Bund Deutscher Kriminalbeamter „Politik mit Scharia-Polizisten überfordert“

Der Auftritt einer selbst ernannten „Scharia-Polizei“ fordert die Politik heraus. Schon ist der Ruf nach neuen, schärferen Gesetzen wieder da. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter kritisiert die Vorstöße scharf.
19 Kommentare
Mit Westen und dem Hinweis, eine „Scharia-Polizei“ zu sein, verunsicherten radikalislamistische Salafisten Menschen in Wuppertal. Quelle: dpa

Mit Westen und dem Hinweis, eine „Scharia-Polizei“ zu sein, verunsicherten radikalislamistische Salafisten Menschen in Wuppertal.

(Foto: dpa)

BerlinDer Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hält die teilweise heftigen Reaktionen aus der Politik auf die selbst ernannte „Scharia-Polizei“ in Deutschland für völlig überzogen. „Die selbsternannten Sittenwächter der „Scharia-Polizei“ agieren am Rande der Legalität und wollen gezielt die Gesellschaft provozieren, genau wie es auch Linksextremisten und Neonazis tun. Teile der Politik zeigen in der jetzigen Diskussion aber, dass sie mit der Situation und der Thematik Islam und Integration überfordert sind“, sagte der BDK-Bundesvorsitzende André Schulz Handelsblatt Online.

Die Scharia umfasse auch muslimische Werte, betonte Schulz. „Jetzt undifferenziert das Verbot der Scharia zu fordern, zeugt von großer Unkenntnis.“ Trotzdem müsse man wachsam zu sein. „Eine Paralleljustiz ist in Deutschland nicht zu akzeptieren, ebenso wenig wie eine „Scharia-Polizei““, sagte der BDK-Chef. Schulz forderte von der Politik, Verfassungsschutz und Polizei personell wie materiell in die Lage zu versetzen, „ihrem Auftrag gerecht zu werden, entsprechendes Treiben zu unterbinden und die echten Gefährder zu erkennen“.

In der vergangenen Woche waren Salafisten mehrfach nachts durch Wuppertal gezogen. Sie trugen Westen mit der Aufschrift „Shariah Police“. Die Politik reagierte mit harten Ankündigungen. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) forderte Gesetzesverschärfungen, falls die Rechtsgrundlagen ein Vorgehen gegen sogenannte Scharia-Polizisten nicht ermöglichen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) brachte gar einen Sondergipfel der Innenminister von Bund und Ländern ins Spiel. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verlangte ein entschiedenes Vorgehen gegen die selbsternannte Scharia-Polizei.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
SPD sieht keinen Handlungsbedarf
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Bund Deutscher Kriminalbeamter - „Politik mit Scharia-Polizisten überfordert“

19 Kommentare zu "Bund Deutscher Kriminalbeamter: „Politik mit Scharia-Polizisten überfordert“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Meines Erachtens gibt es ein sehr einfaches Mittel, diese merkwürdige "Polizei" zu vertreiben. Es müsste die Bevölkerung über die Medien ermuntert werden, sich diesen Leuten, wo immer sie auftauchen, zuzuwenden und sie gemeinsam einfach auszulachen, so nach dem Motto: "Na, da habt Ihr Euch ja einen lustigen Quatsch ausgedacht".

  • @Gerd Töpfer

    "Was wir brauchen..."

    Nein, das braucht dieses Land wirklich nicht. Ich bin froh, daß DIESE Zeiten vorbei sind, hoffentlich für immer.

  • Politiker sind mit Scharia-Polizisten überfordert.

    Nein, sie sind mit dem Wesen des Islam und dessen Allmachtsanspruch überfordert und verhalten sich wie Biedermann. Diese Diskussion ist nicht neu, ebenso die Feigheit dieser Politiker die Durchsetzung bestehender Gesetze zu überwachen. Statt dessen haben wir eine Justiz, die sich der Gewaltkultur dieser im Gewande einer Religion daherkommenden Gesellschaftsordnung Islam durch entsprechende Urteile unterwirft. Vor einigen Jahren hatte ich meinen CDU-Bundestagsabgeordneten aufgefordert, seinen Fraktionskollegen den Essay „selig sind die Belogenen“ von Bassam Tibi zur Lektüre vorzulegen, leider hat ihn wohl keiner gelesen oder das, was der Muslim Bassam Tibi schreibt, nicht verstanden. Erschreckend sind im Zusammenhang mit dem Islam auch immer wieder die, in meinem Augen, peinlichen Anbiederungsversuche aller möglichen Politiker, die es noch nie fertig gebracht haben, das Kind beim Namen zu nennen; nämlich, daß der Islam in einer pluralen, offenen und toleranten Gesellschaft nichts zu suchen hat und derjenige Muslim, dem diese Gesellschaft nicht behagt, sich in eine islamische Gesellschaft begeben soll, um so zu leben, wie es sich für einen Muslim geziemt. Ihm stehen 54 islamische Staaten zur Auswahl, ich bin ganz sicher, das ein passender dabei ist. Desweiteren sollten die Verträge mit der Türkei sofort gekündigt werden, in denen dieser die „religiöse Betreuung“ ihrer Staatsbürger auf deutschem Boden erlaubt wird und sie diese „Betreuung“ dazu nutzt sich massiv in die inneren Angelegenheiten Deutschlands einzumischen. Ein unhaltbarer Zustand. Ebenso gehört der gesamte Religionsunterricht in den Schulen abgeschafft und nicht noch zusätzlicher Islamunterrich etabliert. Der Islam ist nirgendwo auf der Welt friedlich oder eine Bereicherung, sondern immer Herd für Auseinandersetzungen und Gewalt.

  • .....SPD sieht keinen Handlungsbedarf.....

    Das die Sozen das anders und auch keinen Handelsbedarf sehen ist schon klar.

    Haben sie uns doch diese Situation aus, man muß schon annehmen pure Unkenntnis zusammen mit der grünen Sekte mir verursacht. Eigene Fehler in der Politik einzugestehen ist ein völliges NO GO.


  • …....„Eine Paralleljustiz ist in Deutschland nicht zu akzeptieren, ebenso wenig wie eine „Scharia-Polizei““, sagte der BDK-Chef."......

    Wenn so etwas ein "Chef" sagt muß es wohl stimmen, oder????

    Wenn er von "akzeptieren" spricht kann man zwischen den Zeilen auch heraus lesen das er die Kenntnis hat das diese "Spinner" bereits bekannte Realität sind, sich aber nicht traut es zu bestätigen. Wenn er Kenntnis haben sollte, warum handelt er nicht im Sinne der dt. Bevölkerung?

    ....... Seit Jahrzehnten gibt es in fast jeder Stadt mit Einwanderern aus islamischen Ländern eine Parallel-Justiz, die Angelegenheiten untereinander ohne die Einwirkung der deutschen Judikative regeln.....

    Diese Parallel-Justiz ist Realität und wurde auch schon mehr oder weniger bestätigt das sie bei „Unstimmigkeit“ das Problem nach IHREN „Regeln lösen“, vorbei an der dt. Justiz.

    .....Dann scheint es ja nicht mehr weit dazu zu sein, dass "man" sich auch eigene Richter leistet?.....

    Den wird "man" sich mit Sicherheit leisten, ebenso wie die Moscheenhetzer die es laut Politik auch nicht gibt, dafür wurde in Münster ein Studienlehrgang für Islamwissenschaft eingerichtet.

    Und das Dilemma wird durch den ungezügelten Zustrom und Aufnahme von immer mehr Flüchtlingen und Scheinasylanten vergrößert und immer Unhaltbarer.

    Wann wacht die Politik endlich AUF????
    Wahrscheinlich erst wenn es zu spät ist oder nicht schon ist.

  • Was wir brauchen ist eine mobile Eingreiftruppe nach art der Gestapo. Und schon ist das Musel Problem aus der Welt.

  • Wenn die Politik damit schon überfordert ist, dann stellt sich die Frage, wozu wir dieses StaatsUNwesen noch bauchen.

  • "SPD sieht keinen Handlungsbedarf"

    Es hat auch niemand (?) ernsthaft angenommen , daß diejenigen, die D am liebsten zum islamischen Staat machen wollen (inklusive der Grünen), hier Handlungsbedarf sehen

  • Verfassungsschutz und Polizei personell wie materiell in die Lage zu versetzen, „ihrem Auftrag gerecht zu werden, entsprechendes Treiben zu unterbinden und die echten Gefährder zu erkennen“.
    ------------------------------------
    Dummes Geschwätz. Was soll das denn heißen? Dass der Verf.-Schutz ständig überwacht auf unsre Kosten?
    Nein, wir brauchen eine große Rückkehraktion.
    Und usnre Justiz hat doch ebenfalls mitgemacht an der Islamisierung unseres Landes.
    Islamische Täter bekomemn vor Gericht imemr erst mal dn Kluturbonus.
    Und usnere Politiker? Sie sind überfordert, denn sie haben den Weg geebnet für all diese Umtriebe

  • Manfred Zimmer
    Sie haben es sehr gut beschrieben.
    An diesen Zuständen ist einzig unsre Politik Schuld.
    Wir Deutschen wurden als Rassiten und Nazis beschimpft, wenn wir mal ein Wort zu der falschen Zuwanderugn sgten. Auch die Medien machten in diesen antideutschen Tenor mit.
    Nun haben wir etwas, was wohl niemand ahnt. Und es wird noch mehr werden
    Der Islam läßt sich nicht in einer offenen Gesellschaft integrieren.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%