Berlin Intern Wolfgang Zöller, ein Freund der Apotheker?

Als er noch mächtiger Gesundheitsexperte der Unionsfraktion war, musste Wolfgang Zöller so manche politische Grausamkeit gegen die Apotheker mittragen. Inzwischen ist der 67-Jährige Patientenvertreter der schwarz-gelben Bundesregierung und muss aus seinem Herzen keine Mördergrube mehr machen.
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Wolfgang Zoeller: Der Gesundheitsexperte hat die Perspektive gewechselt. Quelle: ap

Wolfgang Zoeller: Der Gesundheitsexperte hat die Perspektive gewechselt.

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„Apotheke ad hoc“, einem Mediendienst der Apothekerschaft, kritisiert Zöllr die Rabattverträge für Generika als Verstoß gegen die Therapiefreiheit – dabei hatte er sie selbst mit eingeführt. Der Zwang, ein rabattiertes statt des gewohnten Medikaments einnehmen zu müssen, verunsichere die Patienten unnötig, schreibt er und übernimmt damit altbekannte Argumente der Apotheker. Auch an der im internationalen Vergleich hohen Apothekendichte in Deutschland findet er nichts auszusetzen.

Zöller, ein Freund der Apotheker? So einfach ist die Sache nicht. Der Gesundheitsexperte hat nur die Perspektive gewechselt. Statt um die Kosten geht es ihm nun vor allem um die Patienten. Und die, findet Zöller, würden von den Apothekern schlicht nicht gut bedient, wenn diese sich etwa weigerten, ein nicht vorrätiges Medikament nach Hause zu liefern. Auch ein bisschen Preiswettbewerb hält er für zumutbar bei den nicht-rezeptpflichtigen Medikamenten. Dass deren Preise sich seit Aufhebung der Preisbindung kaum verändert hätten, ähnele schon einer Absprache.

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