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Bund und Länder 80,7 Milliarden Euro: Steuereinnahmen sprudeln im Juni

Die Steuereinnahmen in Deutschland sind im Juni gestiegen. Insgesamt verlief das erste Halbjahr 2019 allerdings nicht besonders positiv für Finanzminister Scholz.
2 Kommentare
Für das zweite Quartal rechnet das Finanzministerium mit einer schwächeren Dynamik. Quelle: dpa
Finanzminister Scholz

Für das zweite Quartal rechnet das Finanzministerium mit einer schwächeren Dynamik.

(Foto: dpa)

Berlin Die Steuereinnahmen in Deutschland sind im Juni gestiegen. Der Zuwachs von Bund und Ländern betrug 6,8 Prozent, insgesamt wurden 80,7 Milliarden Euro eingenommen. Besonders deutlich waren die Steigerungsraten bei der Umsatz- und Lohnsteuer. Beides dürfte auf den florierenden Arbeitsmarkt zurückgehen.

Insgesamt verlief das erste Halbjahr 2019 allerdings nicht besonders positiv für Finanzminister Olaf Scholz. Ohne die Gemeindesteuern nahmen Bund und Länder gut 360 Milliarden Euro ein, drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie aus dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums für Juni hervorgeht. Dabei gab es vor allem bei ausschließlich den Ländern zustehenden Steuern ein deutliches Plus von über fünf Prozent. Insgesamt hat die Konjunkturabkühlung aber Spuren hinterlassen. In den Vorjahren waren die Steuereinnahmen oft noch deutlich kräftiger gewachsen.

Für das zweite Quartal, für das noch keine Daten zum Bruttoinlandsprodukt vorliegen, rechnet das Finanzministerium mit einer schwächeren Dynamik. Hauptgrund: Die Industrie wird wegen des von US-Präsident Donald Trump angezettelten Handelsstreits mit China und Europa ausgebremst. Der Konsum bleibt dagegen die Stütze der deutschen Wirtschaft. „Für die kommenden Monate deuten Frühindikatoren eine sich abschwächende Arbeitsmarktentwicklung an“, schränkte das Ministerium aber ein.

Die Ausgaben des Bundeshaushalts summierten sich in den ersten sechs Monaten auf 172,5 Milliarden Euro und lagen damit 8,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Unter anderem erhielten Verwaltungen mehr Geld. Es wurde aber auch mehr investiert.

Mehr: Der Bund sollte Altschulden von Kommunen übernehmen. Aber die Länder dürfen für ihr Versagen nicht belohnt werden. Denn sie tragen die Hauptverantwortung für tiefroten Zahlen.

  • rtr
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2 Kommentare zu "Bund und Länder: 80,7 Milliarden Euro: Steuereinnahmen sprudeln im Juni"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Das Handelsblatt ist jetzt auch schon auf die Rhetorik von Olaf Scholz hereingefallen. Die Steuereinnahmen sind im ersten Halbjahr "nur" um 3% gestiegen, also auf eine neues Rekordniveau!
    Das der Bundesfinanzminister unersättlich ist, ist sicher allein schon seiner Parteizugehörigkeit geschuldet, aber dem Handelsblatt hätte ich da etwas mehr Übersicht zugetraut. Es ist genug Geld im System, nur müssen wir uns eben auch mal wieder von sinnlos gewordenen Ausgaben trennen, damit wir Soziales und Infrastruktur finanziert bekommen. Im vorgenannten Sinne ist selektives Sparen immer angesagt.
    Steuern auf Rekordniveau und gleichzeitig "nicht besonders positiv" für den Bundesfinanzminister ist schon ein Hammer. Es zeigt natürlich, dass Olaf Scholz bereits Geld ausgibt, das er noch gar nicht hat und von dem er nicht sicher weiß, dass er es jemals haben wird. Solide geht anders.

  • Die Steuereinnahmen steigen und steigen. Was bekommt der Steuerzahler zurück? Nichts. Im Gegenteil: Aktuell überschlägt sich das Umweltministerium mit immer neuen Vorschlägen zur weiteren Schröpfung der Bürger. Unter dem Deckmantel des Klimaschutzes wird nun eine CO2-Steuer gefordert und gleichzeitig verischert, dass der Bürger nicht mehr belastet wird. Dieses Märchen wurde uns schon bei der Grundsteuer erzählt uns wiederholt sich nun hier. Könnte mal jemand die Dame stoppen? Statt lauthals immer neue Steuern zu fordern, sollte man hier mal eine Gegenrechnung aufmachen. So zahlen wir bereits über die KFZ-Steuer praktisch eine CO2-Steuer. Weiterhin sind auch bei Strom und Kraftstoff ("Energeisteuern") entsprechende Komponenten inbegriffen. Warum wird das hier verdrängt? Schlimmer noch: Warum scheint sich der deutsche Michel auch dies gefallen zu lassen? Ich sehe hier keine Gegenwehr. Ist den Leuten eigentlich klar, wie teuer das wird? Aufwachen!!!

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