Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Azubi-Löhne DIHK will zwei Gehälter für drei Lehrlinge

Der Handelskammertag ist auf eine unorthodoxe Idee verfallen, die den Gewerkschaften sauer aufstoßen dürfte: In strukturschwachen Regionen sollten sich drei Auszubildende das Gehalt von zwei Lehrlingen teilen können.

HB CHEMNITZ. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, sagte der Zeitung Freie Presse aus Chemnitz, die Höhe der Ausbildungsvergütung sei für kleine Betriebe in strukturschwachen Regionen ein ernst zu nehmendes Hindernis, mehr Lehrlinge auszubilden. Durchschnittlich entstünden für einen Lehrling Kosten in Höhe von rund 18 000 Euro pro Ausbildungsjahr.

Deshalb schlage er das Modell „Drei für Zwei“ vor, so Braun. Wenn Unternehmen bereit seien, einen zusätzlichen Jugendlichen auszubilden, sollten sie nur für zwei Lehrlinge zahlen müssen. Die drei Auszubildenden müssten das Lehrlingsentgelt unter sich aufteilen.

Hinsichtlich der bisherigen Ausbildungszahlen für 2006 zog der DIHK-Präsident eine positive Bilanz. Danach hätten die Industrie- und Handelskammern bis Ende April rund 91 400 neue Lehrstellen registriert. Gegenüber dem Vorjahr sei das ein Zuwachs von 2,3 Prozent. In Ostdeutschland habe der Anstieg sogar 6,8 Prozent betragen, betonte Braun. Allerdings sei er sich nicht sicher, ob diese Entwicklung anhalte. Viele Unternehmen würden abwarten, wie sich die für 2007 angekündigte Mehrwertsteuererhöhung auf die ihr Geschäft auswirke.

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite