Special

Bürgerschaftswahlen 2015

AfD-Spitzenkandidat Kruse
„Die AfD kann eine Volksbewegung werden“

  • 14

„Ich bin Befürworter der Vorratsdatenspeicherung“

Inwiefern?

Hamburg hat einen dramatischen Anstieg an Einbruchsdiebstählen. Und gleichzeitig geht die Aufklärungsquote zurück. Hier muss wesentlich mehr getan werden.

Kritisieren ist einfach, haben Sie auch Lösungen zu bieten?

Wir müssen die Polizei personell stärken. Uns schwebt vor, 500 zusätzliche Stellen zu schaffen. Das lässt sich zwar nicht von heute auf morgen realisieren. Allerdings sehen wir darin einen wichtigen Schritt, um mittelfristig die Bandenkriminalität einzudämmen. Wichtig sind allerdings auch Themen, die auf Bundesebene entschieden werden, wie zum Beispiel die Vorratsdatenspeicherung.

Wie stehen Sie zu dem Thema?

Ich bin ein massiver Befürworter der Vorratsdatenspeicherung. Man sollte dieses Ermittlungsinstrument dramatisch ausweiten. Damit meine ich die Speicherung der Telekommunikationsdaten. Die Nutzung muss richterlicher Kontrolle unterliegen.

Was meinen Sie mit „dramatisch ausweiten“?

Terrorverdächtige sollten kein Telefongespräch mehr führen und keine Internet-Kommunikation mehr nutzen können, ohne dass die Sicherheitsbehörden davon wissen. Nur so, denke ich, lassen sich Terrornetzwerke effektiv aufspüren und Anschläge präventiv verhindern.

In Umfragen schafft die AfD mal klar den Sprung in die Bürgerschaft, mal packt sie es mit 5 Prozent nur knapp. Was ist Uhr Wahlziel?

Ich würde sagen, 7 Prozent wären ein super Ergebnis. Wir sind aber auch schon zufrieden, wenn wir mit weniger in die Bürgerschaft einziehen.

Wie wichtig ist die Wahl in Hamburg für die AfD?

Die Wahl ist sehr wichtig für uns, weil es die erste Wahl in einem westdeutschen Bundesland ist. Und dazu noch in einer Stadt, in der die politischen Trauben sehr hoch hängen. Ich schätze, fast 50 Prozent der Wählerschaft ist sozialdemokratisch und weitere 15 Prozent  sind grün-alternativ. Da kann man nur sehr schwer eindringen. Deshalb: Gelingt uns der Sprung ins Parlament, würde das der AfD starken Rückenwind für andere Wahlen in anderen Bundesländern geben.

Kommentare zu " AfD-Spitzenkandidat Kruse: „Die AfD kann eine Volksbewegung werden“"

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  • Ich hoffe natürlich auf einen Wahlerfolg in Hamburg. Aber am besten wäre es wirklich wenn dies nur äußerst knapp gelingen würde. Vielleicht wäre das der dringend benötigte Schuss vor dem Bug für Lucke, Henkel, Kruse und Co.! Wenn etwas in Deutschland nicht gebraucht wird dann eine "bessere" FDP oder CDU!

  • Wie man wirklich zur "Volksbewegung" wird: Das Beispiel FPÖ:


    >>Nach letzten Umfragen kommt die FPÖ des einstigen rechten Volkstribunen Jörg Haider auf 28 Prozent – und stehen damit noch vor der konservativen ÖVP mit 26 Prozent und der sozialdemokratischen SPÖ mit ebenfalls 26 Prozent. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique Research im Auftrag des österreichischen Magazins „Profil“ hervor. <<

    So wird man wirklich zu "Volksbewegung" . Das Beispiel der FPÖ zeigt, wie eine Partei wirklich zu Volkspartei wird: Mit einem "Nein" zu Multikulturalismus, Zuwanderung, Gender-Feminismus, US-höriger Außenpolitik einem klaren "Nein" zum linksgrünen Mainstream, und einem entschiedenen "Ja" zu Patriotismus, der Bewahrung der eigenen Kultur und den Interessen der einheimischen Bevölkerung. So wird man zur Volkspartei und n i c h t mit solchen erbärmlichen Figuren wie Henkel, Kruse, Lucke mit ihrer neoliberalen-elitären, Mainstream-konformen, "liberal-konservativen" Weichspülkurs.

  • >>Einige in der AfD wollen diese Partei immer zahmer machen und dem Mainstream annähern. Damit man eben nicht mehr negativ auffällt. Aber dann ist die AfD auch keine Alternative mehr und dem Untergang geweiht. Denn warum sollten die Menschen denn eine FDP 2.0 oder eine CDU 2.0 wählen?!<<

    Sehr richtig. Und zu diesen "Einigen" kann man Herrn Kruse leider dazurechnen. Ebenso Herrn Lucke, Herrn Henkel, und Herrn Kölmel in Baden-Würtenberg.

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