Bürgerschaftswahl Bremen Rot-Grün klarer Wahlsieger

Bremen setzt auf Kontinuität: Bei der Bürgerschaftswahl wird die Regierungskoalition aus SPD und Grünen gestärkt. Vor allem die Grünen triumphieren. Die CDU schwächelt. Die FDP fliegt erneut aus einem Landesparlament.
Update: 23.05.2011 - 02:36 Uhr 18 Kommentare

Klarer Sieg für Rot-Grün in Bremen

BremenTriumph für Rot-Grün in Bremen: Bei der Bürgerschaftswahl im kleinsten Bundesland wurde die seit 2007 regierende Koalition am Sonntag deutlich gestärkt. Dafür sorgten nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF vor allem starke Zugewinne der Grünen. Die CDU sackte weiter ab. Mit ihrem schlechtesten Ergebnis in dem Land seit fünf Jahrzehnten landete sie - bundesweit einmalig - hinter den Grünen. Die FDP flog aus dem Landesparlament, die Linke schaffte trotz Verlusten den Wiedereinzug.

Die Grünen setzten damit im fünften von sieben Urnengängen im Superwahljahr 2011 ihren Höhenflug fort. CDU und FDP kassierten nach den Misserfolgen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erneut eine schwere Niederlage. Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF legte die SPD mit Regierungschef Jens Böhrnsen leicht dazu und wurde mit 38,0 bis 38,3 Prozent mit weitem Abstand stärkste Kraft. Die von Finanzsenatorin Karoline Linnert angeführten Grünen gewannen rund sechs Punkte dazu und landeten mit 22,7 bis 22,9 Prozent auf Platz 2. Sie hängten die CDU mit Spitzenkandidatin Rita Mohr-Lüllmann ab, die nur noch auf 20,1 bis 20,6 Prozent kam. Die FDP mit Landeschef Oliver Möllenstädt verpasste mit 2,6 bis 2,9 Prozent klar den Sprung ins Parlament. Die Linke mit dem Duo Kristina Vogt und Klaus-Rainer Rupp zog mit 5,7 bis 5,8 Prozent knapp ein

Die SPD wird demnach in der Bürgerschaft künftig mit 35 Sitzen vertreten sein, die Grünen mit 22, die CDU mit 19 und die Linke mit 6 Sitzen. Die Vereinigung „Bürger in Wut“ (BIW) bekommt wieder einen Sitz, weil sie in Bremerhaven relativ stark ist. Eine Hochrechnung des Landeswahlleiters sah die SPD am Abend bei 38,8 Prozent (37 Sitze), die Grünen bei 22,0 (21), die CDU bei 20,1 (19), die Linke bei 6,4 (5) und die FDP bei 2,5 Prozent. Die BIW erzielte ein Mandat.

Diese Zahlen basierten auf der Auszählung von 70 repräsentativen Wahlbezirken. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 56,7 Prozent. Wegen des schwierigen Auszählverfahrens soll das vorläufige amtliche Endergebnis erst zur Wochenmitte vorliegen.

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18 Kommentare zu "Bürgerschaftswahl Bremen: Rot-Grün klarer Wahlsieger"

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  • Wir bekommen seit 1968 in Westdeutschland zuwenig Kinder damit wäre es Normalerweise seit 1970 ein Gegenstand der Politik geworden. Dies ist nicht erfolgreich erfolgt, besonders weil die Lösung bekannt ist.

    In der Vergangenheit wurden diese Lösungswege immer beschritten.

    Die Belastung der Familie ist zu verringern und das Gesellschaftliche Umfeld ist zu reformieren. (Familien zahlen weniger Rentenbeiträge, günstigen Wohnraum, Ausbau der Kinderbetreuung, Reduzierung der Indirekten Steuern für Familien damit sie mit den Singles gleichgestellt werden, usw.)

    In Mitteldeutschland ist nach 1990 die Geburtenrate zusammengebrochen unter anderen wegen dem Wegfall der „Familienpolitischen Aspekte“ der Politik.

    In diesen Zusammenhang: Es wurden 14 Millionen Deutsche aus Deutschland und den Deutschen Gebieten vertrieben. Bei der Flucht starben 2 Millionen Deutsche der „Blutzoll“ des zweiten Weltkrieges betrug circa 6 Millionen. Wir haben ganze Generationen verloren (Männer zwischen 17-65 Jahre) die Bombenopfer dürfen dabei nicht unerwähnt bleiben.

    Das war eine GEWALTIGE Zäsur für ein kleines Volk.

    Sie sprachen den teilweisen Verlust der „alten Generation“ der Juden an. Dies führte zu einem Geburtenrückgang der Juden in Europa.

    Der Staat „Israel“ ist mehr „Amerikanisch“ als „Europäisch“ aufgrund der Herkunft der Juden aus der Diaspora.

    Vor der Gründung „Israels“ überlegten sich die Zionistischen Verbände welche Sprache in Israel gesprochen wird. Dabei waren die Favoriten DEUTSCH oder ENGLISCH.

    Besonders negativ in dieser Zeit war das Verhalten der „Englischen Regierung“. Diese erscherten/verboten die Einreise der Juden in das Mandatsgebiet „Palästina“. Besonders verschärften sie die Einreise in den 30er Jahren.

  • Aber huensche, wie alt ist denn Israel?

  • Dieses Wahlergebnis war zu erwarten und ist eine weitere Abstrafung der Berliner Koalition, die wie ein alter Kaugummiautomat funktioniert: Steckt man einen Groschen rein, dann ist der futsch und den ersehnten Kaugummi hat man auch nicht; ob kumuliert oder panaschiert.

    http://www.bps-niedenstein.de/content/view/80/2/

  • @ marc,
    nicht ganz korrekt:
    Länder (aktuell Bremen und das Saarland) dürfen max zehn Jahre über den Finanzausgleich gestützt werden, damit sie in dieser Zeit wieder Tritt fassen können.
    Das ist im Prinzip richtig.
    Nur, die Schulden sind aktuell höher als vor Inanspruchnahme. Damit ist der Länderfinanzausgleich, ohne Restriktion Unfug.
    Nun hat das BVG die Verschuldung infolge globaklem Finanzdebakel als unverschuldet (für Bremen) beurteilt.
    Nur der Form halber; auch Hamburg ist ein permanentes Geberland.
    Ein kurzer Sprung in die EU:
    Ersetzen die Bundesländer (Bremen, Saarland) durch Lände der EU (Griechenland, ...) dann haben sie das System Länderfinanzausgleoch mit dem identischen Ergebnis; Zahlen, Zahlen, Zahlen, da keine Änderung in den betroffenen Ländern gewünscht wird.

  • Schon komisch das die uninformierten hier der CDU Bankenrettung vorwerfen.. und dabei war in der große Kollation die SPD am lautesten alle Firmen und Banken retten zu wollen die sich verzockt hatten.

    ..bei der letzten Bundestagswahlen hat man an die FDP geglaubt, weil man keine andere Alternativ-Parteien hatte.. diesmal soll es also die Grünen sein.. auch danach folgt die Ernüchterung...

    ich bin selbst Bremer und hatte gestern gewählt.. die Wahlbeteiligung war wirklich mau.. bei den Umfragen bei den Bremer war der einzige Argument warum die Bremer die SPD wählen halt, die meiste Antwort: "weil ich diese schon immer gewählt hatte" ...was soll man dazu noch schreiben? ..dem Land geht es immer schlechter, jedes Zweite Geschäft/Gewerbe geschlossen (ausser Innenstadt), aber die Leute wählen fröhlich das Übel weiter den die hatten.. ..traurig. ..aber die Alternativen fehlen.. man muss sich nur für "weniger Übel" entscheiden..

  • Jawoll,

    wollen wir mal die Gründe hinterfragen, warum wir in Dtl. so alt sind und die Israelis so jung?
    Wir bekommen keine Kinder und bei den Israelis wurde eine alte Generation fast komplett ausgelöscht. Dann haben einfach die Eltern gefehlt, die Kinder hätten gebären können.

  • das Problem an Ostdeutschland ist, ass nie wirklich versucht wurde ohne den Länderfinanzausgleich zu leben, da er immer da war und nie eine wirkliche Bestrebung da war ihn abzuschaffen. Es gab auch nie Stabilität in der Regierung, sodass nie wirklich ein Wirtschaftsstandort für Industrie entstehen konnte.
    Es gibt sicher Ausnhamen, wie Leipzig oder den Chemiestandort um Bitterfeld aber die sind nicht ausreichend um die ganze Zone mit Arbeitsplätzen und damit die Länder mit Steuern zu versorgen.

  • Ein großer Tag für die FDP.

    Fast drei Prozent!

    Adios, Ihr Lobbyschweine!

  • Wer nicht wählt ist selber SCHULD!

    Es ist immer BESSER WÄHLEN zu GEHEN!

    DIE EIGENE STIMME (Wahlzettel) soll man nicht VERSCHENKEN.

  • Eine kleine Ergänzung:

    Die Wähler der SPD sind genauso ÜBERALTERT!

    Durchschnittsalter der Mitglieder der Grünen: 47 Jahre
    Durchschnittsalter der Mitglieder der CDU: 56 Jahre
    Durchschnittsalter der Mitglieder der SPD: 57 Jahre
    Durchschnittsalter der Mitglieder der NPD: 37 Jahre

    Die „GROßEN“ Parteien sind nur noch ein Gespenst aus der „alten Bundesrepublik“.

    Durchschnittsalter von uns Deutschen (BRD): 44 Jahre
    Durchschnittsalter der Juden (Israel): 29 Jahre

    Wir sind das „älteste Volk“ in Europa ein Volk von Greisen wenn wir nicht unverzüglich die Familienpolitik reformieren.

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