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Bildung und Qualifizierung Jugendstrategie der Regierung: Mehr Freiraum für individuelle Entwicklung

Die Bundespolitik sieht junge Menschen unter erheblichem Leistungsdruck. Ein Strategiepapier der Regierung plädiert für Entfaltungsspielraum.
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Die Bundesregierung identifiziert Bildung als Schlüsselfaktor für die Zukunft. Doch die deutschen Schüler lassen in allen Disziplinen nach. Quelle: Design Pics/Getty Images
Mathefrust an der Tafel

Die Bundesregierung identifiziert Bildung als Schlüsselfaktor für die Zukunft. Doch die deutschen Schüler lassen in allen Disziplinen nach.

(Foto: Design Pics/Getty Images)

Berlin Bildung und Qualifizierung sind „Kernherausforderungen“ der Lebensphase Jugend, heißt es in der gemeinsamen Jugendstrategie der Bundesregierung, die am Dienstag vom Kabinett verabschiedet wurde. Der Bildungserfolg sei zentral für die zukünftigen Erwerbsmöglichkeiten und Lebenschancen, fordert das fast 170 Seiten starke Strategiepapier.

Lern- und Bildungsorte sollten darum auch auf die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen hin ausgestaltet werden. Jugendpolitik müsse aber auch eine Balance zwischen gesellschaftlichen Leistungsanforderungen und der individuellen Entwicklung herstellen.

Denn: „Aufgrund von Verdichtung und Beschleunigung des Alltags, Leistungsdruck und Selbstoptimierung fordern junge Menschen mehr Freiräume, also freie Orte und Zeiten zur selbstbestimmten Verfügung.“

In Deutschland leben 14 Millionen junge Menschen zwischen zwölf und 27 Jahren. Das sind 17 Prozent der Gesamtbevölkerung. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass die Regierung eine gemeinsame Jugendstrategie vorlegt, an der alle Ressorts beteiligt sind.

Die Strategie sei „nicht über die Köpfe der jungen Leute hinweg entstanden“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt bei einem Treffen mit Jugendlichen, die an der Erarbeitung mitgewirkt hatten. Nun müsse die Strategie „mit Leben erfüllt werden“, sagte Merkel. Bundesjugendministerin Franziska Giffey (SPD) versprach eine Politik „mit, für und vor allen Dingen von der Jugend“. Die Regierung wolle gemeinsam für die junge Generation handeln.

Acht weitere Handlungsfelder

Neben „Bildung, Arbeit und Freiräume“ macht die Jugendstrategie acht weitere Handlungsfelder aus, darunter Umwelt, Mobilität und Digitales sowie Wohnen und Gesundheit. „Ob bedarfsgerechter Nahverkehr, schnelles Internet, bezahlbare Mieten oder wirksamer Klimaschutz – Maßnahmen in allen Politikfeldern können Auswirkungen auf die junge Generation haben“, heißt es in der Strategie. Sie benennt 163 konkreten Maßnahmen, die neu ergriffen oder weiterentwickelt werden sollen.

„Klimaschutz ist ein großes jugendpolitisches Thema“, sagte Ministerin Giffey im Kanzleramt beim Gespräch mit den Jugendlichen. Im Strategiepapier heißt es, junge Menschen zeigten bei ihrem umweltpolitischen Engagement, etwa in der Bewegung Fridays for Future, „eine klare Erwartungshaltung gegenüber staatlichen Akteuren, ihr Mandat für die Umsetzung effektiver Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen wahrzunehmen“. Die Regierung verspricht nun, die Jugend bei der Ausgestaltung umweltpolitischer Maßnahmen stärker zu beteiligen.

Mehr: Aktuelle Erhebung – Deutsche Schüler werden im Pisa-Test wieder schlechter.

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