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Batterieforschungszentrum Nach Kritik an Standortwahl lenkt Karliczek ein

An der Wahl Münsters als Hauptstandort für eine Batteriezellenforschungsfabrik gibt es scharfe Kritik. Nun reagiert Ministerin Karliczek und will ein Gesamtkonzept, um mehrere Standorte zu stärken.
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„Unser Ziel sollte es sein, dass alle Standorte Gewinner des Wettbewerbs sind und Deutschland in die Weltspitze der Batterieforschung und -herstellung aufsteigt.“ Quelle: dpa
Anja Karliczek

„Unser Ziel sollte es sein, dass alle Standorte Gewinner des Wettbewerbs sind und Deutschland in die Weltspitze der Batterieforschung und -herstellung aufsteigt.“

(Foto: dpa)

Berlin Im Streit um ein neues Batterieforschungszentrum geht Bundesforschungsministerin Anja Karliczek auf ihre Kritiker zu. Die CDU-Politikerin sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: „In der Förderung der Batteriezellenforschung verfolgen wir ein Gesamtkonzept. Darin ist der Bau einer Batteriezellenforschungsfabrik enthalten, aber von Anfang an genauso die Stärkung aller anderen Standorte.“ Die ersten Gespräche seien vielversprechend gewesen.

„Die Projekte der Standorte, die neben Münster gefördert werden sollen, müssen weiter konkretisiert werden“, sagte die Ministerin. „Unser Ziel sollte es sein, dass alle Standorte Gewinner des Wettbewerbs sind und Deutschland in die Weltspitze der Batterieforschung und -herstellung aufsteigt.“

An der Wahl Münsters als Hauptstandort für eine „Forschungsfertigung Batteriezelle“ gibt es scharfe Kritik. Die Regierungschefs Markus Söder (CSU/Bayern), Winfried Kretschmann (Grüne/Baden-Württemberg) und Stephan Weil (SPD/Niedersachsen) hatten sich in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Entscheidung beschwert.

Münster hatte sich gegen Ulm durchgesetzt. Ulm zählt aber zu den weiteren Standorten für einzelne Aspekte der Forschung. Auch Salzgitter, Karlsruhe und Augsburg sind dafür vorgesehen.

Karliczek sagte, die Reaktionen auf die Entscheidung über eine Batterieforschungsfabrik zeigten, dass die grundsätzliche Bedeutung der Aufgabe mittlerweile in Wirtschaft und Politik erkannt sei. „Das ist das Gute an dieser Diskussion. Ich habe in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt. Ich bin nun zuversichtlicher, dass Bund und Länder, aber auch die Wirtschaft insgesamt, gemeinsam die Herausforderung angehen wollen.“

Und das sei auch dringend notwendig. “Als hoch entwickeltes Land dürfen wir bei dieser Technologie nicht dauerhaft in Abhängigkeit von chinesischen Anbietern geraten. Das wäre fatal.“

Mehr: Die Wissenschaftsministerin will eine Fabrik für Batteriezellen in ihre Heimat holen. Das erbost nicht nur die Regierungschefs aus Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen.

  • dpa
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