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Bericht des Innenministeriums Beschäftigte des Bundes waren im Schnitt 20 Tage krank

Fast 20 Tage haben die gut 250.000 Beschäftigten der deutschen Bundesverwaltung im Jahr 2013 wegen Krankheit gefehlt. Fast fünf Millionen Arbeitstage sind deswegen ausgefallen.
23.12.2014 - 13:20 Uhr Kommentieren
Beschäftigte der Bundesverwaltung waren 2013 durchschnittlich 19,75 Tage wegen Krankheit nicht im Dienst. Quelle: dpa

Beschäftigte der Bundesverwaltung waren 2013 durchschnittlich 19,75 Tage wegen Krankheit nicht im Dienst.

(Foto: dpa)

Berlin Die gut 250.000 Beschäftigten der Bundesverwaltung waren 2013 durchschnittlich 19,75 Tage wegen Krankheit nicht im Dienst. Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsförderungsbericht des Bundesinnenministeriums hervor. 2012 waren es demnach durchschnittlich 19,25 Fehltage gewesen.

Etwas niedriger ist dem Bericht zufolge der Krankenstand, wenn man nur die obersten Bundesbehörden, wie zum Beispiel Ministerien, ohne angeschlossene Behörden des jeweiligen Geschäftsbereichs betrachtet. Hier betrug 2013 die durchschnittliche Zahl der krankheitsbedingten Fehltage 15,94 und lag damit fast vier Tage unter dem Gesamtwert.

Für die Geschäftsbereichsbehörden, in denen deutlich mehr Mitarbeiter tätig sind, ergab sich ein Wert von 20,12 Fehltagen. Beide Werte stiegen im Vergleich zu 2012 leicht an. Auch in den Jahren zuvor hatte es jeweils eine Zunahme gegeben.

Unter den Ministerien verzeichnete das Forschungsressort mit durchschnittlich 19,85 Fehltagen den höchsten Krankheitsstand, gefolgt vom Verteidigungsministerium mit 19,44 und dem Innenressort mit 18,11. Die wenigsten Fehltage gab es im Justizministerium mit durchschnittlich 12,02 und im Entwicklungsministerium mit 12,89.

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    Spitzenreiter unter den obersten Bundesbehörden war allerdings der Bundesrat mit 21,94 durchschnittlichen Fehltagen, mehr als doppelt so viel wie beim Bundesverfassungsgericht mit 10,86.

    Wie die „Bild“-Zeitung am Dienstag berichtete, nahmen die krankheitsbedingten Fehlzeiten in der Bundesverwaltung seit 2006 um 28,5 Prozent zu. 2013 seien insgesamt fast fünf Millionen Arbeitstage beim Bund krankheitsbedingt ausgefallen.

    Ein Vergleich dieser Werte mit vorliegenden Statistiken aus der Privatwirtschaft ist schwierig, da sich die Berechnungsverfahren teils deutlich unterscheiden. So fließen in den Bericht des Bundesinnenministeriums auch kurze Fehlzeiten von einzelnen Tagen mit ein, die in der gewerblichen Wirtschaft den Krankenkassen oft gar nicht gemeldet werden.

    Auch werden Ausfallzeiten zum Beispiel für Reha-Maßnahmen erfasst, die von den Krankenkassen ebenfalls nicht berücksichtigt werden.

    Der Bericht des Bundesinnenministeriums enthält daher auch eine bereinigte Tabelle, die das Berechnungsverfahren des AOK-Fehlzeitenreports simuliert. Danach ergeben sich beim Bund durchschnittlich 17,74 Abwesenheitstage pro Beschäftigtem. Wird auch der Einfluss des höheren Durchschnittsalters der Bundesbeschäftigten rechnerisch ausgeglichen, sind es 16,03 Fehltage beim Bund.

    Auch nach dieser Statistik liegt die Abwesenheitsquote in der Bundesverwaltung mit 6,39 Prozent aber deutlich über dem AOK-Durchschnittswert von 5,10 Prozent und auch über dem AOK-Durchschnittswert für die öffentliche Verwaltung von 5,80 Prozent.

    • afp
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