Braunkohletagebau Kein Kompromiss für Hambacher Forst – Rodung beginnt Mitte Oktober

Der Streit zwischen Naturschützern und RWE um die geplanten Rodungen im Hambacher Forst bleibt ohne Lösung. RWE will daher planmäßig mit den Arbeiten beginnen.
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Umweltaktivisten versuchen die Rodung des Waldes zu verhindern. Quelle: dpa
Hambacher Forst

Umweltaktivisten versuchen die Rodung des Waldes zu verhindern.

(Foto: dpa)

BerlinEin Treffen zwischen dem Energiekonzern RWE und Umweltschutzverbänden zum Hambacher Forst ist ergebnislos zu Ende gegangen. Die Gespräche hätten keine Annäherung gebracht, teilte Greenpeace am Dienstag mit. Greenpeace, der BUND und der Deutsche Naturschutz Ring (DNR) hatten gefordert, die geplanten Rodungen auszusetzen, bis die derzeit tagende Kohlekommission ihre Arbeit abgeschlossen hat.

RWE hatte bei dem Treffen, das bereits am Montag stattgefunden hatte, vorgeschlagen, erst ab dem letzten geplanten Sitzungstag der Kohlekommission am 15. Dezember mit dem Fällen der Bäume zu beginnen. Dafür sollten die Verbände im Gegenzug aber die Rodung des Waldes, der westlich von Köln liegt, öffentlich akzeptieren.

RWE argumentiert, der 15. Dezember sei „der theoretisch spätest mögliche Termin, um noch einen zeitgerechten Abschluss der Arbeiten bis Ende Februar 2019 entsprechend den Natur- und Artenschutzbestimmungen zu ermöglichen“. Eine Verschiebung von Mitte Oktober auf Mitte Dezember hatte das Unternehmen unter den Vorbehalt gestellt, „dass die Bundesregierung und das Land diese Verschiebung unterstützen und auch die öffentlichen Stellen und Sicherheitskräfte dieses Zeitfenster ermöglichen“. Im Gegenzug hätten die Umweltverbände den betrieblich notwendigen Rodungsbeginn ab 15. Dezember 2018 akzeptieren müssen, so die Position des Unternehmen. Dazu seien die Umweltverbände nicht bereit gewesen, kritisierte RWE. „Damit bleibt es bei dem derzeit geplanten Rodungsbeginn ab Mitte Oktober“, teilte der Energiekonzern mit.

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1 Kommentar zu "Braunkohletagebau: Kein Kompromiss für Hambacher Forst – Rodung beginnt Mitte Oktober"

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  • Hallo zusammen,

    ist es nicht in unser aller Interesse den Abbau von Holzkohle zu fördern? die CO2 Emissionen müssen weiter ansteigen, weltweit und das geht mit Kohle E-Werken doch ganz gut.
    Das wird doch andauern auf den Klima Gipfelnd entschieden, oder nicht?!

    Wenn man dann noch den natürlichen Bekämpfer von CO2 rodet, müsste einem doch doppelt geholfen sein. Oder verstehe ich hier etwas falsch?!

    In der Schule schon hört man doch von dem bösen Naturphänomen namens Photosynthese..

    oder habe ich da was falsch verstanden ???

    Gruß, Derek

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