BER-Debakel Landesminister schließt Entlassung Mehdorns nicht aus

Der Hauptstadtflughafen bringt Chefmanager Mehdorn in Bedrängnis. In einem Krisengespräch soll er die Probleme erklären. In Brandenburg wird auch eine Ablösung Mehdorns nicht ausgeschlossen. Doch Wowereit hält zu ihm.
Update: 28.02.2014 - 15:29 Uhr 16 Kommentare

Mehdorns leeres Versprechen

BerlinIm Streit über den künftigen Hauptstadtflughafen gerät Flughafenchef Hartmut Mehdorn unter Druck. Brandenburgs Finanzminister Christian Görke (Linkspartei) schließt personelle Konsequenzen nicht aus. Görke beklagte am Freitag im RBB-Inforadio, bereits seit einem Dreiviertel Jahr werde angekündigt, eine Planung zur Inbetriebnahme des Hauptterminals vorzulegen und vor allem auch eine Gesamtfinanzierung. „Das steht alles aus.“

Auf die Frage, ob Mehdorn bei weiteren Problemen möglicherweise eine Entlassung drohen könnte, sagte Görke: „Darüber werden wir dann in den Gremien zu reden haben.“ Der Minister forderte Mehdorn auf, rasch einen Zeit- und Kostenplan für den Flughafen vorzulegen. „Er muss liefern“, sagte Görke.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hält weiter zu Mehdorn. „Herr Mehdorn hat unser Vertrauen. Und er ackert mit allen Kräften, dass tatsächlich dieses Projekt zum Erfolg geführt wird“, sagte Wowereit.

Um die aktuelle Lage zu besprechen, hatten sich zuvor Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), der Verkehrsstaatssekretär des Bundes, Rainer Bomba, und Mehdorn bei Wowereit im Roten Rathaus getroffen. Wowereit ist auch Vorsitzender des Flughafens-Aufsichtsrats. Streit gibt es vor allem, nachdem Mehdorn vor weiteren Verzögerungen bei einer Eröffnung des Flughafens wegen Problemen mit dem Schallschutz gewarnt hatte.

Erst am Donnerstagabend musste Mehdorn im Flughafen-Sonderausschuss des Brandenburger Landtags Kritik einstecken. Der Flughafenchef hatte neue Behörden-Auflagen für die Verschiebung der Nordbahn-Sanierung am neuen Hauptstadtflughafen für Verzögerungen verantwortlich gemacht.

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16 Kommentare zu "BER-Debakel: Landesminister schließt Entlassung Mehdorns nicht aus"

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  • das ist wie mit computer. einst sollten sie unser leben erleichtern. nun bestimmen sie es, beschäftigen uns mit sinnlosen meldungen und machen uns noch krank......zuviel sitzen :-)

  • schreien Sie es nicht raus. nachher wird harti lobbyist der französischen firma veolia(die privatisieren deutsches trinkwasser). Dann haben wir den salat. dann werden wir bald gezwungen sein "schwarz und geheim" regenwasser zu sammeln. Was natürlich nur so lange gut geht bis a la GEZ jeder haushalt eine regenwasserabgabe bezahlen muss.

    Politikergedanken: die kunst ist, das huhn zu rupfen ohnen das es schreit.

  • Da kann ich mithalten. Bin schon sogar selber geflogen und kenne mich mit internationalen Flughäfen aus. Außerdem darf der Mehdorn unter meiner Aufsicht weiterarbeiten, als Sekretärinnen Assistent. Er würde viel lernen. Damit würde ich auch gern Herrn Wowereit entgegen kommen. Wissend, in der Politik wäscht eine Hand, die Andere.
    Ich könnte sogar versprechen, dass wir zwei oder drei Terminals innerhalb 3 Monaten eröffnen. Übergangsweise in Fertigbauweise, direkt an der Startbahn. Spart Kosten und man kann sie äußerst kostengünstig erweitern. Sie sehen, durch die sofortigen Einnahmen sind meine Mehr-Kosten locker gedeckt.

    Hochachtungsvoll U.Reissner


  • pobereit ist der top mann:
    er ist schwul, schmeisst steurgelder aus dem fenster und baut den staat und die hauptstadt erfolgreich zum sklaven und moslemstaat um.
    Wer sollte den rauskicken wollen? ..ausser natürlich das urdeutschevolk? Und das hat nunmal nichts zu sagen. Und wie ich es sehe traut es sich auch nicht etwas zu sagen.

  • mhhhh....

    also in der zeit, in der hier schon am BER rumgefrickelt wird, haben die in Dubai eine ganze Stadt gebaut - incl. Flughafen und Rodelbahn.

    Vielleicht sollten die sich mal einen von dort holen. Die scheinen sich mit Großprojekten auszukennen ;-)

  • Macht aber nix, schließlich geht es ja darum, dass von BER Flugzeuge starten und landen, ohne dass der Laden dabei abfackelt. Das bekommen wir hin. Auch die Schlaglöcher, die bereits auf den Pisten auftauchen, bzw. diese unterminieren, schrecken uns nicht. Die Straßen hier sind auch nicht besser. Zunächst stellen wir Warntafeln auf und verteilen Knöllchen an die Flieger, die trotzdem rein fahren oder verdienen an den Reparaturen. Alternativ gibt es eine Pisten-Maut für ausländische Fluggesellschaften, was im Sinne unseres Verkehrsministers sein dürfte. Mit den Einnahmen können wir dann die Sanierung finanzieren. Gut, gell! Also chillt mal, alles ist lösbar.

    Und - jetzt kommt das Beste: für weniger Geld, als Sie unserem künftigen Vorgänger zahlen. Ja, genau! Jeder von uns verlangt nur 45% des Gehalts von Herrn Mehdorn. Zwei zum Preis von sogar weniger als einem. Es liegt sicher im Interesse aller Stakeholder, das Ihnen nun vorliegende Angebot mit uns zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Es wäre dann auch endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis für Sie, wenn es Ihnen gelänge, uns zu verpflichten!

    Wir freuen uns auf Ihren Terminvorschlag zur Besprechung letzter Details unserer Verträge.

    Mit vorzüglichem Dank!

  • Lieber Herr Wowereit, sehr geehrter Aufsichtsrat,

    im Handelsblatt war zu lesen, dass in Ihrem Gremium gewisse Befürchtungen herrschen, es fände sich niemand für den Posten von Herrn Mehdorn.

    Mitnichten! Freuen Sie sich, denn hiermit bewerben wir uns als Geschäftsführer des Flughafens BER! Folgende Argumente werden Sie überzeugen:

    - Sachkenntnis. Einer von uns ist Bauingenieur und hat über irgendwas zum Thema Wasserbau seine Diplomarbeit geschrieben. Obwohl bei BER vieles nicht klappt, gehen wir momentan davon aus, dass doch auch dort im Rahmen gewisser physikalischer Gesetzmäßigkeiten Feuer mit Wasser gelöscht werden kann. Dieses Problem mit der Brandschutzanlage liegt also in unserem Kompetenzbereich, mindestens so sehr jedenfalls wie in jenem des Herrn Mehdorn. Zudem sind wir bereits mehrfach geflogen (sogar Helikopter) - also, nicht selbst, aber das tut jetzt nichts zur Sache - und wissen daher ganz genau, wie ein Flughafen aussieht. Nicht nur von außen!

    - Kein Egoismus, keine Beweihräucherung. Ja, genau! Wir müssen uns nicht profilieren. Wir wissen, dass wir gut sind. Sie werden begeistert sein!


    Dagegen können wir mit folgendem nicht dienen:

    - Dilletantismus. Diese Qualifikation, die - mit seltenen Ausnahmen - bisher offensichtlich ganz wesentlich für die Wahl von BER-Geschäftsführern war, ist uns nicht gegeben.

    - Politische Rücksichtnahme. Sorry, liebe Politiker, die ihr auch im Aufsichtsrat sitzt und uns bitte trotzdem engagiert. Wir werden sachorientiert arbeiten, das schließt schon mal aus, dass wir uns mit fachfremden Typen aufhalten, die die Welt in rot, grün, schwarz, ganz rot oder sonstwie farbenfroh unterteilen. Wir sind hier nicht bei Pippi Langstrumpf in der Villa Kunterbunt! Es geht um einen Fluchhafen!

    Um politischen Firlefanz und irgendwelche Interessengrüppchen hier und Sonderthemen da, Postengeschacher oder den karierten Hammerdollenengerling, der zwei Meter neben der Piste brütet, werden wir uns nicht kümmern.

  • ...ein wenig differenzierter wünsche ich mir das hb schon...mehdorn mag nicht die beste Wahl gewesen sein für die Aufgabe, dass wowereit ihn jetzt in "Schutz" nimmt spricht schon bände...hat vielleicht der vorgänger gar keine Fehler gemacht sonder war einfach ein baueropfer von profilsüchtigen politikern, die Verordnungen vorschieben um ihre eitelkeiten zu befriedigen? Der vorgänger hat nach dem Brand in Düsseldorf hervorragende Arbeit geleistet, ausgerechnet er soll den brandschutz vernachlässigt haben? Wann werden die Leute endlich wach. Solche Projekte können nicht von Politikern gesteuert werden, wann schiebt hier endlich einmal einer einen Riegel vor? Herrn mehdorn in Schutz zu nehmen liegt mir fern, wenn er aber fordert, dass er testen möchte und dies abgelehnt wird, von den üblichen nullcheckern, was soll er denn machen, wenn es einen projektplan gibt und tests darin vorgesehen sind, dann müssen diese auch durch geführt werden, wie kommt man dann darauf diese nicht zu genehmigen...was für ein,schildbürgerstreich ist das eigentlich?

  • Warum man einen Menschen wie Mehdorn, der weder bei der Bahn noch bei Air Berlin einen guten Job gemacht hat als Retter des BER eingekauft hat ist mir ein Rätsel?

  • Was könnte Mehdorn als nächstes kaputt wirtschaften?
    Gibt es vielleicht noch etwas zu Wasser?

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