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Premium Bismarck und Merkel Die Balance der Macht

200 Jahre nach seiner Geburt sind die Lehren des Otto von Bismarck gefragter denn je. Der Gründer des modernen Deutschlands war ein Meister kluger Außenpolitik. Was Angela Merkel vom Reichskanzler gelernt hat.
13.02.2015 - 13:01 Uhr
Otto von Bismarck darf als grandioser Architekt einer friedlichen Außenpolitik gelten – ein Mann, der als „Lotse“ Einzug in die Geschichtsbücher fand. Quelle: dpa
Pickelhaube der preußischen Armee mit Europaflagge

Otto von Bismarck darf als grandioser Architekt einer friedlichen Außenpolitik gelten – ein Mann, der als „Lotse“ Einzug in die Geschichtsbücher fand.

(Foto: dpa)

Sie war nicht allein. Als Angela Merkel nach einem zermürbenden nächtlichen Verhandlungsmarathon am Donnerstagfrüh vor die Kameras trat, standen neben ihr zwar sichtbar die Kollegen Wladimir Putin, Petro Poroschenko und François Hollande. Für die Weltöffentlichkeit unsichtbar spürte man da aber noch den Geist eines ganz anderen, längst verstorbenen deutschen Staatsmannes: Otto von Bismarck. Dem haftet zwar bis heute ein durchaus ambivalenter Ruf an. Zeitgenossen nannten ihn einst das „Reichsungeheuer“. Und manche brutale Äußerung des ostelbischen Junkersohns, preußischen Gesandten, Außenministers, Ministerpräsidenten und schließlich Reichskanzlers schockiert bis in die Gegenwart. Einerseits.

Andererseits ist seine Bedeutung als Beförderer der deutschen Einheit nach dem Krieg von 1870/71 gegen Frankreich unbestritten: Er hat das Deutschland erst gegründet, das wir heute kennen. Und mehr als das: Er darf als grandioser Architekt einer friedlichen Außenpolitik gelten – ein Mann, der als „Lotse“ Einzug in die Geschichtsbücher fand.

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