Baden-Württemberg Grün-Rotes Geschacher um Ministerposten

In Baden-Württemberg geht es nun vor allem um Macht: Die SPD fordert mehr Ministerposten als die Grünen - denn den Ministerpräsidenten darf sie ja nicht stellen.
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Die Verhandlungsführer für die Koalitionsgespräche, Winfried Kretschmann (r, Grüne) und Nils Schmid (SPD). Quelle: dpa

Die Verhandlungsführer für die Koalitionsgespräche, Winfried Kretschmann (r, Grüne) und Nils Schmid (SPD).

(Foto: dpa)

StuttgartGrüne und SPD in Baden-Württemberg haben die letzten Feinarbeiten an ihrem Koalitionsvertrag fast abgeschlossen. Dabei kam es am Dienstag auch zu einem heftigen Gerangel um die Aufteilung der Ministerien. So beansprucht die SPD dem Vernehmen nach fünf der neun Fachressorts, weil die Grünen ja bereits den Ministerpräsidenten stellen werden. Bei ihrem historischen Sieg über Schwarz-Gelb bei der Landtagswahl am 27. März hatten die Grünen ein Mandat mehr als die Sozialdemokraten geholt und können so erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik eine Landesregierung anführen. Die SPD muss sich mit der Rolle des Juniorpartners begnügen - wenn auch knapp.

Nach der bisherigen Planung soll die Zahl der Fachministerien wie bisher bei neun bleiben. Unklar war zunächst, wie die Zuständigkeiten für die verschiedenen Themen verteilt werden und wer welchen Regierungsposten bekommt. Am Samstag hatten beide Seiten erklärt, die Arbeiten am Koalitionsvertrag seien fast abgeschlossen. An diesem Mittwoch wollen der designierte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und SPD-Landeschef Nils Schmid die Vereinbarung präsentieren. Für den 12. Mai ist im Landtag die Wahl Kretschmanns zum ersten grünen Regierungschef geplant.

  • dpa
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  • Bevor ein Ministerium abgeschafft wird, was dem Sparwillen zugute käme, wird eher noch ein weiteres Ministerium gegründet. Da gibt es doch welche, mit 3 Unterressorts. So wie ich unsere Politiker kenne, wird es darauf hinaus laufen, jede Partei bekommt 5 Ministerien.

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