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Bitkom-Studie Jeder zweite Internetnutzer ist Opfer von Cyberkriminalität

Die Hälfte der Internet-Nutzer in Deutschland war im vergangenen Jahr von Cyberkriminalität betroffen. Komplexere Passwörter können schützen.
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Laut der Bitkom-Studie sind bei fast einem Viertel der Befragten im vergangenen Jahr persönliche Daten illegal genutzt oder an Dritte weitergegeben worden. Quelle: dpa
Cyberkriminalität

Laut der Bitkom-Studie sind bei fast einem Viertel der Befragten im vergangenen Jahr persönliche Daten illegal genutzt oder an Dritte weitergegeben worden.

(Foto: dpa)

BerlinJeder zweite Internetnutzer in Deutschland ist laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität geworden.

Bei fast einem Viertel der Befragten (23 Prozent) seien deren persönliche Daten illegal genutzt oder an Dritte weitergegeben worden, teilte der Bitkom am Mittwoch mit. So wurden im vergangenen Jahr zwölf Prozent der Internetnutzer nach eigenen Angaben beim privaten Einkauf oder bei Verkaufsgeschäften betrogen, elf Prozent gaben an, dass ihre Kontodaten missbraucht wurden.

Wie der jüngste Datenskandal um einen 20-jährigen Schüler aus Hessen gezeigt hat, lässt sich mit vergleichsweise einfachen Mitteln großer Schaden anrichten. Der bereits am Sonntag festgenommene Mann hatte teils sehr persönliche Daten von rund 1000 Politikern und Prominenten gesammelt und öffentlich auf Twitter verlinkt. Nutzer könnten aber mit einfachen Maßnahmen einen Datenmissbrauch oder Identitätsdiebstahl erschweren, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Bitkom rät zu schwierigeren Passwörtern

Der Bitkom riet am Mittwoch erneut dazu, neben regelmäßigen Updates der genutzten Software und der Zwei-Faktor-Authentifizierung für den Zugang zu Plattformen auch komplexere Passwörter zu nutzen, die sich nicht leicht erraten ließen. Allein daran scheiterten jedoch schon viele Nutzer im Alltag, sagte Thorsten Urbanski, Sprecher des IT-Sicherheitsdienstleisters Eset. Bei der Vielzahl an Passwörtern, die durchschnittlich genutzt werden, seien komplexe, kaum zu merkende Passwörter wenig praktikabel.

Urbanski riet dazu, einen Passwortmanager zu verwenden. „Die gibt es ja, man müsste sie nur einsetzen - wenn es schon ein Schüler schafft, an sensible persönliche Daten zu kommen“. Generell sei nach den Erfahrungen der vergangenen Woche mehr Aufklärung beim Umgang mit den eigenen Daten angeraten, etwa mit einem „7. Sinn“, wie es ihn damals im TV für Autofahrer gab.

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