Bilanz 2012 Staat verbucht Rekordeinnahmen

T rotz der Konjunkturabkühlung hat der Staat Ende 2012 noch einmal Rekord-Steuereinnahmen verbucht. Das Gesamtaufkommen von Bund und Ländern stieg im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,7 Prozent.
6 Kommentare
Bund und Länder verbuchten 2012 Rekord-Steuereinnahmen. Quelle: dpa

Bund und Länder verbuchten 2012 Rekord-Steuereinnahmen.

(Foto: dpa)

BerlinBund und Länder haben im vergangenen Jahr so viele Steuern eingenommen wie nie zuvor. Insgesamt verbuchte der Fiskus knapp 552 Milliarden Euro in den Kassen, wie aus Daten hervorgeht, die das Bundesfinanzministerium am Donnerstag veröffentlichte.

Zu dem Rekordergebnis haben vor allem die dank der hohen Beschäftigung stark gestiegenen Lohnsteuereinnahmen beigetragen. Sie allein legten um 6,7 Prozent auf knapp 150 Milliarden Euro zu. Die Umsatzsteuereinnahmen kletterten dank der guten Binnenkonjunktur um 2,4 Prozent auf fast 195 Milliarden Euro. Reine Gemeindesteuern sind in der Aufstellung noch nicht enthalten.

Der Bund allein verbuchte 2012 mit 256 Milliarden Euro 3,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Länder strichen 236 Milliarden Euro ein, was einem Plus von 5,4 Prozent entspricht.

Die starken Steuereinnahmen waren maßgeblich verantwortlich für den positiven Jahresabschluss in den deutschen Staatskassen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen hatten 2012 2,2 Milliarden Euro mehr eingenommen als sie ausgaben. Damit lag der gesamtstaatliche Haushalt gemessen an der deutschen Wirtschaftsleistung des vergangenen Jahres 0,1 Prozent im Plus.

Nach dem Konjunktureinbruch am Jahresende rechnet das Finanzministerium mit einer Frühjahrsbelebung. Die Konjunktur werde im zweiten Quartal "deutlich an Schwung gewinnen". Im vierten Quartal war das Bruttoinlandsprodukt mit 0,5 Prozent so stark geschrumpft wie seit Anfang 2009 nicht mehr. Für das erste Quartal erwarten Ökonomen ein Mini-Wachstum von 0,2 Prozent.

Belastend wirken dürfte aus Sicht der Beamten zunächst noch die schwache Weltkonjunktur. "Das weltwirtschaftliche Umfeld dürfte insgesamt kurzfristig noch dämpfend auf die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland - und hier insbesondere auf die Exporttätigkeit der Unternehmen - wirken", schrieb das Ministerium.

"Erst im Verlaufe dieses Jahres wird die globale Wirtschaftsaktivität wieder allmählich anziehen."

  • rtr
Startseite

6 Kommentare zu "Bilanz 2012: Staat nimmt mehr Steuern denn je ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Würde der Staat, alles Geld dass er braucht, um Schulen, Krankenhäuser, Kindergärten, Straßen, Brücken etc. zu errichten und zu unterhalten, würde der Staat dieses Geld selber aus der Luft schöpfen (Fiat Money) wie es die Privatbanken machen, dann bräuchte er keine Kredite aufnehmen, ergo keine Zinsen zu zahlen, wäre nicht verschuldet und wir bräuchten deswegen keine Steuern zu zahlen.
    So aber bekommt er das Geld von den Banken und muss alles tun, was die Banken wollen. Damit das nicht so offensichtlich ist gibt es ein wenig Geplänkel mit Bankenaufsicht und dem Bund der Steuerzahler, um uns allen Sand in die augen zu streuen.

  • "Dank hoher Beschäftigung gestiegenen Lohnsteuereinnahmen"

    Sagt mal, bin ich der Einzige, der sich bei dieser Aussage komplett verscheißert vorkommt?

    Die einzige "Einnahmequelle", die in den letzten Jahren rabiat gestiegen ist, ist die Mehrwertsteuer, da Vater Staat alles, wirklich alles, unternommen hat, die Preise in Deutschland ins Astronomische klettern zu lassen. Angefangen bei Energie über Lebensmittel bis zu allen anderen Konsumgütern.
    Man könnte sich totlachen, wenn es nicht so traurig wär.

  • Und je höher die Lohnerhöhungen ausfallen, umso mehr kassiert der Staat auch dieses Jahr wieder mit, dank kalter Progession.

  • Tja, je nach Steuerklasse verschwinden erstmal pauschal 40-60% des erarbeiteten Lohnes im Nirvana, von dem Rest gibt es dann noch 19% Märchensteuer, + die div. Extrasteuern wie z.B. bei Tabak, Benzin, Strom usw usw usw. Hier haben wir nicht selten Steueranteile von 70% und mehr. Unterm Strich bleiben dem Michel vielleicht 10-15% übrig. Sowas geht nur hier *kopfschüttel*. Auch von den Sozialleistungen wird konsumiert. Selbst hier gehen wiederlocker 25-35% an Steuern zurück ...

  • Würde mich auch interessieren. Der Bund nimmt 1 € mehr ein und gibt 1,10 € gleich wieder an Tranfsgeldern, wohin auch immer, aus. Der Steuerzahler wird immer weiter geschröpft, damit irgendeine Klientel begünstigt wird, ob Arbeitlose, Südländer, Solarfirmen, Landwirtschaft, Asylanten, etc. Der dt. Arbeitnehmer ist Arbeitssklave für alle anderen.

  • Mich interessiert, wo bleiben diese Rekord-Steuereinnahmen?
    Alles für die Rettungsschirme, EfSF, ESM, Fiskalpakt und Target2?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%