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Berliner Flughafen-Debakel „Wie die Kernschmelze in einem AKW“

Der Druck auf die Verantwortlichen des Debakels um den neuen Berliner Hauptstadtflughafens wächst. Selbst in der großen Koalition in Berlin werden jetzt personelle Konsequenzen für unausweichlich gehalten.
5 Kommentare
Auch er soll seinen Posten räumen: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Flughäfen, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Quelle: dapd

Auch er soll seinen Posten räumen: Der Aufsichtsratsvorsitzende der Berliner Flughäfen, Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

(Foto: dapd)

Düsseldorf Angesichts der der Verzögerungen beim Bau des Hauptstadtflughafens  hat erstmals ein CDU-Politiker aus der großen Koalition in Berlin personelle Konsequenzen gefordert. Der Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, Rainer Schwarz, müsse „schnellstmöglich seinen Platz räumen“, sagte der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann Handelsblatt Online. „Schwarz hat sich erwiesenermaßen als unfähig erwiesen, ein solches Bauvorhaben zu managen, die Krise zu erkennen und in den Griff zu bekommen.“

Wellmann forderte überdiese den Rücktritt von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (beide SPD) aus dem Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft. „Wowereit und Platzeck sind angesichts ihrer Aufgaben als Regierungschefs nicht in der Lage, ihre Aufsichtsfunktion so wahrzunehmen, wie sie es müssten“, sagte der CDU-Politiker. „Sie sollten einem erfahrenen Manager aus der Wirtschaft Platz machen.“

Wellmanns Parteifreund, der Berliner CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel, hält es für zwingend, dass der Aufsichtsrat heute einen Eröffnungstermin festlegt. „Heute muss ein realistischer Eröffnungstermin gefunden werden, der nicht noch einmal verschoben wird“, sagte Steffel Handelsblatt Online. „Sonst machen wir uns zum Gespött in der ganzen Welt.“ Der Aufsichtsrat müsse zudem jetzt schonungslos aufklären, wo die Fehler liegen und wer sie zu verantworten habe.

Wellmann nannte es „in hohem Maße peinlich“, dass die immensen Probleme beim Hauptstadtflughafen nicht frühzeitig erkannt worden seien. „Für das Ansehen Deutschlands und Berlins ist das verheerend.“ Für „gefährdet“ hält der CDU-Politiker angesichts der Unsicherheit über den Eröffnungstermin für den Hauptstadtflughafen die Pläne von Air Berlin, Berlin zum Drehkreuz seines Langstreckenverkehrs zu machen. Dass auch die Lufthansa-Planungen hinsichtlich des neuen Airports auf Eis lägen, verheiße zudem nichts Gutes.

Wellmann schließt vor diesem Hintergrund auch eine mehrjährige Verzögerung nicht aus. „2013 als Eröffnungsjahr ist insgesamt schon sehr ehrgeizig“, sagte er. Der Flughafen in Wien sei immerhin sechs Jahre verzögert gewesen. Wellmann verglich die Situation in Schönefeld mit der Atomkatastrophe in Fukushima. „Was wir momentan erleben, ist wie die Kernschmelze in einem Atomkraftwerk.“ Dass der bisherige Bauplaner mit seinem gesammelten Knowhow abgezogen worden sein, verschärfe die Situation noch.

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5 Kommentare zu "Berliner Flughafen-Debakel: „Wie die Kernschmelze in einem AKW“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hat Herr Wowereit selber schon mal ein Haus gebaut?

    Mir geht es auf die Nerven hier in Deutschland von schwulen Dilettanten regiert zu werden. Damit meine ich auch unseren Vizekanzler.
    Stellen diese Personen die neue Mitte dar? Zusammen mit Frau Merkel, kinderlos?
    Ich komme mir als Familienvater mit leiblichen Kindern im selbstgebauten Eigenheim ziemlich verarscht vor.

  • Der Bürgermeister von Berlin heisst Wowereit, nicht Wovereit. Bitte nochmal üben.
    Und er ist derjenige, der aufgewacht ist und jetzt die Krise am besten managt. Aber es gibt derzeit eine weitreichende (un)heimliche Schadefreude über jedes Missgeschick, das am Flughafen passiert. Und wenn nichts passiert, wird einfach etwas erfunden.
    Ich wünschte mir einen konstruktiveren Umgang mit dem Problem und den Personen, die das Problem zu lösen haben.

  • Zeige mir den Politiker der für einen anderen Job fachlich qualifiziert ist. Wovereit ist Spezialist für die Zerstörung von Infrastruktur, nicht für deren Schaffung! Siehe Schließung des Flughafens Tempelhof.

    Der Flughafen BER kommt voran, wenn Wovereit geht!

  • Wie sagt der Oberaufseher Wowereit so schön beruhigend:
    "Jeder, der schon mal ein Haus gebaut hat, weiss, dass es immer etwas teurer und etwas später wird."

    Na klar, wenn man einen Großflughafen mit der Mentalität eines Häuslebauers angeht, dann wird es halt etwas teurer und etwas später.
    Und wenn man dann die Mentalität eines dummen Häuslebauers hat, dann wird es eben sehr viel teurer und sehr viel später.

    Unterschied: Der dumme Häuslebauer geht pleite und wird so etwas in seinem Leben nie wieder tun.
    Unsere Wowereits haken das mit Steuergeld ab, lassen sich die Untreue und das Versagen als "Dienstzeit" auf die Pension anrechenen und brechen zu neuen Taten auf.
    Natürlich wieder nicht auf eigene Kosten.
    Aber wegen der hohen Verantwortung immer bestens bezahlt.






  • "Dass der bisherige Bauplaner mit seinem gesammelten Knowhow abgezogen worden sein, verschärfe die Situation noch."
    Der war wohl nicht unfähig?

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