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Behrens: "Ausländerrecht muss dringend reformiert werden" Tauziehen um Kaplan dauert an

Das Tauziehen um den Moslem-Extremisten Metin Kaplan kann sich nach Einschätzung von Nordrhein-Westfalens Innenminister Fritz Behrens (SPD) unter Umständen noch Monate hinziehen. Eine Entscheidung um die Abschiebung des "Kalifen von Köln" ist noch nicht in Sicht.

HB DÜSSELDORF/BERLIN. „Die baldmöglichste Abschiebung Kaplans bleibt unser Ziel“, sagte Behrens auf einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags am Freitag. „Mit dem nötigen Realismus als Jurist muss ich allerdings auch sagen, dass das vielleicht noch Monate dauern kann, bis sämtliche Gerichtsinstanzen eine abschließende Entscheidung getroffen haben.“ Das Bundesinnenministerium sagte zu Medienberichten über angeblich von Kaplan-Anhängern geplante Briefbombenanschläge, es gebe keine entsprechenden Erkenntnisse bei den deutschen Behörden.

Der Sprecher des Innenministeriums, Rainer Lingenthal, sagte Nachfragen bei den türkischen Behörden hätten ergeben, dass Medienberichte über angebliche Warnungen des türkischen Geheimdienstes vor solchen Anschlägen offenbar nicht den Tatsachen entsprächen. „Es gibt jedenfalls keine ernst zu nehmende Bedrohung“, sagte Lingenthal. Auch in deutschen Sicherheitskreisen hieß es am Freitag zu den Medienberichten über geplante Briefbombenanschläge von Anhängern Kaplans in der Türkei: „Wir haben keinerlei Erkenntnisse in dieser Richtung.“ Die Informationen würden mit Skepsis bewertet.

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