Baden-Württemberg Hundt warnt vor Abwanderung der Unternehmen

Wenn grün-rote Politik in Baden-Württemberg den Strompreis hochtreibt, könnten Unternehmen aus dem Bundesland abwandern, warnt der schwäbische Unternehmer und BDA-Präsident Dieter Hundt im Interview mit dem Handelsblatt.
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Der schwäbische Unternehmer und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt befürchtet Unternehmensabwanderungen aus seinem Bundesland. Quelle: dpa

Der schwäbische Unternehmer und Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt befürchtet Unternehmensabwanderungen aus seinem Bundesland.

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Stuttgart„Wenn die Energiepreise zum Standortnachteil werden, werden schwäbische und badische Unternehmen gezwungen, ihre Produktion in andere Bundesländer zu verlagern.“, sagte Hundt, gleichzeitig Präsident der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände und BDA-Präsident. Das sei keine Drohung, sondern zwangsläufig. Schon um wenige Prozente höhere Strompreise seien dramatisch.

Dennoch ist Hundt überzeugt, dass es zu einem Konsens über die künftige Energiepolitik kommen werde. „Ein Grundkonsens über eine neue Energiepolitik im Land ist möglich. Niemand wird hier eine Politik verantworten, die dazu führt, dass die Lichter ausgehen“, betonte Hundt. Niemand könne von heute auf morgen umsteuern. Es sei aber gut, dass jetzt wieder diskutiert werde. „Erneuerbare Energien bieten große Chancen“, räumte Hundt ein.

Nicht nur wegen der Energiepolitik richten sich derzeit die Augen auf nach dem grün-roten Wahlsieg auf Baden Württemberg. Mit Winfried Kretschmann wird im Mai erstmals ein Grüner Ministerpräsident. Hundt zeigt damit keine Probleme: „Herr Kretschmann ist ein rechtschaffener, verlässlicher, gradliniger Mann“, sagte Hundt. Seine Parteifreunde hingegen könne er weniger gut einschätzen.

SPD-Kandidat Nils Schmid bezeichnete der Unternehmer als „respektablen Finanzpolitiker“. Der Arbeitgeberpräsident geht fest davon aus, dass die grün-rote Landesregierung die gesamte Legislaturperiode schafft. Selbst wenn die Koalition nach fünf Jahren abgewählt würde, könnten in dieser Zeit aber langfristig falsche Weichen gestellt werden.

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23 Kommentare zu "Baden-Württemberg: Hundt warnt vor Abwanderung der Unternehmen"

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  • Naja, Nachbessern .... Ein "Autoreifen " kostet in der Herstellung zb. 30 € In Deutschland !
    In Rumänien 5 € da rechnet sich jede Nachbesserung !!!
    Wobei dieses Thema sich mit der Zeit auch von selber erledigen wird, sie Lernen halt auch dazu !

  • gerhard was heist hier nach den Krieg ? Wie viele Millionen arme produziert das System so im Monat ? Bei der Ausgangslage kannste nicht mal ne Kerze histellen. Frag sie in Japan selbst geld nutz ihn nichts. das kann uns nicht passieren den das system frisst sich selber.

  • AWD = Swiss Life Wrapper Policen umverpaktes Gammelfleisch Maschmeirrrrr.
    DVAG - Gehaltsliste Friedrich Bohl,Helmut Kohl,Giudo Westerwelle Gäste Joschkaa Fischer, Angela Merkel, Walter Riester. Grösster Spender der FDP DVAG den rest bekommst du auch noch raus.

  • So lange unser Staat unsere kriminellen Politker Firmenweggänge auch noch finanzieren, wird dieser Trend anhalten.
    Die Firma baut hier ab, was Verluste bewirkt und die können sie hier steuerlich geltend machen. Gleichzeitig schmeißen sie uns ihr Personal was sie im Zuge des Umzugs abbauen vor die Füße.
    Die kriminelle Politik macht das mit.
    Ergo der deutsche dumme Michl zahlt nicht nur die Arbeitslosen sondern auch die Verluste der Firmen
    Und in Rumänien, Tschechien usw.erhalten diese Firmen dann z. T. für 10 oder 15 Jahre Gewerbesteuerfreiheit (Nokia) und wir dürfen dann wieder zahlen, wenn diese Länder pleite gehen.
    So etwas ist deutsche Politik.
    Also das Zerstören unseres Landes wird ganz bewußt betrieben

  • Das sehen sie aber ein wenig zu rosig.
    Es wird laufend darüber geklagt, dass diese nach hier transferierten Waren dann hier erst oftmals enorm nachgebessert werden müssen, was dann die Waren verteuert.
    Außerdem stellen wir doch gerade in der Automobilbranche einen enormen Qualitätsverlust fest.
    Autorückrufe, weil irgend etwas mal wieder schadhaft ist, hat es früher nicht gegeben. Da wurde aber auch noch in unseren Firmen ordentlich gearbeitet. Da hat der altgediente Meister am Band sofort gesehen, wenn etwas nicht stimmig war.
    Heute ist man auf dem Trip Jung-Jung und Ausland.
    Deutsche Wertarbeit? Das war mal, das ist heute nur noch eine Lachnummer.
    Wenn ich mir heute ein neues Auto kaufe, kann ich nicht sicher sein, dass es total in Ordnung ist, habe ich Glück, komme ich mit dem Leben davon
    Und das alles nur wegen der Gier.
    Nochnie zuvor in der deutschen Geschichte haben Politiker und Wirtschaft unser Land derart zerstört wie jetzt.
    Deutschland erledigt sich selbst.

  • Niemand wird hier eine Politik verantworten, die dazu führt, dass die Lichter ausgehen........ Niemand könne von heute auf morgen umsteuern. Es sei aber gut, dass jetzt wieder diskutiert werde. Erneuerbare Energien bieten große Chancen“, räumte Hundt ein.

    Eben - bieten nur große Chancen - aber der Industrie würden damit die Lichter ausgehen.
    Mit Kerzen - wie der Otto Normalverbraucher - nach dem Krieg noch in Erinnerung hat, wird die Industrie heute nichts mit anfangen können. Bis auf sie Kälte und Hunger war es aber damals immer schön gemütlich - na wenigstens etwas.

  • Der Hr. Hundt sollte vielleicht einfach mal die Klappe halten und nicht glauben, dass BW ohne ihn und seinesgleichen untergeht.

  • Ja währen sie doch schon samt der schwäbischen Hausfrau Schäuble gegangen, es wären uns Millarden an Schulden erspart geblieben, dann noch eine verkorgste Arbeismarktpolitik aller meine sklaven sind alles Aufstocker die entlohnt der Steuerzahler. Der Deutsche Arbeitnehmer mus nun immer mehr feststellen das seine lebensgrundlage auf einenspekulativen Kap System beruht, was ihn letztendlich die zukunft kostet. Russland sucht händeringend invetitionen,Amerika;Indien vor allen dingen China. Vorsicht mit Somalia da gehts ein wenig holprig, Guten Flug.

  • Wenn ich noch in Deutschland wäre, müsste ich spätestens jetzt die Koffer packen.

    Den Unternehmen in Baden-Württemberg rate ich dringend zur Standortverlagerung. Dumme Wähler müssen die Folgen ihrer Wahl spüren, sonst wiederholen sie ihre Fehler.

  • Herr Hundt, bitte malen Sie nicht schon wieder Schreckensszenarios an die Wand. Beim Thema Energiewende werden alle Gruppen umdenken müssen - auch die Unternehmen. I.Ü. kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich nicht auch in den energieintensiven Unternehmen noch Einsparpotenziale finden lassen. Wer befürchtet, nur mit den günstigen Atomstrom-Tarifen im Wettbewerb bestehen zu können, hat seine Hausaufgaben nicht gemacht.

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