Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Austritt aus EU AfD-Delegierte sprechen sich für „Dexit“ aus

Sollte sich die Europäische Union in angemessener Zeit nicht radikal verändern, verlangen AfD-Politiker den Austritt Deutschlands aus der EU.
Kommentieren
Gauland ist der Meinung, die Chancen zu einer Rückentwicklung der EU zu einer Wirtschaftsgemeinde stünde gut. Quelle: dpa
Alexander Gauland AfD

Gauland ist der Meinung, die Chancen zu einer Rückentwicklung der EU zu einer Wirtschaftsgemeinde stünde gut.

(Foto: dpa)

RiesaDie AfD hat sich für einen „Dexit“ ausgesprochen, wenn sich die Europäische Union in absehbarer Zeit nicht radikal verändern sollte. Auf einem Europa-Parteitag im sächsischen Riesa sprach sich die Mehrheit der Delegierten am Sonntag dafür aus, folgende Formulierung in das Programm der Partei für die Europawahl im Mai aufzunehmen: „Sollten sich unsere grundlegenden Reformansätze im bestehenden System der EU in angemessener Zeit nicht verwirklichen lassen, halten wir einen Austritt Deutschlands oder eine geordnete Auflösung der Europäischen Union und die Gründung einer neuen europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft als letzte Option für notwendig“.

Diese Formulierung gilt aber nur, wenn die Delegierten zum Schluss auch das gesamte Programm beschließen. Die Debatte dürfte noch bis zum späten Nachmittag andauern. Im Leitantrag war der „Dexit“ als Möglichkeit bereits nach einer Legislaturperiode vorgesehen. Viele Redner hatten am Samstag erklärt, die EU sei nicht reformierbar.

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hatte jedoch davor gewarnt, einen konkreten Zeitpunkt für einen möglichen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union festzulegen. „Ich glaube, es ist nicht klug, in so einer Situation mit einer Maximalforderung in die Wahl hineinzugehen“, sagte er mit Blick auf mögliche Verwerfungen rund um den „Brexit“.

Sollte der Austritt Großbritanniens Ende März kurzfristige Turbulenzen und vorübergehende wirtschaftliche Nachteile für Großbritannien nach sich ziehen, könnte das auch Wähler in Deutschland beeinflussen, argumentierte er. Gauland sagte, die Chancen für einen Rückbau der EU zu einer reinen Wirtschaftsgemeinschaft stünden derzeit gut. Dies brauche aber mehr Zeit als eine Legislaturperiode.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Austritt aus EU - AfD-Delegierte sprechen sich für „Dexit“ aus

0 Kommentare zu "Austritt aus EU: AfD-Delegierte sprechen sich für „Dexit“ aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote