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Bessere Vermögensbildung CDU will Mitarbeiteraktien stärker steuerfrei stellen

Viele Deutsche haben wenig Vermögen aufgebaut. Die CDU will das nun ändern – und Mitarbeiteraktien in größerem Umfang von der Steuer befreien.
20.10.2020 - 16:10 Uhr Kommentieren
Die Christdemokraten schlagen vor, den steuerlichen Freibetrag für Mitarbeiteraktien auf 3500 Euro pro Jahr zu erhöhen. Quelle: dpa
Arbeitnehmer

Die Christdemokraten schlagen vor, den steuerlichen Freibetrag für Mitarbeiteraktien auf 3500 Euro pro Jahr zu erhöhen.

(Foto: dpa)

Berlin Die CDU will die Anlagekultur in Deutschland stärken und dafür insbesondere die Mitarbeiterbeteiligung über Aktien ausbauen. Die Christdemokraten schlagen vor, den steuerlichen Freibetrag für Mitarbeiteraktien auf 3500 Euro pro Jahr zu erhöhen.

„Damit würden wir an andere europäische Länder anschließen und gleichzeitig auch eine Grundlage zur Förderung der Start-ups ermöglichen“, heißt es in einem Positionspapier mit dem Titel „Mitarbeiterkapitalbeteiligung und Aktienkultur verbessern – Teilhabe am Wohlstand sichern“, das dem Handelsblatt vorliegt und über das zuerst die „Welt“ berichtet hatte.

Die Große Koalition hatte kürzlich zwar eine Verdopplung des Freibetrags von 360 auf 720 Euro beschlossen. Damit blieb die Koalition aber weit hinter den Forderungen der Union zurück.

Weiterer Bonus je Familienmitglied

So soll sich laut dem CDU-Papier der Freibetrag für jedes Familienmitglied über die 3500 Euro hinaus noch um weitere 500 Euro erhöhen. Darüber hinaus sollen nicht genutzte Freibeträge für bis zu zehn Jahre angesammelt werden können. Damit solle die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bei Start-ups gestärkt werden, wo Kapitalbeteiligung ein wichtiges Kriterium ist, heißt es in dem Papier.

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Standort erkennen

    Der Arbeitnehmerflügel der Union begrüßt die Vorschläge. Der stellvertretende CDA-Bundesvorsitzende Matthias Zimmer sagte dem Handelsblatt: „Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung stagniert seit Jahren in Deutschland. Arbeitnehmer sollten stärker am Vermögen der Unternehmen beteiligt sein. Mit einem höheren Freibetrag bauen wir Brücken zwischen Arbeit und Kapital.“

    Auch Kursgewinne nicht mehr steuerpflichtig

    Durch die höhere Steuerfreiheit von Mitarbeiteraktien sichere man auch die Bindung von Mitarbeitern und Unternehmensnachfolgen. „Der Arbeitnehmerflügel der CDU unterstützt daher ausdrücklich die Erhöhung des Steuerfreibetrags und den Aufschlag“, sagte Zimmer. Dem alten Slogan Kapital in Arbeitnehmerhand würde so neues Leben eingehaucht.

    In dem Papier regen die Christdemokraten neben der Mitarbeiterbeteiligung weitere gezielte Förderungen der Aktienkultur an. So fordert die CDU, dass Kursgewinne nach einer bestimmten Haltedauer nicht mehr steuerpflichtig sind.

    Auch die Regelungen zu vermögenswirksamen Leistungen sind aus Sicht der Union nicht mehr zeitgemäß. Bisher können Arbeitnehmer von ihrem Arbeitgeber bis zu 40 Euro im Monat erhalten und beispielsweise über einen Fondssparplan investieren.

    Dieser Höchstbetrag soll nach dem Willen der Partei nach und nach auf 80 Euro verdoppelt werden. Die Arbeitnehmersparzulage soll ebenfalls erhöht werden.

    Mehr: Wie können Mitarbeiter an Unternehmen besser beteiligt werden?

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