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Brüderle im Interview „Wir können nicht alles an einem Abend lösen"

FDP-Fraktionschef Brüderle ist besorgt um die Wirtschaft. Beim Koalitionsgipfel will er deshalb ein Paket schnüren. Seine Ziele: Das Wachstum im eigenen Land stabilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit erhalten.
21.10.2011 - 00:00 Uhr 1 Kommentar
Rainer Brüderle: „Jetzt gilt es, das Wachstum zu stabilisieren.“ Quelle: dpa

Rainer Brüderle: „Jetzt gilt es, das Wachstum zu stabilisieren.“

(Foto: dpa)

Handelsblatt: Herr Brüderle, was wird das wichtigste Ergebnis des heutigen Koalitionsgipfels sein?

Rainer Brüderle: Die Koalition ist geschlossen und durchsetzungsfähig. Wir zeigen unsere Handlungsfähigkeit und haben eine feste Agenda, die wir bis zum Ende der Legislaturperiode abarbeiten.

Unser Eindruck ist, dass die Koalition so zerstritten ist wie eh und je. Pflege, Pkw-Maut, Steuern, Betreuungsgeld - nirgends gibt es eine Einigung.

Die genannten Themen kommen auf den Tisch und werden besprochen. Ob alle schon heute, wird sich zeigen. Mir geht es am Ende um ein Gesamtpaket mit dem Ziel, das Wachstum in Deutschland zu stabilisieren. Wir wollen so viel Einigung wie möglich erzielen. Allerdings können wir nicht alles an einem Abend lösen.

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    Klingt eher mager für eine Agenda 2012 . Führt die alles überlagernde Euro-Rettung zum Reformstau in Deutschland?

    Die Euro-Rettung hat Vorrang, denn ein stabiler Euro und solide wirtschaftende Mitgliedstaaten sind das beste Wachstumspaket überhaupt - gerade für eine Volkswirtschaft wie Deutschland. Aber wir haben auch sonst schon viel erreicht: Aussetzung der Wehrpflicht, Abbau der Verschuldung oder Streichung des Bürokratiemonsters ELENA.

    Was meinen Sie mit dem Wachstumspakt konkret?

    Deutschland ist wirtschaftlich gut aufgestellt. Die Dämpfer bei den Wachstumsraten können aber dazu führen, dass wir langfristig an Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Das hat wiederum Auswirkungen auf die Gewinne unserer Unternehmen und dann auf den Arbeitsmarkt. Noch ist die Entwicklung weiter positiv. Deshalb sollten wir auch alles tun, diesen guten Trend gerade auf dem Arbeitsmarkt zu verfestigen. Wir sind der Stabilitätsanker der europäischen Entwicklung.

    „Wir haben gute Argumente für unsere Maßnahmen“
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    1 Kommentar zu "Brüderle im Interview: „Wir können nicht alles an einem Abend lösen""

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Es ist, egal ob Staaten und später die Banken kaputt gehen. Mittlerweile zockt der Staat genauso wie die Banken früher. Danke Ihr Politiker! Wir Bürger sind echt stolz auf Euch! Ihr macht einen guten Deal - unser Land in kürzester Zeit zu ruinieren. Ich hoffe, dass man Eure Diäten entsprechend Eurer Leistung anpasst, dann dürft Ihr bis ans Ende Eurer Tage schuften und bekommt keinen einzigen Euro mehr. Wenn wir so gut arbeiten würden wir Ihr, dann wäre das Volk schon pleite. Man sieht ja, wie oft Ihr im Bundestag sitzt und dort unsere Interessen vertretet! Ihr solltet Euch auch mal Berater außerhalb der Bankenwelt suchen oder selbst Euer Hirn einschalten, dann würdet Ihr merken, dass Euer Tun nur die Probleme steigert. Ganz l a n g s a m jetzt für P o l i t i k e r zum Mitlesen!!!! Unser Z i n s s y s t e m weitet die Verschuldung aus und schaufelt das Vermögen noch A r m nach R e i c h. Wenn Ihr echt was lernen wollt, dann lest mal das Buch "Spielgeld - ein neues Wirtschaftssystem", dann braucht Ihr keine B e r a t e r mehr - sondern wisst künftig, wovon Ihr sprecht. P. S. Und nennt Euch nicht mehr Volksvertreter, das ist nämlich peinlich. Ihr vertretet höchstens noch Eure eigenen Interessen oder die von irgendwelchen Lobbyistenverbänden ... ach ja, da steht im Buch auch noch was drin, wie Lobbyarbeit zu verhindern ist...

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