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Batteriezellen Söder kritisiert Karliczek für Entscheidung zu Batterieforschung in Münster

Wegen der Entscheidung, die Batterieforschung in Münster anzusiedeln, gehen Bayern und Baden-Württemberg in die Offensive. Sie wollen nun ihre eigene Forschung betreiben.
Update: 23.07.2019 - 16:30 Uhr 1 Kommentar
Die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg haben sich zur gemeinsamen Kabinettssitzung in Meersburg am Bodensee getroffen. Quelle: dpa
Markus Söder (rechts) und Winfried Kretschmann

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg haben sich zur gemeinsamen Kabinettssitzung in Meersburg am Bodensee getroffen.

(Foto: dpa)

Berlin, Meersburg Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek für ihre Entscheidung in der Batteriezellforschung kritisiert. Bayern und Baden-Württemberg seien die zwei stärksten Regionen Deutschlands. „Da würde es mehr Sinn machen, man investiert in den Süden, als jetzt an anderer Stelle etwas Neues aufzubauen, was viel Geld kostet und technologisch kaum Anschluss findet“, sagte der CSU-Chef am Dienstag anlässlich einer gemeinsamen Kabinettssitzung mit Baden-Württemberg in Meersburg am Bodensee.

Dass Münster und nicht etwa Ulm den Zuschlag für die Forschungsfabrik bekommen hatte, sorgt seit der Entscheidung Ende Juni im Südwesten für Kritik. In Ulm wird bereits auf diesem Gebiet gearbeitet. An der Wahl Münsters hatte es auch Kritik gegeben, weil Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) aus dem nahe gelegenen Ibbenbüren kommt. Die Ministerin hatte die Entscheidung verteidigt.

Ausschlaggebend seien die Exzellenz der Forschung, der volkswirtschaftliche Nutzen und der gesamte Prozess der Batterieproduktion einschließlich des Recyclings in Münster gewesen. Auf Antrag von FDP, Grünen und Linken gibt es dazu am Mittwoch eine Sondersitzung des Forschungsausschusses im Bundestag.

Söder sagte, Bayern und Baden-Württemberg wollten ihre Kräfte bündeln. „Wir werden daher in beiden Ländern sowohl Forschungs- als auch Produktionsstandorte im Batteriebereich einrichten.“ Standorte sollen unter anderem Ulm, Augsburg und Nördlingen sein. Man werde dafür aber auch vom Bund Unterstützung einfordern, betonte er.

Söder verlangte vom Bund außerdem vollständige Transparenz darüber, wie die Entscheidung für Münster zustande gekommen sei. „Es geht um eine halbe Milliarde Euro – das ist sehr viel Geld.“ Denn Münster sei zwar eine großartige Stadt, habe aber keinen Bezug zur Automobilität.

Mehr: Die Entscheidung, die Batterieforschung in Münster anzusiedeln, zeigt, wie hart Standorte um neue Technologien buhlen. Das ist starke Strukturpolitik.

Der Handelsblatt Expertencall
  • dpa
  • rtr
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1 Kommentar zu "Batteriezellen: Söder kritisiert Karliczek für Entscheidung zu Batterieforschung in Münster"

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  • Wettbewerb ist gut. Dieses Thema ist sehr wichtig, und ich kann mir vorstellen, dass die
    Chancen fuer einen Erfolg groesser sind bei einer dezentralen Forschung.