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Berlin Polizei: Kein gefährlicher Gegenstand auf Weihnachtsmarkt an Gedächtniskirche

Drei Jahre nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat die Polizei den Breitscheidplatz geräumt. Ein verdächtiger Gegenstand wurde nicht gefunden.
21.12.2019 Update: 21.12.2019 - 23:33 Uhr Kommentieren
Der Weihnachtsmarkt wurde ruhig von allen Besuchern geräumt, teilte die Berliner Polizei mit. Quelle: dpa
Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche

Der Weihnachtsmarkt wurde ruhig von allen Besuchern geräumt, teilte die Berliner Polizei mit.

(Foto: dpa)

Berlin Der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz ist am Samstagabend wegen zwei verdächtiger Männer geräumt worden. Die Polizei fand aber weder auf dem Platz noch in der benachbarten Gedächtniskirche einen gefährlichen Gegenstand, wie ein Sprecher sagte. Entwarnung gab es am späten Abend. Anlass für die mehrstündige Suchaktion waren zwei Männer, die sich verdächtig verhalten hatten und deshalb Polizisten aufgefallen waren.

Der Verdacht, einer der Männer werde mit einem Haftbefehl gesucht, habe sich nicht bestätigt. Als Grund nannte die Polizei eine Namensähnlichkeit. In Anbetracht des Ortes, an dem es vor drei Jahren einen Terroranschlag mit zwölf Toten und Dutzenden Verletzten gegeben hatte, hatte die Polizei nach eigenen Angaben „sensibel reagiert“.

Im Dezember 2016 hatte der islamistische Attentäter Anis Amri einen entführten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gesteuert. Er hatte zuvor den Lkw-Fahrer erschossen und tötete dann bei dem Anschlag elf Besucherinnen und Besucher des Marktes. Dutzende Menschen wurden verletzt, viele von ihnen schwer. Amri wurde später auf der Flucht in Italien erschossen. Mehrere parlamentarische Untersuchungsausschüsse versuchen seitdem, Fehler und Versäumnisse von Behörden aufzuarbeiten.

Am Samstagabend kamen die verdächtigen Männer zunächst in Polizeigewahrsam, wurden am späten Abend aber wieder freigelassen. Alle Besucher hätten das Gelände ruhig und besonnen verlassen, teilte die Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Nach Polizeiangaben waren 250 Beamte mit mehreren Spürhunden im Einsatz.

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    Die beiden Männer hätten wegen ihres Verhaltens verdächtig gewirkt. Als die Polizisten sie ansprachen, „wollten sie sich schnell entfernen“. Zunächst hatte es Medienberichte gegeben, wonach die beiden Kontakte in die islamistische Szene haben. Das konnte die Polizei nicht bestätigen.

    Erst am vorigen Donnerstag, dem Jahrestag des Anschlags, hatten Trauernde an dem Mahnmal Kränze niedergelegt, Kerzen entzündet und still verharrt. Darunter waren Menschen, die bei dem Anschlag verletzt wurden, sowie Ersthelfer von Polizei, Feuerwehr und Schaustellern. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) nahm an dem Gedenken teil.

    Wegen der Suchaktion am Samstagabend wurde auch ein Konzert in der Gedächtniskirche beendet. Danach begann die Polizei mit Sprengstoffspürhunden, das weiträumig abgeriegelte Gelände abzusuchen. Ein Sprecher der Deutschen Bahn teilte mit, wegen des Polizeieinsatzes würden die S-Bahnen am Bahnhof Zoologischer Garten nicht halten. Die Station liegt ganz in der Nähe von Breitscheidplatz und Gedächtniskirche.

    Mehr: Im Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag auf dem dem Berliner Breitscheidplatz widersprechen sich Zeugen. Eine selten angewendete Methode soll helfen.

    • dpa
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