Besuch der Grünen Woche Steinbrück will EU-Direktzahlungen stoppen

Der SPD-Kanzlerkandidat will bei einem Wahlsieg mittelfristig die EU-Direktzahlungen für die Landwirtschaft abschaffen. Das sagte Peer Steinbrück auf der Grünen Woche. Zudem forderte er mehr Klimaschutz der Bauern.
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Peer Steinbrück am Steuer eines Mähdreschers. Auf der Grünen Woche in Berlin verkündete der SPD-Kanzlerkandidaten, die EU-Direktzahlungen für die Landwirtschaft stoppen zu wollen. Quelle: dpa

Peer Steinbrück am Steuer eines Mähdreschers. Auf der Grünen Woche in Berlin verkündete der SPD-Kanzlerkandidaten, die EU-Direktzahlungen für die Landwirtschaft stoppen zu wollen.

(Foto: dpa)

BerlinSPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat Bauern und Lebensmittelwirtschaft Reformen unter einer rot-grünen Bundesregierung angekündigt. „Es geht nicht um eine Abwendung von dem, was moderne Landwirtschaft beschäftigt“, stellte er am Freitag bei einem Besuch der Grünen Woche in Berlin klar. Diese Hochtechnologiebranche verdiene Respekt und Anerkennung. Es gehe aber darum, ihr Innovationspotenzial zu nutzen, um „bestimmte Missstände“ und Defizite abzustellen. Diese beträfen Umwelt- und Klimaschutz, Bodenfruchtbarkeit, Artenschutz und den Umgang mit Tieren. Steinbrück sprach sich gegen intensive Massentierhaltung aus.

Der SPD-Politiker forderte, dass die Bauern „mittelfristig“ keine Direktzahlungen mehr von der EU bekommen. Geld aus Brüssel dürfe nicht als bloße Einkommensstützung fließen, sondern nur dann, wenn die Bauern dafür öffentlich erwünschte Gegenleistungen erbrächten: dass sie etwa Klima- und Umweltschutzziele erfüllen, dass sie die biologische Vielfalt oder den Tierschutz stärker beachten.

Steinbrück kündigte an, im Wahlkampf auch um die Stimmen der Menschen auf dem Land zu buhlen. Dort lebten viele Wähler. „Es wäre sehr fahrlässig, geradezu unprofessionell, darauf nicht einzugehen oder zu sagen, dieser ländliche Raum ist eine Domäne der CDU/CSU, deshalb konzentriere ich mich alleine auf die Ballungsräume und deren Problematik.“

  • dpa
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8 Kommentare zu "Besuch der Grünen Woche: Steinbrück will EU-Zahlungen für Landwirtschaft abschaffen"

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  • Vergessen Sie's!

    Der ist nur sauer drauf, dass ihm die Bauern keine Vortragshonorare gezahlt haben.

    Welche Bauer hätte auch nur ein wenig Interesse an seinen schmalspurigen Tölpeleien. Der Mann ist doch wirklich sehr schmal aufgestellt. Als es galt, wie er heute mit Recht kritisiert, etwas in seinem Aufgabenbereich etwas zu verändern, war er nicht präsent. Das galt übrigens nicht nur in seiner Funktion als Bundesfinanzminister und oberster Aufseher der BaFin, sondern auch davor in seiner Aufgabe in der WestLB.

  • Und wieder wird Steinbrück Stimmen verlieren! Wie kann er so einen Quatsch reden, wenn er genau weiß, dass Frankreich bei einer Kürzung des Agrarhaushalts die ganze EU infrage stellt? Es wäre gut, wenn es so käme. Diese heuchlerische EU muss vom Tisch, schnellstens. Deutschland sollte wegen eigener Verschuldung alle Zahlungen an die EU einstellen.

  • ............................
    BAUER SUCHT WÄHLER
    ............................
    steinbrück versucht, für biologische
    landwirtschaft zu werben und so bei
    der grünen wählerschäft zu wildern..
    ..
    aber wird das kalkül aufgehen..??
    ..
    jede stimme für die SPD ist eine
    stimme für eine rot-rote regierung.
    ..
    ..

  • Ihr tut dem guten Peer sicher großes Unrecht:
    Natürlich denkt er viel weiter und beauftrag die Medizinische Technik z.B. Regler an Kühen anzubringen damit die Milchmenge mittels Schalter eingestellt werden kann.
    Keine Milchseen & Co mehr. Nur noch das bezahlen was gekauft wird.
    Schade, dass kein Minister welcher für die Landwirtschaft zuständig ist solche gloreichen Ideen sein Eigen nennen kann. Da muss erst ein roter Peer mit solchn Ideen glänzen.
    Ach ja:
    Ironie AUS.

  • Der Zweck wird sein, dass eine enorme Teuerungswelle auf uns zurast und das ist von Bilderberg-Steinbrück, aber nicht nur von ihm, genau so beabsichtigt. Wie dezimiert man die Menschheit im Sinne der NWO. Eine Möglichkeit: Aushungern! Man kann ja gegen Subventionen sein, aber wenn, dann muss das ganze korrupte, kriminelle System geändert werden und dazu sind alle etablierten Parteien nicht geeignet und schon gar nicht gewillt.

  • wir sollte lieber die derzeitigen politiker abschaffen!

  • Ich schmeiss mich gerade weg. Gerdi hat sich Harz als Berater geholt und nun kommt Peerilein daher und will BAYWA7.0 einführen.

    Und interessant wie verschoben die Parteien doch mit den Jahren agieren. Die Grünen Pazifisten schreien "Mehr Truppe für Mali" und die SPD übernimmt Agrar und Umweltschutzpolitik.
    Diese ganzen MünchhausensInnen sollten langsam mal Land gewinnen. Sogar die Tschechen bzw ihr Staatspräsident haben es geschnallt. Die EU und all ihre Betriebsblinden Akteure stecken in der EU Sackgasse und raus geht nur mit umdrehen und raus.

  • Aber bestimmt nur für die deutschen Bauern, oder glaubt Herr Steinbrück die Franzosen oder Polen lassen sich das gefallen.

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