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Berufsabschlüsse Bundesrat wehrt sich gegen neue Bezeichnungen „Bachelor/Master Professional“

Der Bundesrat sträubt sich gegen die von Bildungsministerin Karliczek geplanten Abschlüsse „Bachelor“ und „Master Professional“. Der Vermittlungsausschuss soll es richten.
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Bundesrat wehrt sich gegen Bezeichnungen „Bachelor/Master Professional“ Quelle: dpa
Anja Karliczek

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung stößt mit den neuen Bezeichnungen „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ auf Widerstand.

(Foto: dpa)

Berlin Im Streit um die neuen Abschlüsse „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ wird der Bundesrat voraussichtlich den Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag anrufen. Eine entsprechende Empfehlung sprach am gestrigen Montag der federführende Fachausschuss der Länderkammer auf Antrag Baden-Württembergs aus. Das Plenum des Bundesrates entscheidet am 29. November  darüber.

Statt Bachelor und Master Professional will der Bundesrat – gemeinsam mit den Sozialpartnern und Hochschulrektoren – „einheitliche und eigenständige Abschlussbezeichnungen“  entwickeln, die „einerseits deren Wertigkeit verdeutlichen und die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Abschlüsse Ausdruck bringen und andererseits Verwechslungen mit akademischen Abschlüssen ausschließen“. 

Im Juni dieses Jahres hatte der Bundesrat erstmals gegen die von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) geplanten neuen Abschlüsse  votiert – die ihren Gesetzentwurf jedoch unverändert ließ. Dieser enthält neben den Abschlussbezeichnungen vor allem den geplanten neuen Mindestlohn für Azubis, der zum 1.1.2020 in Kraft treten soll.

Der Beschluss verweist nun erneut auf die zahlreichen ablehnenden Stellungnahmen – diese reichen von den Rektoren über Arbeitgeber und Gewerkschaften, die Ingenieure, Handelsverband und  Bauernverband bis hin zur Kultusministerkonferenz. Es widerspreche jedoch der bisherigen „guten Tradition in der beruflichen Bildung“, bei Neuregelungen „einen breiten Konsens aller Akteure zu suchen“, argumentiert Baden-Württemberg

Die Kultusminister hatten verfassungsrechtliche Bedenken, die Rektoren kritisieren eine Vermischung und damit Abwertung der Hochschulabschlüsse Bachelor und Master. Arbeitgeber und Gewerkschaften fürchten, dass die traditionellen Abschlüsse wie Industriemeister oder Fachwirt geschwächt werden und der Praxisbezug nicht mehr so klar ist. Für die neuen Bezeichnungen haben hingegen das Handwerk und der DIHK votiert.

Mehr: Mindestlohn – das sollen Azubis künftig verdienen


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2 Kommentare zu "Berufsabschlüsse : Bundesrat wehrt sich gegen neue Bezeichnungen „Bachelor/Master Professional“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mir erschließt sich absolut nicht, warum etwa der Meister-Titel oder ähnliche geändert werden sollten oder wem das nützen soll?

  • Wer sein Unistudium erfolgreich abschließt, soll sich auch entsprechend bezeichnen dürfen.
    Der Rest ist nur Augenwischerei und soll halbgescheiterte Studierende schützen.

    Es wird doch jetzt bereits viel zu viel abgeschrieben.

    Verkaufen wir doch einfach Doktortitel und die Lügerei ist beendet.