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Breslauer Platz Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof beendet

Aufatmen in Köln: Die Polizei hat eine Geiselnahme am Hauptbahnhof nach stundenlanger Anspannung beendet. Der Geiselnehmer hatte eine Frau in seiner Gewalt, dann griffen die Einsatzkräfte zu.
Update: 15.10.2018 - 19:15 Uhr Kommentieren

Geiselnahme am Kölner Hauptbahnhof

Köln Eine Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof hat die Polizei am Montag stundenlang in Atem gehalten und für ein Chaos auf den Bahnstrecken rund um die Millionenmetropole gesorgt. Der Geiselnehmer erlitt schwere Verletzungen und musste reanimiert werden, auch ein unbeteiligtes Mädchen wurde nach Polizeiangaben schwer verletzt. Die Geisel erlitt leichte Verletzungen. Der Bahnhof wurde evakuiert, Züge wurden weiträumig umgeleitet, einige Züge endeten vorzeitig.

Auch Stunden nach der Geiselnahme waren die Details zum Polizeieinsatz noch weitgehend unklar. In den Mittagsstunden hatte der Mann eine Frau in seine Gewalt gebracht und sich in der Apotheke im Bahnhofsgebäude verschanzt. Zeugenaussagen über Schüsse oder Rauch bestätigte die Polizei zunächst nicht. Nach einem ersten Kontakt mit dem Geiselnehmer versammelte sie Spezialeinsatzkräfte vor dem Gebäude und drang schließlich in die Apotheke ein. Der Geiselnehmer musste nach dem Einsatz wiederbelebt werden. Auf welche Weise und von wem er verletzt wurde, sagte die Polizei zunächst nicht.

Der Polizeieinsatz brachte den Bahnverkehr rund um den zentralen Knotenpunkt Köln nahezu zum Erliegen. Hinzu kam, dass auch die Schnellstrecke nach Frankfurt nach einem ICE-Brand mehrere Tage gesperrt ist.

Mehrere Stunden nach dem Ende der Geiselnahme ist der gesperrte Kölner Hauptbahnhof wieder freigegeben worden. Das twitterte die Deutsche Bahn am Montagabend. „Gleise 1 bis 9 wieder befahrbar“, hieß es weiter. Es komme aber weiterhin zu Verspätungen rund um den viel befahrenen Schienenknotenpunkt.

Erste Notrufe vom Bahnhof hatten die Polizei am Mittag erreicht. Der Vorplatz des Hauptbahnhofs zum Dom wurde gesperrt und gesichert. Auch den Breslauer Platz an der Rückseite des Bahnhofs, an dem die Apotheke liegt, sperrten Einsatzkräfte großräumig ab. Spezialeinsatzkräfte sammelten sich dort und bereiteten sich auf den Zugriff vor. Im Kurznachrichtendienst Twitter warnte die Polizei: „Bitte meiden Sie den Bereich.“ Zu Forderungen des Mannes äußerte sich die Polizei zunächst nicht.

Der Kölner Hauptbahnhof gehört zu den meistfrequentierten in Deutschland. Er liegt im Stadtzentrum direkt neben dem Kölner Dom. Täglich durchströmen ihn rund 1300 Züge und bis zu 280.000 Reisende auf elf Gleisen.

  • dpa
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