Brandbrief Strauß-Sohn stellt sich gegen Seehofer

An der Griechenland-Politik von CSU-Parteichef Horst Seehofer lässt er kein gutes Haar: Max Josef Strauß, der Sohn des CSU-Urgesteins Franz Josef Strauß, setzt sich massiv für einen Verbleib der Griechen im Euro ein.
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Max Josef Strauß, der Sohn des früheren bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Quelle: dpa

Max Josef Strauß, der Sohn des früheren bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß.

(Foto: dpa)

BerlinDer Sohn des früheren bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, Max Josef Strauß, hat die Griechenland-Politik der CSU-Spitze kritisiert und ein Umdenken gefordert. Konkret wendet sich Strauß in einem Handelsblatt Online vorliegenden Brief an CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt gegen die Position der Parteiführung, Krisenländern wie Griechenland auch das Ausscheiden aus der Euro-Zone zu ermöglichen.

Strauß begründet seine ablehnende Haltung mit zusätzlichen Lasten im dreistelligen Milliardenbereich, die im Fall eines Euro-Ausstiegs Griechenlands auf die deutschen Steuerzahler zu kämen. „Mich würde interessieren“, schreibt Strauß an Dobrindt, „wie die CSU den Wählern erklären will, dass solche gigantischen Beträge nach Griechenland fließen, damit den griechischen Steuerhinterziehern ihre Beute bleibt und der Sumpf weiterbesteht.“

Aus diesem Grund müsse Griechenland im Euro bleiben, betont Strauß, der Mitglied der CSU ist. Darüber hinaus hält er es für nötig, „dass Experten der EU in das griechische Finanzministerium und andere Ministerien entsandt werden, um endlich dort die Verwaltung in Gang zu bringen“. Die bisher dort tätigen Berater reichten „ganz offensichtlich nicht aus, um dem Chaos Herr zu werden“.

Die CSU will dagegen ein Euro-Ausscheiden Griechenlands nicht ausschließen. In einem Parteitagsbeschluss vom 7.Oktober 2011 heißt es dazu: „Euro-Staaten, die sich nicht an die gemeinsamen Regeln der Haushaltsdisziplin halten und dadurch sich und die Währungsunion in Schwierigkeiten bringen, müssen damit rechnen, die Währungsunion verlassen zu müssen.“

Strauß warnt vor schweren wirtschaftlichen Folgen
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20 Kommentare zu "Brandbrief: Strauß-Sohn wettert gegen Seehofers Griechenland-Politik"

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  • Ich denke, da sollten zwei Dinge korrigiert werden:

    1. Seehofer macht keine Griechenland-Politik, sondern der schaut zu wie Merkel sie macht.

    2. Der Strauß-Sohn ist kein CSU-Urgestein, sondern ein störender Putzlumpen im Getriebe der CSU.

  • Also den Strauß-Sohn als Urgestein der CSU zu bezeichnen, ist schon wahnwitzig.
    Liebes HB, was für ein Journalist hat denn das geschrieben? Dem fehlt ja offenbar jede Ahnung
    Dieser Strauß-Sohn, dieser Fatzke, der meint, er müsse seinen Vatr nachmachen, soll mal bedenken, dass die Schuhe eines FJS ihm um viele Nummern zu groß sind.
    Was soll das überhaupt, dass dieser gescheiterte Fatzke, der kein Amt in der CSU hat, jetzt glaubt, er müsse sich fortwährend einmischen mit kruden Thesen?

  • Dass Herr Strauß, sagen wir mal, " sehr fragwürdige Aussagen und Entscheidungen" getroffen hat und "recht gut dabei weggekommen" ist, steht außer Frage.

    Aber die Argumentation ist aus meiner Sicht nicht falsch.
    Denn solange die grichischen Schulden nicht in etwas "Festem", wie Gold, angesetzt wird, so werden die Helenen einfach die Druckmaschienen anwerfen und ihre Schuldner mit "Monopoly-Geld" ausbezahlen.
    Momentan sitzen die Eurostaaten mit Grichenland ganz vorne gemeinsam in einer Art Achterbahn und Grichenland ist schon ganz grün vor Übelkeit.
    Springen deswegen alle anderen Fahrgäste aus der fahrenden Achterbahn ?
    Oder ergreift man nicht eher die Initiative, um einen "Malheur" zu verhindern ?
    Aber im Ernst:
    Ich weiß nicht wie gut die Leute in den Behörden sind was Ratschläge in Systemumstellungen und Verfahrensoptimierung sind, aber aus meiner Sicht ist Staatsverwaltung nichts anderes als ein Dienstleisungsunternehmen.
    Warum also nicht Leute, die nachweislich etwas davon Verstehen, weil es Ihr Beruf ist und sie schon Großunternehmen wieder in die "schwarzen Zahlen" zu führen, hinschicken ?
    Mein Rat währe: Unternehmensberater wie Roland Berger ( Privatisierung der staatlichen Lufthansa ), um nur einen zu nennen, entsenden und auch mit Befugnissen auszustatten, dort wirklich etwas bewegen zu können.
    Was ist eure Meinung dazu ?

  • Wer weiß, auf was sich unsere Vorturner alles eingelassen haben, und nun nicht mehr vorwärts oder rückwärts gehen können. Hauptsache das Volk funktioniert einwandfrei, arbeitet wie die Esel, zahlt Steuern und Abgaben wie der Mittelstand und wählt seine Vertreter wie Kinder beim Auszählreim. Nur so ist gewährleistet, daß der ganze Irrsinn Europas, insbesondere von den Deutschen, getragen werden kann. Bald hats ein Ende, denn dann sind wir ausgestorben worden.

  • Strauß junior scheint wieder gesund zu sein also gibt es nur eins neue anklage und neues urteil

  • Wenn ein vertrauter, ungefährlicher Weg zum Ziel begangen wird und an einer bestimmten Stelle dieser Weg verlassen wird, um auf kürzerem Weg zum Ziel zu kommen und sich herausstellt, dass dieser Weg im letzten Teil nicht oder nur unter Lebensgefahr begehbar ist, sollte zum alten Weg zurückgegangen und von dort die letzte Wegstrecke zum Ziel angegangen werden.
    Zum Thema :
    Der vertraute Weg hat den Namen "Nationalwährungen", der kürzere, (für Deutschland) lebensbedrohliche Weg hat den Namen "EURO".
    Warum sollte in der Europapolitik nicht möglich sein, was bei der Bergwanderung ohne weiteres möglich ist ????
    Nämlich die Rückkehr zu den Nationalwährungen, verbunden mit der Möglichkeit von Wechselkurs-Anpassungen.

  • Alle EUR-Probleme wären mit einem Schlag erledigt - mit Deutschland s Austritt. Die Süd-Peripherie mit Frankreich hätte eine Gemeinschaftswährung, die der wirtschaftlichen Stärke der Region entspräche. Der politische Auftrag, Deutschlands Stärken zugunsten einer französisch dominierten EU zu vergemeinschaften, ist fehlgeschlagen.

  • Wer soll das denn sein? Interessiert irgendjemanden was der zu erzählen hat? Mich jeenfalls nicht!!! Raus aus dem Euro bevor es zu spät ist!

  • Zu blöd für den Genitiv:
    "um dem Chaos Herr zu werden“...."

  • Zu blöd für den Genitiv:
    "um dem Chaos Herr zu werden“...."

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