Autogipfel: Bund will Autoregionen mit einer Milliarde Euro fördern – Experten legen Plan vor
Die Bosse der Autokonzerne bleiben dem Autogipfel fern.
Foto: dpaBerlin. Der Abschied bei ihrem letzten Autogipfel hätte für Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kaum schmuckloser ausfallen können: Weder Volkswagen-Chef Herbert Diess wird teilnehmen noch Daimler-Chef Ola Källenius oder Bosch-Chef Volkmar Denner. Nicht einmal Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ist dabei. BMW-Chef Oliver Zipse indes wird dabei sein.
Mitten in der Ferienzeit lädt sie am Mittwoch zum sechsten und letzten Mal die Autoindustrie ein, um über die Zukunft des Automobilstandorts Deutschland zu sprechen. „Konzertierte Aktion Mobilität“ heißt das Format, das im Juni 2019 zum ersten Mal unter diesem Namen stattfand. Mehr als zehn Jahre hat die Bundeskanzlerin daran gearbeitet, die Automobilindustrie ins elektromobile Zeitalter zu führen.
In der Videokonferenz will Merkel auf das Erreichte zurückblicken: Es geht um die milliardenschweren Förderprogramme für den Kauf von Elektroautos und um Abwrackprämien für öffentliche Fuhrparks oder für die Ladeinfrastruktur in der eigenen Garage, an öffentlichen Plätzen und auf Parkplätzen von Einzelhändlern.
Aber auch um die Produktpalette der Hersteller, die inzwischen 60 Elektro- und Hybridmodelle im Angebot haben. Zudem erreicht die Bundesregierung 2021 eine wichtige Zielmarke. Mehr als eine Million Autos auf den Straßen sollen elektrisch oder zumindest teilelektrisch fahren. 2010 hatte ein Beratungsgremium der Bundesregierung das Ziel eigentlich für 2020 ausgerufen.