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Bürgerschaftswahlen 2015

Bürgerschaftswahl Hamburg SPD im Höhenflug – CDU geht die Luft aus

Hamburg hat gewählt – und der SPD einen großen Triumph beschert. Zu den Wahlgewinnern zählt auch die FDP. Die CDU dagegen kriegt ihre Schwäche in Großstädten nicht in den Griff. Unsere Kurzanalysen zu den Parteien.
33 Kommentare

Klarer Sieg für Scholz

Olaf Scholz hat geschafft, wovon die SPD sonst nur träumen kann. In Hamburg hat er fast 50 Prozent der Stimmen errungen. Selbst dem größten SPD-Anhänger dürfte allerdings klar sein, dass dieses Ergebnis keine Trendwende auf Bundesebene bedeutet: Hier klebt die Partei weiter in der 20-Prozent-Zone. Dennoch zeigt die Hamburg-Wahl das große Potential der SPD. In den Großstädten, wo der technologische Wandel am weitesten ist, wo überproportional viele junge Menschen wohnen und die Trends der Zukunft entstehen, dort hat sie ihre Hochburgen. 

Das ist eine gute Grundlage für spätere Wahlsiege. Schon die beiden SPD-Kanzler Brandt und Schmidt haben ihre politische Karriere in den Großstädten Berlin und Hamburg begonnen. Auch Olaf Scholz dürfte nun mit dem Wahlerfolg im Rücken eine noch größere Rolle auf Bundesebene spielen. Vielleicht sogar (irgendwann) als Kanzlerkandidat.

Jan Mallien

CDU: Großstadtschwäche könnte Debatte auslösen
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33 Kommentare zu "Bürgerschaftswahl Hamburg: SPD im Höhenflug – CDU geht die Luft aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • das ist AUFKLÄRUNG in der höchsten Kategorie!

    (Wiederholung!)

    .... - CDU geht die Luft aus

    lassen SIE mich raten,
    in HH gab`s nur 3% Briefwähler?
    Dann liegt `s am fehlenden - M.f.S. 2013 Kompressor für 25% Briefwähler!

    wie schon mehr als ein Dutzend mal aufgeführt - also noch einmal
    hier:
    >>heise.de/tp/foren/S-passt-hier-besser/forum-280126/msg-25261258/read/<<

  • wird jetzt rückstandsfrei gelöscht bei euch?

  • Walter Schimpf
    Nee, lieber nicht. Das muß man uns nicht antun

  • Roman Tersano
    das stimmt leid.
    Die AfD ist zu verhenkelt und daraus muß sie sich schenllstens lösen

  • Bei 56,6% Wahlbeteiligung kann man getrost alle politischen Organisationen, bis auf eine, als "Splitterparteien" bezeichnen.
    Offenbar ist die "Parlamentarische Demokratie" längst als das bei vielen Wählern angekommen was sie in Wirklichkeit ist:
    Vertreter des Volkes werden für 4-5 Jahre gewählt auf Grund von Versprechnungen vor jeder Wahl die nach der Wahl nicht eingehalten werden müssen. Sie sind lt. GG bei Abstimmung nur dem eigenen Gewissen verantwortlich und an keine Vorgaben gebunden, unterliegen allerdings dem rechtswidrigen Fraktionszwang.
    Mogelpackung ist eine sehr, sehr höfliche Umschreibung für nahezu alle politische Organisationen.
    Jede kriminelle Organisation kann dagegen für ihre Taten bestraft werden...!

  • Das Ergebnis in Hamburg ist für das rechte Parteienspektrum CDU- FDP- AFD ein Desaster. Gerade mal 15% der Wahlberechtigten konnten sie davon überzeugen, gegen Olaf Scholz zu stimmen. Ca. 85 % der Wähler haben entweder die Linke gewählt oder aktiv/passiv eine linksgrüne Regierung unterstützt.

    Warum immer mehr Wähler sich passiv den Gegebenheiten unterordnen und nicht mehr aktiv an der Demokratie teilnehmen, ist mir unverständlich. Die Wutwähler oder Protestwähler finden sich ja noch in der AfD aber 3% der Wahlberechtigten zeugen nun nicht gerade davon, dass in Hamburg die große Unzufriedenheit herrschte. Offenbar fühlen sich viele Menschen nicht mehr in der Lage, die politische Partei, die am meisten ihren Vorstellungen entspricht, auch dann zu wählen, wenn sie mit 2 oder 3 Programmpunkten nicht einverstanden sind, weil sie diese Positionen bei einer Wahl dann doch mit unterstützen würden.

  • @G . Nampf


    Das kann man auch ganz anders sehen. Für was braucht die AfD Henkels und Luckes? Etwa als eine Art Mimikry- um nach den Standards unserer stramm-linken etablierten Mainstream-Medien die AfD als "seriös" erscheinen zu lassen - so wie die meisten Mainstream-Medien die Asyl-für-Alle-Partei Bü90/Grünen und den parlamentarischen Arm der Antifa, Linkspartei, für "seriös" halten?

    Wenn aber Luckes, Henkels und Kruses verhindern, dass die AfD die Themen aufgreift und die Probleme anspricht, durch die Wähler mobilisiert werden, was dann? Dann braucht die AfD die Luckes und Henkels nicht nur, sie kann sie sogar nicht mehr gebrauchen. Sie schaden ihr dann nur, und verhindern ihren Erfolg.

  • Ne, die FDP hat die Hamburger Miss-Wahl gewonnen ... und zwar mit viel Hilfe durch ÖR und Presse wie HB, um Inhalte ging es bei denen doch NULL, bleibt aber sicherlich ein klassisches One-time-Wunder ... ganz anders die AfD, trotz medialer Diffamierung und Hetzkampagne, ansonsten hätten sich sicherlich noch mehr Menschen für die AfD entschieden, so zw. 0.5 und 1% mehr bei neutraler Berichterstattung. Man unterschätze mir die Medien nicht!

  • Der Lucke-Henkel-Kruse-Kurs belebt nur die FDP

    Wolfgang Hübner hat einen Kommentar über das AfD-Ergebnis in der Hamburg-Wahl geschrieben, mit dem er die Analyse der Kommentatoren hier über den Lucke-Henkel-Kruse-Flügel und dessen schädigende Wirkung voll und ganz bestätigt:

    >> Wer sich lediglich als die „bessere“ FDP profilieren will und die heißen Themen weder anpacken noch benennen will, der kriegt am Ende sogar noch weniger Stimmen als die todkranke Partei des geschäftlich gescheiterten Herrn Lindner – eine Absurdität ohnegleichen!

    Damit ist der Softie-Kurs der Herren Lucke, Henkel und Kruse trotz der Überwindung der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Denn bei einer so schwachen Wahlbeteiligung ist es der neuen Partei total misslungen, das riesige potentielle Wählerheer der Unzufriedenen auch nur annähernd zu mobilisieren. Diese Unzufriedenen, nennen wir sie ruhig das Pegida-Potential, können nur durch klare Aussagen und eindeutige Positionierungen bei akuten Problemen wie Flüchtlingsflut, Islamisierung, wachsende soziale Ungleichheit, desolate Infrastruktur, Euro-Abenteuer usw. interessiert und gewonnen werden.

    Die AfD in Hamburg hat weder den Mut noch die Kraft dazu gefunden. Wahrscheinlich haben die derzeit entscheidenden Kreise in der Partei gefürchtet, dann als „rechts“ verschrien und diffamiert zu werden. Sie haben also die faktisch gleichgeschalteten Massenmedien und die politische Konkurrenz mehr gefürchtet als die Wähler, auf die es ankommt...
    <<

    http://journalistenwatch.com/cms/2015/02/16/die-afd-in-hamburg-bleibt-weit-unter-ihren-moeglichkeiten/

  • @Nino Cardenas

    In einem linken Zeckennest wie Hamburg sind 6 Prozent ein respektables Ergebnis für eine konservative Partei.

    Wenn die AfD eine seriöse PArtei sein will anstaff eine reine Protestpartei, dann braucht sie die Henkel, Luckes etc.

    Statt-Partei und Schill-Partei sind nur reine Protest-Eintagsfliegen gewesen.

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