Ausschluss aus der SPD Sarrazin rettet sich mit persönlicher Erklärung

Thilo Sarrazin muss sein SPD-Parteibuch nicht abgeben. Die Anträge für den Rauswurf des umstrittenen Ex-Politikers wurden überraschend zurückgezogen. Grund ist eine persönliche Erklärung Sarrazins.
Update: 21.04.2011 - 21:46 Uhr 20 Kommentare

Sarrazin vor SPD-Parteigericht

BerlinThilo Sarrazin wird auch im zweiten Anlauf nicht aus der SPD ausgeschlossen. Man habe sich nach fünfstündiger Beratung gütlich auf Basis einer Erklärung von Sarrazin geeinigt, gab die Vorsitzende der Schiedskommission des Berliner Kreisverbandes Charlottenburg-Wilmersdorf, Sybille Uken, am Donnerstag bekannt. In der Erklärung versicherte der 66-Jährige, dass er weder Migranten diskriminieren noch sozialdemokratische Grundsätze verletzen wollte. Alle vier Antragsteller zogen daraufhin ihre Ausschlussanträge zurück.

Parteirichterin Uken sagte, es sei eine "konstruktive, respektvolle, ernsthafte und intensive Diskussion" mit allen Beteiligten geführt worden. "Wir haben uns verständigt, uns als SPD nicht auseinanderdividieren zu lassen", sagte die Vorsitzende. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, die den Ausschlussantrag begründet hatte, lehnte danach jegliche Stellungnahme ab. Auch Sarrazin verzichtete auf jeden Kommentar.

Einen Antrag auf das Parteiordnungsverfahren hatten neben dem Kreisverband auch die Landes- und die Bundespartei gestellt. Die SPD wirft ihm wegen provokanter Thesen zur Integration parteischädigendes Verhalten vor. Hintergrund ist sein Buch "Deutschland schafft sich ab". In der Debatte sprach Sarrazin unter anderem davon, dass alle Juden ein bestimmtes Gen teilten, und warnte vor einer Überfremdung durch weniger intelligente Ausländer.

"Ich habe mit meinem Buch keine selektive Bevölkerungspolitik verlangt" , heißt es nun unter anderem in der Erklärung Sarrazins. "Mir lag es fern, in meinem Buch Gruppen, insbesondere Migranten, zu diskriminieren." Auch zum Vorwurf der Parteischädigung äußerte er sich.

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20 Kommentare zu "Ausschluss aus der SPD: Sarrazin rettet sich mit persönlicher Erklärung"

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  • Teil 1

    Nur so mal zum Gucken!
    Thilo Sarrazin - erfolgreiche Karriere in der Politik: http://www.was-war-wann.de/personen/thilo_sarrazin.html

  • Zitat: "Denn Sarrazin hatte Deutschland vor den Kopf geschlagen, also der kulturellen Vielfalt."

    Diese kulturelle Vielfalt ist in vielen deutschen Städten eine muslimische Parallelgesellschaft, die vom Sozialsystem lebt und nichts zum Wohlstand beiträgt. Dazu kommt eine Verweigerungshaltungs sich in die Gesellschaft zu integrieren. Sie wolllen kein Deutsch lernen und damit zeigen sie ihre Abneigung gegenüber Deutschland. Frauen laufen rum wie Ninjas.

    Es macht keinen Sinn diese Menschen nach Deutschland zu holen. Das wollen nur jenje, die Deutschland abschaffen wollen, wie z.B. der Zentralrat der Juden.

  • @joachim
    Sie haben wohl schon vergessen, dass Sarrazin auf Verlangen von Merkel, Wulff und manchen anderen aus der Bundesbank entfernt werden sollte.

  • Mit diesem Parteiausschlussverfahren hat sich Frau Nahles wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert! Es kann nicht sein, dass Parteiobere bestimmen, wer was zu denken hat. Die SPD sollte sich viel eher mit dem Verrat Schröders an der Sozialdemokratie befassen...

  • Na bravo, erst fahren die "Genossen" die Karre in den Dreck und dann die Schuld bei andren wie Merkel suchen.

  • Einzig und allein plamiert ist hier die Nahles und wäre die SPD eine echte Volkspartei, dann würde sie unverzüglich gegen diese linke "Dolchstossfigur" wegen grober Parteischädigung ein Ausschlussverfahren einleiten.

  • Nicht
    "Sarrazin rettet sich mit persönlicher Erklärung",
    sondern "SPD versucht sich selbst aus der Affäre zu ziehen" sollte der Artikel heißen.
    Ein indianisches Sprichwort besagt sinngemäß, daß man tote Gäule nicht reiten kann. Das sollte Herr Sarrazin aber berücksichtigen und von sich aus aus dieser Partei austreten.

  • "Sarrazin rettet SICH..."?
    Sollte es nicht viel mehr heißen "rettet die SPD..."?

    Hier nimmt sich ein Mann zurück, der so etwas eigentlich gar nicht nötig hätte - auch schon nicht bei seiner 'Rettung' unseres geschätzten Bundespräsidenten.

    Es sind mittlerweile bereits zwei hochgestellte Persönlichkeiten, die ihm dankbar sein sollten!

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