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Außenpolitik Deutschland offen für weiteres Friedensengagement in Afghanistan

Die Bundesregierung will die fortschreitenden Friedensprozesse weiter bemühen. Ziel sollen Lösungen zwischen Taliban und der Regierung in Kabul sein.
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Der Außenminister bekam viel Lob für ein jüngeres Dialogtreffen zwischen Vertretern der Taliban und afghanischer Regierung. Quelle: dpa
Heiko Maas

Der Außenminister bekam viel Lob für ein jüngeres Dialogtreffen zwischen Vertretern der Taliban und afghanischer Regierung.

(Foto: dpa)

Berlin, Kabul Deutschland will den afghanischen Friedensprozess weiter aktiv unterstützen. „Wir haben uns grundsätzlich bereit erklärt, zu diesem Prozess weiter im Rahmen unserer Möglichkeiten Beiträge zu leisten“, hieß es am Freitag nach einem Treffen des US-Sondergesandten für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, in Berlin mit dem deutschen Außenminister Heiko Maas aus dem Auswärtigen Amt.

Deutschland hatte Anfang Juli gemeinsam mit Katar ein sogenanntes „innerafghanisches Dialogtreffen“ ausgerichtet, das Vertrauen zwischen Vertretern der Taliban und einer Delegation aus Kabul schaffen sollte. Dabei wurde eine gemeinsame Absichtserklärung verabschiedet. Viele Teilnehmer lobten Deutschland nach dem Treffen. Welche Form eine weitere Unterstützung annehmen könne, müsse mit den Beteiligten noch besprochen werden, hieß es weiter.

Die USA sprechen seit Juli des Vorjahres direkt mit hochrangigen Vertretern der Taliban über eine politische Lösung des fast 18 Jahre dauernden Konflikts. Dabei geht es vor allem um Truppenabzüge und Garantien der Taliban, dass Afghanistan nicht wieder ein sicherer Hafen für Terroristen wird.

Die Gespräche sollen in innerafghanische Friedensgespräche der Taliban mit der Regierung in Kabul münden und auch einen Waffenstillstand beinhalten. Zuletzt hatten sich Taliban wie die USA zuversichtlich gezeigt, demnächst ein Abkommen abschließen zu können. 

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, ein Friedensprozess müsse dazu dienen, die Fortschritte der vergangenen 18 Jahre zu bewahren: bei Frauen- und Bürgerrechten, Bildung und Wiederaufbau. Entscheidend dafür werde sein, die Abzugsplanungen klug mit Fortschritten im politischen Prozess zu verzahnen. Als zweitgrößter Truppensteller in Afghanistan sei es im Interesse Berlins, in diese Überlegungen eng eingebunden zu bleiben.

Mehr: Finanzminister Scholz fordert von Ministerien weitere Einsparungen im Haushalt – auch bei der Verteidigung.

  • dpa
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