Ausschluss von Ausländern Merkel überlässt Essener Tafel Entscheidung über Probleme

Merkel will in die Angelegenheiten der Essener Tafel nicht eingreifen. Die Institution habe zu entscheiden, wie vorgegangen wird.
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Nach dem vorübergehenden Aufnahmestopp für Ausländer hat Kanzlerin Merkel die Verantwortung nun bei der Tafel in Essen belassen. Quelle: dpa
Essener Tafel

Nach dem vorübergehenden Aufnahmestopp für Ausländer hat Kanzlerin Merkel die Verantwortung nun bei der Tafel in Essen belassen.

(Foto: dpa)

Berlin
Kanzlerin Angela Merkel will der Essener Tafel die Entscheidung überlassen, wie sie mit Schwierigkeiten zwischen Deutschen und Ausländern bei der Essensverteilung umgeht. „Andere Tafeln in anderen Städten haben ja für sich Maßnahmen getroffen, um durchaus ähnliche Probleme zu bewältigen. Das kann vielleicht auch in der Essener Situation hilfreich sein“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin.

„Wobei eines klar ist: Das wird entschieden von den Tafel-Verantwortlichen vor Ort“. Am Montag hatte Merkel kritisch auf den Aufnahmestopp der Essener Tafel für Ausländer reagiert. „Da sollte man nicht solche Kategorisierungen vornehmen. Das ist nicht gut“, sagte sie in einem RTL-Interview. „Aber es zeigt auch den Druck, den es gibt“, fügte sie hinzu.

Seibert sagte, es sei gut, dass in Essen nun ein Runder Tisch unter Beteiligung des Sozialdezernats sowie von Wohlfahrts- und Migrantenverbänden nach einer Einigung suche. Die Kanzlerin hoffe auf eine gute Lösung, die nicht bestimmte Gruppen ausschließe. Merkel habe größten Respekt vor den Helfern der Tafeln. „Das sind Menschen, die mit großem Einsatz und mit Energie anderen Menschen auf eine sehr praktische Weise helfen“. Am Dienstag habe die Kanzlerin mit dem Essener Oberbürgermeister telefoniert und sich die Situation schildern lassen.

Seibert bekräftigte, dass sich Bedürftigkeit nicht an der Nationalität festmachen lasse. „Bedürftigkeit ist Bedürftigkeit, dafür ist nicht die Staatsangehörigkeit die Richtschnur“. Er maße sich nicht an, von Berlin aus die konkrete Situation vor Ort in Essen zu beurteilen. Er habe von den Problemen gelesen, aber auch davon, dass vergleichbare Schwierigkeiten an anderen Orten durch organisatorische Veränderungen abgestellt worden seien.

Die Essener und andere Tafeln seien offen für Deutsche und Ausländer. „Alles andere sind Fragen der Organisation, die wir, denke ich, getrost den Verantwortlichen in den Einrichtungen überlassen sollten – und wo auch immer zu fragen ist: Wie kann man von außen gegebenenfalls noch helfen?“

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hatte die Entscheidung der Essener Tafel verteidigt. „Die ganze Diskussion zeigt, dass die Integrationsfähigkeit schlicht eine Grenze hat“, sagte er am Dienstag. Andere, auch ältere Bedürftige würden sich von der Tafel zurückziehen. Sozialsysteme oder der Wohnungsmarkt dürften nicht wegen der Vielzahl an Flüchtlingen an Grenzen stoßen.

Ehrenamtliche Helfer der Tafeln sammeln in vielen deutschen Städten übriggebliebene Lebensmittel in Supermärkten, Bäckereien und Landwirten ein und verteilen sie an Arme und soziale Einrichtungen.

  • rtr
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8 Kommentare zu "Ausschluss von Ausländern: Merkel überlässt Essener Tafel Entscheidung über Probleme"

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  • Hallo Herr Spiegel

    Nicht einmal das Strafrecht bietet Bürgern die Möglichkeit, strafrechtliche Schritte gegen Politiker wegen Handlungen zum Schaden der Bürger einzuleiten, Herr Spiegel.

    Möglich gemacht hat e der Psychopath aus Österreich. Mancher Politiker müsste eigentlich deswegen ein Bildchen auf seinem Nachttisch stehen haben und jeden Abend andächtig eine Kerze für diesen politischen „Wohltäter“ entzünden.

    Und da kommen Sie mit dem frommen Wunsch nach Haftung statt Haft?

  • Diese Tafel geht der Frau Dr. Merkel gar nichts an aber sie sollte ihre für ihre Gäste aufkommen. Wann wir diese Dame in Haftung genommen ?

  • Angie ... Angie ... when will those clouds all disappear ...

  • Traegt der Bund Kosten der Tafel? Wenn sich die Tafel auf die ehrenamtlichen Helfer stuetzt
    und die Lieferanten der Lebensmittel, dann haben die allein zu entscheiden, wer versorgt
    wird. So einfach ist das.

  • Herr Riesener Jr,

    den letzten Satz Ihres Kommentars sehe ich als zutreffend an, da sehr viele junge „Schutzsuchende“ die Tafeln heimsuchen.

    In diesem Zusammenhang stelle ich weiter ein Zitat von Gestern von Herrn Landsberg, immerhin Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds.

    „Richtig sei allerdings, „dass zum Beispiel Flüchtlinge, wenn sie in staatlichen Einrichtungen mit ausreichend Lebensmitteln versorgt werden, bei den Tafeln nicht zusätzlich berücksichtigt werden können“, betonte Landsberg.“

    Da der gute Mann wissen dürfte, wie es mit den „Überlebensrationen“ in sogenannten Flüchtlingsheimen bestellt ist, gehe ich davon aus, dass diese Migranten dreist zusätzliche Lebensmittel über die Tafel beschaffen, die dann von denen verscherbelt werden. Denn die täglichen „Überlebensrationen“ selbst eignen sich denkbar schlecht für einen täglichen Verkauf.

    Die Typen sind nicht besser zu stellen als H4- oder Grundsicherungsempfänger, denen täglich auf Staatskosten auch nicht noch zusätzlich vollständige Verpflegung frei Haus ums Maul geschmiert wird.

  • Mit der gestrigen überheblichen Selbstdarstellung dieser Schadenskanzlerin mit dem Pattex-Teil stellt die für mich ihre ganze Arroganz und Dreistigkeit unter Beweis, wie an deren inkompetente Äußerung leicht zu erkennen.

    „Aber die Entscheidung der Ehrenamtlichen in Essen zeige auch "den Druck, den es gibt", und wie viele Bedürftige auf Lebensmittelspenden angewiesen seien. "Deshalb hoffe ich, dass man da auch gute Lösungen findet."

    Was heißt das bei näherer Betrachtung?

    1. Sie weiß, dass es viele Bedürftige gibt, die auf Lebensmittelsenden angewiesen sind. Aber das „merkelt“ die offenbar natürlich erst jetzt.

    2. Sie weiß, dass die von ihr „moralisch arrogante“ Kritik ausschließlich auf ihre Einladung aus 2015 zurückzuführen ist. Aber, wie dieses Weib in ihrer unglaublichen Dreistigkeit wahrheitsgerecht sagte:
    „ist mir doch egal – jetzt sind die eben da“, hat die mit dem Problem an den Tafeln genauso wenig zu tun. Aber dann noch rotzfrech Kritik an der Essener Tafel zu verkünden – das musste unbedingt sein, um noch einen draufzusetzen.

    3. Sie weiß, dass den Bedürftigen geholfen werden muss. Aber dafür ist sie als GrökaaZ doch nicht zuständig, die sich so oft „bekümmert und erschrocken“ um eigene Interessen kümmert. Darum sollen sich gefälligst die Bürger und private Organisationen kümmern – und ihre Kreise bloß nicht stören.

    Hätte man noch eines einzigen Beweises bedurft - jetzt hat sie den erbracht und man kann völlig zu recht sagen : Der geht wirklich Alles, aber auch wirklich Alles so was an ihrem berüchtigten Pattex-Teil vorbei – mehr ist kaum vorstellbar.

  • Natürlich ist es eine gute Idee der Tafel, Lebensmittel zu verteilen, die ansonsten weggeworfen werden.

    Aber wer geht eigentlich zur Tafel?? Es gibt doch Sozialhilfe / HartzIV !? Könnte der starke Anstieg des Ausländeranteils daran liegen, dass dies vorwiegend nicht registrierte Flüchtlinge sind? Eher wohl nicht, da man sich als Kunde der Tafel ausweisen muss, oder?

    Oder sind die Kunden der Tafel Leute, die ihre Sozialhilfe für andere Sachen sparen wollen, statt sie für Lebensmittel auszugeben?

  • Nun, die Antifa (Vera Lengsfeld: Sie prügeln für Fr. Merkel) hat sich dem angenommen und Schäden angerichtet.

    Gem. alternativer Medien bestand die Kundschaft der Essener Tafel zuletzt zu >70% aus Gästen der Kanzlerin. Diese jungen, kräftigen Männer aus dem Mittleren Osten und Afrika sind teils gewohnt auch körperlich zu kommunizieren. Manche sollen sich vorn angestellt haben, gerempelt, gestossen, anderen die Produkte aus der Hand gerissen haben, so dass die alten Deutschen nicht mehr zur Tafel kommen mochten.

    Interessant ist der Satz " Er habe von den Problemen gelesen, aber auch davon, dass vergleichbare Schwierigkeiten an anderen Orten durch organisatorische Veränderungen abgestellt worden seien". Soweit aus alternativen Medien bekannt bedient man an einigen Tafeln die Gäste der Kanzlerin zuerst. Die Deutschen erhalten dann was übrig bleibt.

    Alternativ könnte man die Lebensmittel der Tafel von der Sozialhilfe abziehen da die Sozialhilfesätze auch die Ernährung beinhalten.

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