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Berlin-Besuch

Bill Gates, Microsoft-Gründer, spricht bei der Diskussion „Innovationspotenzial in Afrika“.

(Foto: dpa)

Bill Gates „Die Zukunft von Europa und Afrika sind unauflösbar miteinander verknüpft“

Besuch in Berlin: Der Microsoft-Gründer sorgt sich um deutsche Entwicklungshilfe und warnt vor Bevölkerungsexplosion in Afrika.
Update: 16.10.2018 - 12:03 Uhr Kommentieren

BerlinOft sei er in Berlin, sagte Bill Gates. Auch am heutigen Dienstag trifft er sich mit Kanzlerin Angela Merkel, Bundespräsident Frank Steinmeier, Entwicklungsminister Gerd Müller und anderen Regierungsvertretern. Anlass ist die Eröffnung des neuen, zweiten Europa-Büros der Bill & Melinda Gates Stiftung.

Aber in der Sache geht es darum, „das Niveau der Großzügigkeit“ von Deutschland zu behalten, wie es Gates in einer Presserunde am Montag Abend im Hotel Adlon sagte. Die hohen Ausgaben für Flüchtlinge im Inland dürfe nicht zu Kürzungen in der Entwicklungshilfe führen. „Wir machen uns Sorgen“.

Absolut gesehen geben die USA am meisten für internationale Gesundheits- und Entwicklungsprojekte, gefolgt von Deutschland. Die „America First“-Politik von Donald Trump sei aber wenig hilfreich, so Gates. Die von dem US-Präsidenten geforderten Hilfskürzungen würde zwar der US-Kongress abwehren. Aber: „Wenn Geberländer wie Deutschland ihre Entwicklungshilfe senken, fehlen uns die Argumente beim Kongress“.

Auch sei das Geld gut angelegt, vor allem in Afrika. Insgesamt würde sich die Bevölkerungszahl in der Welt bis 2050 stabilisieren. Allerdings würde das Absinken der Geburtenrate in China, Indien oder Indonesien durch einen rapiden Anstieg in Afrika „strukturell umgeschichtet“, vor allem in Ländern wie Nigeria oder Kongo. Leben auf dem Kontinent heute eine Milliarde Menschen, werden es 2050 zwei Milliarden sein. „Die Alterspyramide ist atemberaubend“, sagte Gates.

Würde die Entwicklungshilfe so bleiben wie bislang, wächst die Zahl der Menschen, die unter extremer Armut leiden, von 381 auf 441 Millionen in Afrika. Wird die Hilfe aber zurück gefahren, schnellt die Zahl auf 672 Millionen. Auf einer Rede am Montag auf einer Konferenz in Berlin fügte er hinzu: „Die Zukunft von Europa und Afrika sind unauflösbar miteinander verknüpft“.

Der Besuch von Gates wurde überschattet von der Nachricht, dass sein Schulfreund und Microsoft-Mitgründer Paul Allen in der Nacht zum Dienstag verstarb. Er wurde 65 Jahre alt.

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