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Barbara Hendricks auf Sommerreise Es wird noch heißer...

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Die Reise geht weiter

Bis zur Mitte des Jahrhunderts kann durch den Klimawandel im Süden Ostdeutschlands und im Rheintal die Anzahl der heißen Tage pro Jahr von heute acht bis zwölf auf 15 bis 25 Tage ansteigen, heißt es im Ministerium. Vereinzelt seien sogar 40 bis 50 heiße Tage, das sind Tage mit mehr als 30 Grad, möglich. Beispiel Berlin: Hier herrschen bislang noch durchschnittlich an gerade einmal zehn Tagen im Jahr mehr als 30 Grad. Diese Zahl, so die Erwartung, könnte sich in den nächsten Jahrzehnten auf mehr als 30 Tage erhöhen.

Und die enge Bebauung, die Verdichtung der Städte wird sich fortsetzen. In Großstädten wie Berlin steigt der Bedarf an Wohnraum. Deshalb geht es für Hendricks heute hoch hinauf, in die 26. Etage eines Hochhauses der Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) am Platz der Vereinten Nationen, gleich gegenüber vom Volkspark Friedrichshain. Von hier oben ist der Blick auf potenziellen Wohnraum im nahen Stadtgebiet frei: per Aufstockung bestehender Gebäude will die WBM neuen Wohnraum schaffen.

Vor allem im Visier: Der 40 bis 90 Meter lange viergeschossige DDR-Plattenbautyp Q3A, der um drei Etagen aufgestockt werden soll. Das sind bei der WBM zwar nur 298 Wohnungen mehr – bei jetzt 392 Wohnungen, die die Gesellschaft im Q3A hat. Insgesamt gibt es in Berlin aber knapp 30.000 Wohnungen dieses Plattenbautyps – das Potenzial ist also um ein Vielfaches höher, sollten sich andere Wohnungsbaugesellschaften dieser Idee von Nachverdichtung anschließen. Für Hendricks eine feine Sache: „Wir brauchen keine zusätzliche Versiegelung, es muss kein teures Grundstück erworben werden und selbst die bisherigen Mieter profitieren, weil sie künftig einen Aufzug haben werden.“

Und so geht die Reise weiter, nach Potsdam, in die Gartenstadt Drewitz, eine ehemals graue, heruntergekommene Plattenbausiedlung, sozialer Brennpunkt. Per Kraftakt und Fördergelder haben die brandenburgische Landeshauptstadt und das städtische Wohnungsunternehmen Gewoba/Pro Potsdam die schlimmste Tristesse bereits beseitigt: die mehrspurige Ausfallstraße wurde zurückgebaut, aus der Konrad-Wolf-Allee wurde der Konrad-Wolf-Park, wo man sich auch bei Hitze gut aufhalten kann. Die ersten Wohnblöcke wurden modernisiert, die marode Stadtteilschule saniert. Man sehe „noch nicht überall, dass man in einer Gartenstadt ist“, sagt Hendricks, aber immerhin, der Anfang ist geschafft.

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