale NRW. Für E-Books, E-Paper, Apps, Filme, Musik und interessanterweise auch Hörspiele bleiben weiterhin 19 Prozent fällig.

Rundfunkbeitrag
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Rundfunkbeitrag:

Der Rundfunkbeitrag wird ab dem 1. April 2015 von 17,98 Euro auf 17,50 Euro sinken. Die Regierungen der Länder haben das entsprechende Gesetz dazu (RÄStV) bereits unterzeichnet und bis Ende März müssen noch die Landtage zustimmen.

Bei den Auskunftsdiensten fehlten laut der Behörde zudem häufig die obligatorischem Preisansagen vor dem Durchstellen des Anrufers an einen anderen Anschluss. Betreiber von Auskunftsdiensten seien zu diesen Ansagen aber „vor jeder Weitervermittlung zu jeder Rufnummer in jedes Netz verpflichtet“, betonte die Bundesnetzagentur.

Um Verbraucher vor unberechtigten Forderungen zu schützen, verbot die Behörde demnach den Betreibern der beiden Nummern die Rechnungslegung und die Inkassierung. Dies gilt rückwirkend ab Juni 2013. Verbraucher, die mit den beiden Auskunft-Telefonnummern zu tun hatten, können sich an eine Hotline der Bundesnetzagentur unter 0291-955-206 wenden.

  • afp
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