Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Besoldungsreport Beamte in Berlin verdienen deutlich schlechter als in Bayern

Unter Beamten sind die Gehaltsunterschiede von Bundesland zu Bundesland teils erheblich. Die Bundeshauptstadt liegt im Ranking weit hinten.
Kommentieren
Die stellvertretende DGB-Vorsitzende beklagt eine „Besoldungspolitik nach Kassenlage”. Quelle: dpa
Elke Hannack

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende beklagt eine „Besoldungspolitik nach Kassenlage”.

(Foto: dpa)

BerlinBayerns Beamte werden im bundesweiten Vergleich am besten bezahlt, die Staatsdiener in Berlin und im Saarland bekommen am wenigsten Geld. Für die Betroffenen bedeutet das teilweise einen Unterschied von mehreren tausend Euro pro Jahr. Das geht aus dem neuen Besoldungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe hatten zuerst darüber berichtet.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack beklagte eine „Besoldungspolitik nach Kassenlage“. Bund und Länder nähmen es in Kauf, „dass der öffentliche Dienst im Wettbewerb um Fachkräfte oft nicht mehr konkurrenzfähig“ sei. Gerade schlechter zahlende Bundesländer hätten zunehmend Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu gewinnen.

Erst vor wenigen Monaten war bekannt geworden, dass Berliner Polizisten, die die Hauptstadt verlassen wollen, nur schwer einen geeigneten Tauschpartner finden, weil Berlin für Polizisten aus anderen Bundesländern wenig attraktiv ist.

Der DGB hatte die Besoldung der 1,84 Millionen Beamten, Richter und Soldaten untersucht, die bei Bund, Ländern und Kommunen beschäftigt sind. Hannack nannte es nicht nachvollziehbar, dass beispielsweise eine gerade in den Staatsdienst übernommene Justizvollzugsbeamtin in Berlin zwölf Prozent weniger Gehalt bekomme als ihre Kolleginnen in Bayern.

In der Besoldungsgruppe A7, die unter anderem für Brandmeister und für Obersekretäre im Vollzugsdienst gilt, liegt das jährliche Einstiegsgehalt in Bayern bei 30.191,34 Euro brutto, in Berlin hingegen nur bei 26.980,62 Euro. Ähnlich deutlich sind auch die Unterschiede in der Besoldungsgruppe A13 für Regierungsräte und Erste Hauptkommissare: In Bayern liegt die Jahresbruttobesoldung hier bei 65.494,87 Euro, das Saarland bezahlt lediglich 59.780,72 Euro.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

Mehr zu: Besoldungsreport - Beamte in Berlin verdienen deutlich schlechter als in Bayern

0 Kommentare zu "Besoldungsreport: Beamte in Berlin verdienen deutlich schlechter als in Bayern"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.