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Brandenburgs AfD-Chef „BER-Projekt so schnell wie möglich stoppen“

Die Brandenburger AfD hat viel vor, sollte sie den Einzug in den Potsdamer Landtag schaffen. Parteichef Gauland will gegen den Flughafen BER kämpfen. Rechte Umtriebe in der AfD hält dagegen für unproblematisch.
10.09.2014 - 00:00 Uhr 6 Kommentare
Transparent am Terminal des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld (Brandenburg): Geht es nach der AfD, dann wird der Flughafen anderswo neu errichtet. Quelle: dpa

Transparent am Terminal des Flughafens Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) in Schönefeld (Brandenburg): Geht es nach der AfD, dann wird der Flughafen anderswo neu errichtet.

(Foto: dpa)

Berlin Bei einem Einzug seiner Partei in den Potsdamer Landtag will sich der Chef der Brandenburger Alternative für Deutschland (AfD), Alexander Gauland, dafür einsetzen, dass der neue Hauptstadtflughafen BER an einem anderen Standort errichtet wird. „Ich bin dafür, das BER-Projekt so schnell wie möglich zu stoppen und die Reißleine zu ziehen. Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“, sagte Gauland Handelsblatt Online.

Der BER in Schönefeld könne allenfalls als Übergangsflughafen in Betrieb genommen werden, sagte Gauland weiter. „Gleichzeitig muss die Flughafenplanung ganz von vorn beginnen – mit einem geeigneten Standort.“ In Frage kommen dafür aus Gaulands Sicht Sperenberg oder Jüterbog uin Brandenburg. „Der Staat sollte aber dann die Finger davon lassen“, fügte der Vize der Bundes-AfD hinzu. „Nicht die öffentliche Hand sollte den Flughafen bauen, sondern private Investoren.“

Die Entscheidung, den Berliner Flughafen Tegel zu schließen, hält Gauland für falsch. „Ich könnte mir vorstellen, dass Tegel für Privatflieger, kleinere Maschinen oder auch als Regierungsflughafen zugelassen bleibt“, sagte der AfD-Politiker.

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    Die Klarheit, mit der Gauland sich gegen den BER positioniert, ist bei der Auseinandersetzung mit rechten Umtrieben in der AfD kaum zu erkennen. Er könne „niemandem die AfD-Mitgliedschaft verweigern, nur weil er für kurze Zeit Mitglied in einer rechten Partei war“, sagte Gauland Handelsblatt Online. „Die Linkspartei besteht ja auch zu einem großen Teil aus Menschen, die sich einmal auf einem politischen Irrweg befanden.“ Die Vorgängerpartei SED sei nun einmal ein „großer Irrtum“ gewesen. „Insofern sehe ich bei uns keinen Handlungsbedarf.“

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    6 Kommentare zu "Brandenburgs AfD-Chef: „BER-Projekt so schnell wie möglich stoppen“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Ich stimme Gauland zu BER absolut zu. Auch seine Äußerungen zur NPD sind sehr klug gewählt wenn auch dies der vermeintliche Mainstream natürlich nicht so sehen wird!
      Ja man sollte zu seiner Meinung stehen und diese vertreten auch wenn dies Applaus von der falschen Seite mit sich bringen könnte. Das muss ja nicht zwangsläufig bedeuten das die Meinung dann falsch ist. Genau das wäre übrigens das Schwarz-Weiß-Denken was man auch der AfD so oft vorwirft!

    • Dieser Flughafen wird doch nie eröffnet, also it es doch bessr die Reißleine zu ziehen.
      Mit diesem Flughafen hat Deutschland sich schon in der gazen Welt lächerlich gemacht

    • Titel: „BER-Projekt so schnell wie möglich stoppen“

      Das ist einfach nur dummes populistisches Geschwätz und abseits jeder Realität.

      Da werden dem Wähler Möglichkeiten vorgeschwindelt, deren Verwirklichung katastrophale wirtschaftliche Auswirkungen auf Brandenburg und Berlin hätten.

    • Recht hat er! Man sollte schlechtem Geld kein gutes Geld hinterher werfen.

      Private Investoren sind gut, aber sie müssen das volle Risiko tragen und nicht wie die Banken die Risiken auf die Allgemeinheit abwälzen können.Wenn das gut vertraglich geregelt ist, dann hat Berlin in 3 Jahren einen funktionierenden ganz neuen Flughafen.

      Einfach mal in Dubai oder Peking nachfragen wie man einen Airport in 3 Jahren baut - die können das!

    • "„Der Staat sollte aber dann die Finger davon lassen“, fügte der Vize der Bundes-AfD hinzu. „Nicht die öffentliche Hand sollte den Flughafen bauen, sondern private Investoren.“"

      Man müsste dann aber acuh eine volle Verantwortung der privaten Investoren umsetzen. Erfahrungsgemäß stehlen sie sich aus der Verantwortung, wenn die Gewinne nicht sprudeln: siehe Elbphilharmonie!
      http://www.taz.de/!137807/

    • Der BBI/BER ist eine Erfolgsstory: Zitat Wowereit.
      -------------
      Das kann man heute bewundern.
      Eröffnungstermin - wenn überhaupt - offen.
      Die Kosten für dieses Projekt "Made in Berlin" gehen durch die Decke.
      Aber für Wowereit ist das alles kein Problem. Es gibt ja den LFA. Da zahlt Bayern, und Berlin ist "Arm, aber sexy"!

      Und Provinzfürst Wowereit lässt sich eine monumentale Statue errichten.

      [b]Der Koloss von Castellón[b]

      Auf dem nagelneuen Flughafen ist zwar noch nie ein Flugzeug gelandet, doch Provinzfürst Carlos Fabra hat sich trotzdem eine monumentale Statue an den Eingang bauen lassen. Ein modernes Sinnbild dafür, was alles falsch läuft in der spanischen Pleiteregion Valencia.

      Quelle: FAZ
      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/flughafen-valencia-der-koloss-von-castellon-11830672.html

      Und Berlin unterscheidet sich in nichts von Castellón.

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