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Betrügerischer Bankrott Pfahls zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Wegen Bankrotts und Betrugs wurde der ehemalige Verteidigungsstaatssekretär nun vor dem Augsburger Landgericht zu viereinhalb Jahren hinter Gittern verurteilt - kaum weniger als die Staatsanwaltschaft forderte.
09.11.2011 - 19:48 Uhr Kommentieren
Der frühere Verteidigungs-Staatssekretär Ludwig-Holger Pfahls im Augsburger Landgericht. Quelle: dpa

Der frühere Verteidigungs-Staatssekretär Ludwig-Holger Pfahls im Augsburger Landgericht.

(Foto: dpa)

Augsburg Der ehemalige Verteidigungsstaatssekretär Ludwig-Holger Pfahls muss für viereinhalb Jahren hinter Gitter. Das Landgericht Augsburg sah es in seinem Urteil vom Mittwoch als erwiesen an, dass Pfahls ein Millionenvermögen systematisch vor dem Finanzamt und der Justiz versteckte und sich zu Unrecht für mittellos und zahlungsunfähig erklärte.

Nach seiner Verurteilung wegen Bankrotts und Betrugs sagte Pfahls: „Ich habe mich bemüht, die Wahrheit zu sagen.“ Der Vorsitzende Richter Rudolf Weigell sah das anders. Pfahls habe nicht das gemacht, was man „reinen Tisch machen“ nennt. Der Verurteilte könne nun mit Fug und Recht behaupten: „Geiz ist nicht nur geil, sondern auch strafbar.“ Pfahls sei keineswegs zahlungsunfähig, sondern lediglich zahlungsunwillig gewesen.

Pfahls Komplize, der 69 Jahre alte Geschäftsmann Dieter Holzer, wurde zu einer Haftstrafe wegen Beihilfe zum Bankrott von dreieinhalb Jahren Haft verurteilt, Pfahls Ehefrau erhielt eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten wegen Beihilfe.

Die Staatsanwaltschaft hatte für Pfahls fünf Jahre Gefängnisstrafe gefordert. Er habe sein Vermögen von gut fünf Millionen Euro systematisch vor dem Finanzamt und der Justiz versteckt und sich zu Unrecht für mittellos und zahlungsunfähig erklärt, sagte Staatsanwalt Marcus Peintinger.

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    Die Verteidigung plädierte auf eine Freiheitsstrafe von unter vier Jahren. Der 68-Jährige habe gestanden und inzwischen 1,1 Millionen Euro an die Staatskasse gezahlt. Er habe zwei Schlaganfälle hinter sich, leide unter Herzrhythmusstörungen und sei seit März auf der Krankenstation des Untersuchungsgefängnisses untergebracht.

    Staatsanwaltschaft erhöht Forderung für Holzer
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