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Bericht Walter-Borjans rät SPD von Kanzlerkandidatur ab – Scholz widerspricht

Der Anwärter auf den SPD-Vorsitz zweifelt in einem Bericht daran, ob seine Partei einen Kanzlerkandidaten stellen sollte. Sein Konkurrent untermauert seine Ambitionen.
Update: 06.11.2019 - 13:06 Uhr 1 Kommentar
Walter-Borjans rät zu Verzicht auf SPD-Kanzlerkandidatur Quelle: dpa
Norbert Walter-Borjans

Der Bewerber für den SPD-Vorsitz rät seiner Partei davon ab, in ihrer derzeitigen Verfassung einen Kanzlerkandidaten aufzustellen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Bewerber um das Amt des SPD-Chefs, Norbert Walter-Borjans, rät laut einem Medienbericht seiner Partei davon ab, in ihrer derzeitigen Verfassung einen Kanzlerkandidaten aufzustellen. „Ich glaube, ich würde erst mal dafür werben, dass wir einen Spitzenkandidaten aufstellen“, sagte Walter-Borjans in einem Interview auf Spiegel Online.

Der frühere NRW-Finanzminister gehört mit seiner Partnerin Saskia Esken zu einem der zwei verbliebenen Teams im Rennen um den SPD-Vorsitz. Er glaube nicht, dass die SPD in der Lage sei, „einen Kanzlerkandidaten aufzustellen“, heißt es in dem Bericht weiter. Das wäre ein innerparteiliches Tabu, da bislang die Sozialdemokraten immer mit einem offiziellen Kanzlerkandidaten angetreten sind. Die kleinere Parteien wie Grüne, FDP oder Linke würden hingegen traditionell nur mit Spitzenkandidaten antreten.

Im Gespräch mit dem Spiegel stellt Walter-Borjans auch den Führungsanspruch von seinem Konkurrenten Olaf Scholz in Frage. Wenn er und Saskia Esken Vorsitzende würden, müsse man die Frage stellen, ob es eine Alternative zu Scholz gebe und wie diese aussehen könne. „Ich würde zumindest sagen, dass diese Partei, anders als viele glauben, über eine Menge sehr qualifizierter Köpfe verfügt, über die man dann mal gemeinsam reden müsste“, wird der 67-Jährige weiter zitiert.

Eine Neuausrichtung der SPD müsse „auch personell glaubwürdig“ dargestellt werden. Walter-Borjans selbst müsse „nicht zwingend“ als Vorsitzender auch Spitzenkandidat werden, aber die künftigen Parteichefs müssten „ein klares Wort mitreden können“.

Walter-Borjans Konkurrent um den SPD-Vorsitz, Vizekanzler Olaf Scholz, untermauerte im gleichen Interview seine Ambitionen auf eine Kanzlerkandidatur. Erst einmal gehe es um den Parteivorsitz. „Aber natürlich erwarten die Mitglieder der SPD, erwarten die Anhänger der SPD, dass die Führung der SPD die Fähigkeit besitzt, eine solche Kandidatur auch mit sich selber durchzutragen“, sagte er.

Olaf Scholz und Klara Geywitz oder Nobert Walter-Borjans und Saskia Esken werden die SPD zukünftig führen. Die endgültige Entscheidung treffen die Mitglieder Ende November.

Mehr: Die SPD steht mit der Parteivorsitz-Stichwahl vor einer Grundsatzentscheidung: Scholz und Geywitz wollen die GroKo retten, Walter-Borjans und Esken versprechen einen Neuanfang.

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1 Kommentar zu "Bericht: Walter-Borjans rät SPD von Kanzlerkandidatur ab – Scholz widerspricht"

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  • Jede Partei kann einen Kanzler-Kandidaten nominieren, aber bei einigen ist das laecherlich.
    Meine Mitforisten koennen Ihre Meinung schreiben, wie es um die SPD steht.