Bewohner wollen nicht weichen Occupy-Lager in Frankfurt vor dem Aus

Ratten, Alkohol und Schulden: Das Occupy-Lager an der EZB in Frankfurt steht vor dem Aus. Hygienische und soziale Probleme überlagern seit Wochen den kapitalismuskritischen Protest. Jetzt reicht es der Stadt.
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Vor der europäischen Zentralbank haben die Aktivisten ihr Camp errichtet. Quelle: dpa

Vor der europäischen Zentralbank haben die Aktivisten ihr Camp errichtet.

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Frankfurt/MainDie Tage des Occupy-Camps vor der Europäischen Zentralbank in Frankfurt sind nach gut neun Monaten gezählt. Das Zeltlager soll nach dem Willen von Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) wegen der hygienischen Zustände bis zum 31. Juli verschwinden. Müll und Ratten sowie soziale und Suchtprobleme haben den kapitalismuskritischen Protest längst in den Hintergrund gedrängt. Dazu kommen Schulden der Bewegung für Strom, Wasser und Müllentsorgung in Höhe von mehr als 10 000 Euro, wie es bei der Stadt heißt.

Seit Wochen haben die Stadt und die Aktivisten um Lösungen gerungen. Sie kamen dabei aber nur schrittchenweise voran - und geben sich dafür gegenseitig die Schuld. Die Bewohner wollen nicht weichen. Die „permanente Mahnwache“ gegen die Politik der Troika, ESM und Fiskalpakt sei gerade an diesem Ort wichtig - neben EZB und Theater - „der Schnittstelle von Kommerz, Kultur und Prekariat“, argumentieren sie.

Während der „Blockupy“-Proteste im Mai hatte die Bewegung das im Oktober 2011 aufgeschlagene Lager für vier Tage räumen müssen, durfte danach aber zurückkehren. Vorbild war die New Yorker Bewegung „Occupy Wall Street“, die mitten in Manhattan zeltete.

„Wir haben kein Problem mit dem politischen Protest oder mit Occupy, aber die hygienischen Zustände sind unhaltbar“, begründet Dezernent Frank den Schritt. Die Bewohner hätten sich in den vergangenen Wochen zwar schon bemüht, die Lage zu verbessern. „Aber da Ergebnis reicht bei weitem nicht.“

Aktivisten machen Stadt Vorwürfe
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6 Kommentare zu "Bewohner wollen nicht weichen: Occupy-Lager in Frankfurt vor dem Aus"

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  • @eddie - wenn es nach Ihnen ginge dann soll man die Roma gleich in den Main schmeißen damit der Glanz der Frankfurt Lounge mit den stetuerzahlergeretten Banken nicht getrübt wird.
    Wir reden hier von Menschen die das Pech hatten in einem armen, korrupten, mafiösen Land geboren worden zu sein und sie hatten Glück und dürfen sich hier anmaßend außern.
    Jetzt mal was anstrengendes für Sie: Flüchtiges, anstrengungsloses Denken führt zu einer politisch konservativen Einstellung hier nachzulesen - http://www.heise.de/tp/artikel/36/36725/1.html

  • Müll und Ratten sowie soziale und Suchtprobleme haben den kapitalismuskritischen Protest längst in den Hintergrund gedrängt
    -----------------------
    Da halte ich es mit Boris Palmer im Zeit Interview:
    "Manchmal ist Repression angesagt"
    http://www.zeit.de/2011/25/Interview-Palmer

  • Komischer Weise hat seit Monaten die Occupy-Bewegung den Weg in die Presse nicht mehr gefunden. Nun, mit der zwangsweise angeordneten Räumung tauchen sie einmal wieder auf. Auch hier in Kiel soll das Lager zum 01.09. geräumt werden. Die Fläche solle angeblich auch der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht werden. Es handelt sich bei der Fläche um ca. 300 qm Grünfläche in der Nähe des Alten Rathauses. Nicht einmal während der Kieler Woche wurde diese Fläche jemals genutzt, ob wohl die Stadt dort wirklich aus allen Nähten platzt. Also wieder nur ein Scheinargument um
    "Querulanten" los zu werden.

  • "Zwei schwangere Rumäninnen und ihre Männer habe die Stadt zwischenzeitlich in einem Hotel untergebracht..." Super. Hat der dt. Staat sonst nichts zu tun, als rum. Roma-Familien in Hotels auf Kosten der Steuerzahler unterzubringen? Weil die Frauen (wie fast immer) schwanger sind? Pfui Teufel... Immerhin haben die Roma mehr Hirn und Anstand als diese Gutmenschen und sind zurueckgekehrt...

  • Das Lage wurde schon mehrfach geräumt.

    Demonstrationsverbote wie in diktatorischen Staaten:
    http://www.youtube.com/watch?v=Vd0Kdawucf8

  • Hmmm, 15 (in Worten: Fuenfzehn) "Aktivisten" nehmen also fuer sich in Anspruch, "99%" zu sein. Wie waer's mit Nachhilfe in Mathematik?

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