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Buchprojekt Sarrazin greift in Euro-Debatte ein

Lange hat man nichts mehr von ihm gehört. Jetzt will sich Thilo Sarrazin wieder zu Wort melden. Mit einem Buch will er zur Euro-Krise Stellung nehmen – und Lösungen zu Bewältigung der Probleme liefern.
11.01.2012 - 18:35 Uhr 37 Kommentare
Thilo Sarrazin (SPD). Quelle: dpa

Thilo Sarrazin (SPD).

(Foto: dpa)

Düsseldorf/Berlin Der frühere Berliner SPD-Finanzsenator und Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin will sich im Sommer mit einem Buch in die Debatte über die Euro-Krise einmischen. Nach seinem umstrittenen Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ gehe es in dem neuen Werk um eine kritische, ökonomische Analyse der europäischen Schuldenkrise und die Zukunft des Euro, berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ unter Berufung auf das Umfeld Sarrazins.

Das Buch soll demnach im Juni oder Juli im Verlag DVA erscheinen.

Sarrazin werde eine kritische Bestandsaufnahme des Krisenmanagements der Bundesregierung vornehmen und ökonomische Vorschläge für eine stabile Währungsunion machen, berichtete die „Rheinische Post“ weiter.

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    Sarrazin bestätigte auf Anfrage der Zeitung seine Buchpläne, gab aber keine Auskunft über den Inhalt. Es werde zu gegebener Zeit eine Presseankündigung geben. Auch der Verlag wollte sich zunächst nicht äußern.

    Mit seinem ersten Buch hatte Sarrazin für großen Wirbel gesorgt. Mehr als ein Jahr nach dem Erscheinen von „Deutschland schafft sich ab“ sieht der Berliner Bezirksbürgermeister von Neukölln, Heinz Buschkowsky, die Integrationsbemühungen sogar in der Sackgasse. „Seitdem das Buch erschienen ist, heißt es nur: „Bist Du dafür oder dagegen?““ sagte der SPD-Politiker bei der Vorstellung einer Fernsehdokumentation über die Folgen des Bestsellers. „In der Integrationsdebatte haben sich alle auf ihre alten Positionen zurückgezogen.“

    Der Film  „Sarrazins Deutschland - Wie eine Debatte ein Land spaltet“ zeichnet die Wirkung Sarrazins bei vielen seiner Hörer und Leser nach und beschreibt mit Fällen und Projekten in Berlin und Essen Integrationsdefizite und -erfolge. „Seit Sarrazin ist die Integrationsdebatte intensiver geworden, dafür aber auch flacher und vor allem aggressiver“, sagt der Migrationsforscher Klaus J. Bade vor der Kamera. Auch das fängt die Kamera ein: Zuhörer eines Sarrazin-Auftritts im sächsischen Döbeln, wo der Ausländeranteil unter einem Prozent liegt, stimmen Sarrazins Thesen zur „Überfremdung“ begeistert zu.

    Die Dokumentation zeigt Fälle von staatlich verhinderter Integration, etwa im Fall jener Ausländer mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus, denen der Zugang zu Arbeit dadurch versperrt wird.

    • dpa
    • afp
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    37 Kommentare zu "Buchprojekt: Sarrazin greift in Euro-Debatte ein"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Werter Island,

      wenn Sie so einem auf den Leim gehen, dann ist Ihnen eh nicht zu helfen.

      s mag ja eine Menge geben, was man an Erdogan kritisieren könnte, wenn wir nicht genug Dreck vor der eigenen Tür hätten, über den wir uns aufregen könnten, wenn wir das schon wollten - aber in einer historischen Perspektive hat der Mann etwas geschafft, wovon andere nur träumen - die Türkei ist auf einem guten Wege.

      Und Herr Erdogan, naja, eigentlich das Pendant zu einem CDU Politiker.

      Das kann man _nüchtern_ so sehen. Wenn man natürlich eine islamophobe Neurose hat, zu viel bei PI abhängt und <kicher> Herrn Sarrazyn für einen "klugen" mneschen hält, dann ist man ja nicht "nüchtern" - man ist eben besoffen von seinen eigenen Vorurteilen und wird nie wieder klar im Kopf.

      Ansonsten lege ich Ihnen dieses kleine Feature über "Lechts und Rinks" ans Herz, geniessen Sie vor allem den letzten Satz.

      http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/11/drk_20120111_1930_8fd9ca4f.mp3

      Eine nette Besprechung der Paperbackausgabe Ihres kleinen Breviers für Verblödete finden Sie hier

      http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/09/drk_20120109_0933_df71345d.mp3

    • An Hardy

      Sie sind eine sehr traurige Gestalt und verwechseln schon Menschen und Länder.

      Sie meinten garantiert Erdogan oder sich selber.

    • Guten Abend Detaone
      Ich hoffe sie hatten einen angenehmen Tag.

      Zu 1: Diese „ministerielle Studie“ wurde circa 1976 angefertigt und war auch die Arbeitsgrundlage der Empfehlungen. Teile dieser Studie finden sie im Archiv des Spiegels.

      Zu 2: Es ist jetzt natürlich nicht so einfach alle Erntehelfer zu ersetzen. Dabei ist die Rekrutierung durch das Arbeitsamt nicht die erste Wahl.

      Vielleicht sollten wir aber „ausländische Saisonkräfte“ (3 Monate) behalten, nicht weil wir sie unbedingt brauchen sondern als „kleine Entwicklungshilfe“ für unsere Nachbarn. Wir sind Nachbarn und wenn es unseren Nachbarn ein wenig besser geht, kann es uns nicht schaden.

      Eine gewisse gegenseitige Unterstützung und Hilfe gehört zu einer guten Nachbarschaft dazu.

      Zu 3: Die derzeitigen „Gastarbeiter“ (Wirtschaftsflüchtlinge etc.) haben keinen signifikanten Nutzen für unsere Volkswirtschaft. Die Arbeitsplätze die durch den Wegfall der Gastarbeiter zu besetzen wäre, können wir durch eigene Kräfte durchaus ersetzen.

      Denken wir an die Müllabfuhr (früher Italienische Gastarbeiter heute wieder Deutsche).

      Durch den dem Wegfall der Gastarbeiter („Hilfsvölker“) müssen einige Arbeitsplätze auch verändert werden. Derzeit gibt es dazu wenig Veranlassung.

      Zu 4: Leider steuern wir derzeit überhaupt nicht die Gastarbeiterströme. Es ist mehr eine Flut die über uns schwappt. Wir haben im letzten Jahr circa 700.000 Gastarbeitern die „Einreise“ erlaubt (z. b. durch die EU-Verträge), die weder die Fähigkeiten besitzen die wir benötigen noch über die finanziellen Mittel verfügen sich selber zu versorgen. Eine für adäquate Ausbildung (Fachkraft) hatten davon nur 771.

      Leider schauen wir nur weg!

    • @Nachtflatter

      "Sarrazin gründet eigene Patei."

      Ich freu mich schon drauf, ich bin vergnügungssüchtig und was ist lustiger als ein debiler Stotterer, der das Wasser nicht halten kann.

      Bitte, bitte, bitte!!!!

    • Herr Sarrazin, Bücher später schreiben, wenn Sie in Rente gehen! Jetzt werden Sie in der Politik gebraucht. Mein Tipp: Sarrazin gründet eigene Patei.
      Denken Sie darüber nach, denn:"Deutschland schafft sich ab" ist noch nicht beendet.
      Grüße Sie,
      Gerd
      Gerd

    • Über die Euro-Krise ist eigentlich schon alles gesagt worden.
      Vor 12 Jahren haben intelligente Menschen wissenschaftlich begründet, warum Europa und die gemeinsame Währung nicht funktionieren werden. Trotzdem haben sich unsere unverantwortlichen Politik-Dilettanten unverdrossen an das Konstrukt einer wahnsinnigen Idee gemacht und die Voraussetzungen für die Vernichtung unseres Wohlstandes geschaffen.
      Ich wüßte nun nicht, welche neuen Ideen Herr Sarrazin zur Bewältigung der unlösbaren Krise haben könnte.
      Deswegen kann man sich die Lektüre des neuen Buches sparen - es sei denn, er hat Ideen, wie man sich der politischen Vollidioten entledigen kann.

    • Man muss nicht spartanisch leben, aber gestorben ist daran auch noch keiner. Mit 3,76 € (+Wohungen, kostenlose KV auch für Kinder, usw.) geht es den Deutschen-HartzIV-lern besser als 95% der Weltbevölkerung.

    • „Sarrazin hat RECHT!“

      Wieder ein Paradebeispiel für die unerträgliche anhaltende Verblödung von Politik & Justiz!
      Bei Verstand in Politik & Justiz wäre es nie dazu gekommen!?
      + + + + +
      http://www.n-tv.de/panorama/Mehmet-handelt-jetzt-mit-Waffen-article5183401.html
      Intensivtäter schockte ganz Deutschland
      "Mehmet" handelt jetzt mit Waffen
      Mehr als 60 Straftaten hat "Mehmet" verübt, als er zum ersten Mal aus Deutschland ausgewiesen wird. Vorher war er schlicht zu jung für eine Strafe. Der Fall beschäftigt Ende der 90er das ganze Land, zeigt Schwächen des Justizsystems auf. Inzwischen will der Ex-Intensivtäter ein "erfolgreicher Geschäftsmann" sein. Er klaute, prügelte, erpresste und nötigte - "Mehmet" schockte Ende der 90er Jahre ganz Deutschland. Sein richtiger Name: Muhlis Ari. Damals konnte der sogenannte Intensivtäter zunächst strafrechtlich nicht belangt werden, weil er zu jung war. Er gab Interviews und wurde zur Symbolfigur einer stellenweise machtlosen Justiz. Therapien und Resozialisierungsversuche - alles scheiterte. Mehr als 60 Straftaten hatte er auf dem Kerbholz, als er 1998 schließlich strafmündig wurde und ihn die Stadt München nach einer besonders schweren Prügelei in die Türkei abschieben ließ. Doch "Mehmet" kam zurück nach Deutschland: Die Abschiebung war rechtswidrig, stellte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof fest. 2005 schließlich wird der junge Mann wieder ausgewiesen, er hatte seine Eltern erpresst und verprügelt. Diesmal bleibt er in der Türkei. Und nun? Ari lebt inzwischen in der türkischen Kleinstadt Cerkezköy, rund 80 Kilometer entfernt von Istanbul. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung spürte ihn ein Fernseh-Team dort auf. Sein neuer Job: eine Art Waffenhändler. Ari verkauft Sportwaffen, besitzt eine Paintball-Anlage. "Damals war ich ein Kind, das nicht richtig gefördert wurde. Und heute bin ich ein erfolgreicher Geschäftsmann", sagt der 27-Jährige nach Angaben des Blattes...

    • Wenn in ca. 10 bis 15 Jahren die Hälfte aller Wähler/Innen in Deutschland mindestens einen Migrationshintergrund haben, werden diese Wähler/Innen allen kleinen, feigen und fremdenfeindlich eingestellten Sarrazins den wirklich realen Qualitätsunterschied zwischen arabischen, türkischen und deutschen Genen zeigen! Wie naiv muss man schon sein, dass man diesen schwachsinnigen Thesen von diesem ... zu glauben!

    • Wenn man schon das Gesicht dieses "OPFERTYPS" sich genau anschaut, weiß man genau welche Motive diesen eigentlich bemitleidenswerten Looser gegen die Araber und Türken antreiben! Der muss eine schlimme Kindheit gehabt haben und/oder ein sehr negatives einprägsames Traumaerlebniss mit einem Araber/Türken!

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