Autobahn A9 wird Pilotprojekt Dobrindt plant Teststrecke für selbstfahrende Autos

Auf der Autobahn A9 in Bayern ist eine Teststrecke für selbstfahrende Autos geplant. Verkehrsminister Dobrindt will das Projekt noch 2015 starten. Dort sollen später auch vollautomatisierte Fahrzeuge fahren können.
Update: 26.01.2015 - 08:42 Uhr 2 Kommentare

Autobahn für Autos ohne Fahrer?

Autobahn für Autos ohne Fahrer?

BerlinFür selbstfahrende Autos soll es in Deutschland nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) bald eine Teststrecke geben. Auf der Autobahn A9 in Bayern sei ein Pilotprojekt „Digitales Testfeld Autobahn“ geplant, sagte Dobrindt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). Mit den ersten Maßnahmen für diese Teststrecke solle schon in diesem Jahr begonnen werden.

„Die Teststrecke soll so digitalisiert und technisch ausgerüstet werden, dass es dort zusätzliche Angebote der Kommunikation zwischen Straße und Fahrzeug wie auch von Fahrzeug zu Fahrzeug geben wird“, sagte Dobrindt im Interview mit der „FAZ“. Dort sollten sowohl Autos mit Assistenzsystemen als auch später vollautomatisierte Fahrzeuge fahren können.

Ein Mercedes, wie es ihn noch nie gab
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Der Autokonzern Daimler hat auf der Technik-Messe CES (6. bis 9. Januar) in Las Vegas seine Vision für ein selbstfahrendes Auto der Zukunft vorgestellt. Das von Konzernchef Dieter Zetsche präsentierte Fahrzeug mit der Bezeichnung F015 hat eine futuristische langgezogene Form und einen Innenraum mit drehbaren Vordersitzen. Der silberne Prototyp fuhr nach einer Tour durch die Wüste und die Stadt auf die Bühne.

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Ein Mercedes, wie es noch nie einem gab, mit blau leuchtendem Stern im Grill, der von zuckenden gleichfarbigen LED-Balken umrahmt ist. Das langgezogene Kuppeldach reicht von Achse zu Achse, die breiten Türen öffnen sich gegenläufig wie ein Kleiderschrank. 

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Der Kühlergrill des F015 ist komplett mit blau leuchtenden LEDs bestückt. Das hat mehrere Funktionen. Zum einen kann man an der Anordnung der Lichter erkennen, ob das Auto gerade autonom fährt oder von einem Menschen gesteuert wird ...

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Zum anderen kann das Fahrzeug damit einem Fußgänger demonstrieren, dass es ihn sieht: Ein kleiner Schwarm leuchtender LEDs kann sich im Einklang mit dem Fußgänger über den Kühlergrill bewegen. Mit einer ähnlichen Anordnung roter LED-Lichter am Heck kann auch dem Fahrzeug dahinter angezeigt werden, dass es vor der Motorhaube gerade Bewegung gibt.

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In die Armaturentafel sowie die Rück- und Seitenwände sind sechs Displays integriert, auf denen durch Gesten, Bewegen der Augen oder durch Berührung viele Funktionen abgerufen werden können. Natürlich ist das Internet an Bord allgegenwärtig. Mobiles posten bei Facebook, Twittern oder Surfen im Web wird ungefährlich, denn schließlich denkt und lenkt der Computer.

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Daimler wolle für das autonome Fahren benötigte neue Kommunikationsmöglichkeiten mit der Umgebung etablieren, betonte Zetsche. So könne der Wagen zum Beispiel mit Fußgängern reden, etwa um sie zum Überqueren der Straße aufzurufen.

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Zugleich räumte er ein, dass es diverse ungelöste Probleme bei der Regulierung und auch ethischen Fragen gebe: Wie solle sich etwa ein Auto verhalten, wenn ein Unfall nicht mehr zu verhindern sei. «Diese offenen Fragen betreffen die gesamte Industrie und müssen gemeinsam gelöst werden», sagte Zetsche. Außerdem müsse das autonom fahrende Auto nicht nur technisch machbar, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sein.

Im Bundesverkehrsministerium sei ein runder Tisch zum Thema „Automatisiertes Fahren“ eingerichtet worden, an dem Wissenschaftler und Industrievertreter säßen. Dieser befasse sich unter anderem auch „mit den komplizierten Haftungsfragen“.

Mit Hilfe der Teststrecke werde die deutsche Automobilindustrie auch beim digitalen Auto „Weltspitze sein können“, sagte der CSU-Minister. Die deutschen Hersteller würden die Entwicklung nicht Konzernen wie dem Internetkonzern Google überlassen. „Sie sind dabei, zusammen mit der Wissenschaft - etwa der Fraunhofer-Gesellschaft - eigene Plattformen zur Vernetzung und Kommunikation von Daten zu entwickeln.“

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2 Kommentare zu "Autobahn A9 wird Pilotprojekt: Dobrindt plant Teststrecke für selbstfahrende Autos"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wieder plant Hr. Dobrindt anstatt die von Ihm vorsätzlich verursachten Missstände auf den Autobahnen zu beseitigen. Jeder Politiker, der Schäden an Deutschland vorsätzlich verursacht müsste dafür persönlich aufkommen! Wann beginnt Frau merkel endlich Ihre Schulden zu bezahlen?

  • "Dobrindt plant Teststrecke für selbstfahrende Autos"

    Warum manche Redakteure des Deutschen nicht mächtig sind, bleibt eine offene Frage. Plante Herr Dobrint tatsächlich eine solche Teststrecke, würde dies genauso zum Ziel führen, wie wenn Boris Becker eine Raumstation leitete. ;-)

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