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Autobahn-Maut Berlin plant die 100-Euro-Vignette

Österreich könnte sich als Vorbild für eine Pkw-Maut auf deutschen Autobahnen entpuppen. Im Verkehrsministerium wird an einer Vignette gearbeitet. Deren Preis soll mit der Kfz-Steuer verrechnet werden dürfen.
03.11.2013 - 14:22 Uhr 17 Kommentare
Österreichische Maut-Vignetten: Das Modell des Nachbarlands könnte nach Deutschland schwappen. Quelle: dpa

Österreichische Maut-Vignetten: Das Modell des Nachbarlands könnte nach Deutschland schwappen.

(Foto: dpa)

Berlin Für die Benutzung deutscher Autobahnen könnte bald der Kauf einer Vignette nach österreichischem Vorbild notwendig werden. Das Verkehrsministerium prüfe diese Variante einer Pkw-Maut, bestätigte eine Sprecherin am Sonntag einen entsprechenden Medienbericht. Für schadstoffarme Autos soll es einen Öko-Rabatt geben. Die von der CSU verlangte Pkw-Maut für Ausländer stößt bei CDU und Sozialdemokraten aber weiter auf Kritik. SPD-Fraktionsvize Florian Pronold bezeichnete es als Vertrauensbruch, wenn die Medien die Maut-Konzepte eher erhielten als der mögliche Koalitionspartner.

Laut „Bild am Sonntag“ sehen die Pläne vor, dass deutsche und ausländische Pkw-Fahrer eine Vignette erwerben müssen, die für ein ganzes Jahr 100 Euro kosten dürfte. Wer Autobahnen nur für einige Tage oder Wochen nutzt, würde entsprechend weniger zahlen. Die deutschen Autofahrer sollen die Kosten der Vignette mit der Kfz-Steuer verrechnen dürfen. Diejenigen, deren Kfz-Steuer unter 100 Euro liegt, weil sie ein besonders schadstoffarmes Auto mit kleinem Motor fahren, sollen demnach einen Öko-Rabatt bekommen, der sicherstellt, dass die Vignette nicht teurer als die Kfz-Steuer wird.

Die Ministeriums-Sprecherin betonte, es handele sich um eine von verschiedenen Varianten für eine Pkw-Maut, die geprüft würden. Sie bekräftigte, dass in Deutschland zugelassene Pkw nicht stärker belastet werden sollten als bisher.

Pronold bezweifelte dies. „Weder europarechtlich noch praktisch funktioniert die volle Rückerstattung über die Kfz-Steuer für jeden Autofahrer“, sagte der SPD-Unterhändler für die Verkehrspolitik. Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse sich jetzt positionieren. Die SPD müsse wissen, ob Merkel umgefallen sei.

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    17 Kommentare zu "Autobahn-Maut: Berlin plant die 100-Euro-Vignette"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Abzocke ohne Ende, Hauptsache EU. Entgegen der ursprünglichen Aussage wird nun der deutsche Michel mit zur Kasse gebeten. Was kommt noch? Die Raucherautovignette, Kühlwassersteuer, Klimaanlagenvignette? 100 Teuros vorab für die Maut kaufen, die dann mit der KFZ-steuer verrechnet werden soll? Was wird dann davon einbehalten? Vom Zinsertrag mal ganz zu schweigen.

    • Interessant wird die Ausgestaltung des Öko-Rabatts. Berechnungsbasis können die absolute oder relative Ruß- und CO2-Emission sein. Die dt. Automobilbauer werden die Regierung drängen, einen relativen Verschmutzungswert anzusetzen, damit hier produzierte schwere Oberklasse-PKW, Sportwagen und SUV geschont werden. Kleinverdiener, die Klein- und Mittelklassefahrzeuge bevorzugen (oft importierte), werden dagegen Interesse an absoluten Verschmutzungswerten haben. Somit zeichnet sich ein Streit ab, der bereits in der EU heftig geführt wird. Bislang wurde er im Sinne der dt. Verhandlungsposition entschieden, aber jetzt werden breitere finanzielle Interessen tangiert. Die Einführung des Öko-Rabatts wird m.E. an der Unverträglichkeit der gegensätzlichen Interessen scheitern. Ob danach die 100-Euro-Belastung durch andere Vorteile wirklich kompensiert werden kann, ist fraglich, weil unsere Nachbarländer vermutlich dem dt. Beispiel folgen und Kurzzeit-Vignetten abschaffen werden. So hat sich die Politik möglicherweise ein längst überwunden geglaubtes Problem neu geschaffen: Wegezölle an allen Landesgrenzen in Europa.

    • "Was diese Gierheinis erst einmal in ihren schmierigen Fingern haben, geben die doch nicht wieder her!"
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      Drastisch ausgedrückt, aber eben auch wahr!

    • Nahezu unser gesamtes Steueraufkommen wird für die Subventionierung Europas eingesetzt!
      Über Target II, ESFS, ESM, Bereitstellung neuer Kredite und Zinsen aller Art im EU-Ausland, sprich für zockende Banken, Versicherungen und Schattenbanken

    • Ich empfinde es als eine bodenlose Unverschämtheit, wenn ich zusätzlich zu der KFZ-Steuer eine Straßennutzungsmaut zahlen soll. Das ist eine Doppelbelastung, die ich im VORAUS für ein GANZES JAHR zu tragen habe, also eine Diskriminierung gegenüber den Autofahrern, die aus dem Ausland kommen und "unsere" Straßen befahren und somit nutzen.

      Ich will nicht hoffen, dass diese lächerliche, rechtwidrige EU-Mafia das zulässt, denn es wäre ein erneuter Beweis, dass es in Wirklichkeit ausschließlich gegen uns Deutsche geht und nicht um so etwas wie eine Art Gleichbehandlung!

      Zudem traue ich den deutschen Polithanseln nicht zu, dass sie die ein Mal kassierte Maut tatsächlich mit der KFZ-Steuer ehrlich verrechnen, damit der deutsche Autofahrer keinen Nachteil davon hat.
      Was diese Gierheinis erst einmal in ihren schmierigen Fingern haben, geben die doch nicht wieder her!

    • Man kann nur hoffen, dass der Erlös aus der Vignette tatsächlich für den Straßenbau eingesetzt wird.
      Die bisherigen Einnahmen verlieren sich zum größten Teil im Nirwana! Diesen Berliner Pappnasen ist nicht zu trauen...

    • "Alle Kassen sind voll, sogar die Arbeitslosen- und Krankenversicherungen. Wieso ist dann keine Geld für Bahn und Straßen da? Bitte um Aufklärung (vielleicht könnte das Handelsblatt das mal thematisieren)."
      ---
      Fragen Sie mal den Club Med!
      Wir haben ein gigantisches Steueraufkommen, nur hat der arbeitende, deutsche Bürger nichts davon.

    • Super. Schon wieder eine versteckte Steuererhöhung namens Maut. Wer weniger als 100 EUR Kfz-Steuer zahlt, zahlt schon mal bei der Maut drauf, selbst wenn er die Autobahnen kaum nutzt. Da werden schadstoffarme KFZ mal eben schnell wieder entsubventioniert. Es wäre alleman besser hohe Strafen für zukünftige Steuergeldverschwendungen zu verhängen, als dauernd die dadurch entstehenden Finanzlöcher durch immer neue Steuern zu stopfen.

    • In 4 Jahren sind ROT/ROT/GRÜN an der Regierung ,weil die CDU
      alle Konservativen Wähler verstoßen hat und dann wird die KFZ Steuer drastisch erhöht für "alte Autos". Damit zahlt wieder einer in Deutschland, also der Bürger der keine große Sprünge machen kann.

      Weiterhin ist der Einwand, dass Urlauber aus der EU Deutschland meiden werden weil es hier nun genauso teuer auf Strassen ist wie fast überall ist ein Argument.

      Die Holländer werden auch eine Maut einführen. Die Belgier und und und.

    • "Mit mir wird es keine PKW-MAut geben"

      Angela Merkel, im Wahlkampf 2013 (sinngemäß)

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