Bahamas-Affäre Linssen darf RAG-Posten behalten

Der CDU-Politiker Linssen steht wegen Auslandskonten in der Kritik. Bei einer Telefonkonferenz mit dem RAG-Stiftungskuratorium hat er Fehler eingeräumt – seinen Posten als Finanzvorstand darf er voraussichtlich behalten.
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Helmut Linssen (CDU): Er ist über die Affäre um die Anlage von rund 420.000 Euro in den Steueroasen Bahamas und Panama gestolpert. Quelle: dpa

Helmut Linssen (CDU): Er ist über die Affäre um die Anlage von rund 420.000 Euro in den Steueroasen Bahamas und Panama gestolpert.

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DüsseldorfDer wegen umstrittener Auslandskonten unter Druck geratene CDU-Politiker Helmut Linssen soll bis auf weiteres seinen Posten als Finanzvorstand der mächtigen RAG-Stiftung behalten. Der scheidende Bundesschatzmeister der Partei habe in einer Telefonkonferenz des Stiftungskuratoriums Fehler eingeräumt und Fragen beantwortet, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag aus Kreisen des Gremiums. Man sehe deshalb im Fall Linssen derzeit „keinen weiteren Handlungsbedarf“, sagte ein Insider. Zuvor hatte die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ vorab aus ihrer Freitagausgabe berichtet, dass sich das Kuratorium in der Frage einig sei. Von der Stiftung war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Linssen ist seit Dezember 2012 Finanzchef der Stiftung, die Mehrheitseignerin des Chemiekonzerns Evonik ist. Der frühere Finanzminister von Nordrhein-Westfalen hat angekündigt, nicht wieder für das Amt des Bundesschatzmeisters der CDU zu kandidieren. Gestolpert ist er über die Affäre um die Anlage von rund 420.000 Euro in den Steueroasen Bahamas und Panama. Der CDU-Politiker hatte in einer persönlichen Erklärung beteuert, er habe keine Steuern hinterzogen. Dies hätten auch Finanzverwaltung und Staatsanwaltschaft bestätigt. Bei dem Geld handele es sich um privates Vermögen seiner verstorbenen Eltern.

Dem Kuratorium der RAG-Stiftung gehören unter anderem NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) an. Unter dem Dach der Stiftung ist auch der deutsche Steinkohlebergbau gebündelt, dessen öffentliche Subventionierung 2018 auslaufen soll. Die Stiftung soll danach für die Finanzierung der Folgekosten des Bergbaus aufkommen.

  • rtr
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  • Die Kleinen wirft man raus, die Großen lässt man laufen. Somit schädigt die RAG-Stiftung ihre Markenbedeutung und ihren Ruf. Mehr kann man nicht verlieren.

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