Bundesagentur für Arbeit BA-Vorstand Alt kritisiert Ein-Euro-Jobs

Nachdem Programme für Arbeitslose wie ABM und Ein-Euro-Jobs dauerhaft nicht die nötige Wirkung gezeigt haben, hat die Bundesagentur für Arbeit nun Lohnzuschüsse für Langzeitarbeitslose vorgeschlagen.
9 Kommentare
Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA). Quelle: dpa

Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA).

(Foto: dpa)

BerlinDie Bundesagentur für Arbeit (BA) hat für eine erfolgreiche Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den ersten Arbeitsmarkt staatliche Lohnzuschüsse vorgeschlagen. „All die vielen Programme, von ABM bis zum Ein-Euro-Job, haben dauerhaft nicht die gewünschte Wirkung gezeigt“, sagte BA-Vorstand Heinrich Alt der „Berliner Zeitung“ (Samstag). „Wir müssen darauf hinarbeiten, dass auch Menschen mit größeren Vermittlungshemmnissen eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten.“

So könnten Dauerarbeitslose mit vielfachen Beschäftigungshindernissen auch auf lange Sicht Bundeszuschüsse erhalten, um „ihre objektiv eingeschränkte Produktivität auszugleichen“, wie dies heute schon bei Schwerbehinderten möglich sei.

In Frage kämen vor allem jene 400 000 Arbeitslosen, „die in ihrem Leben noch nie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ausgeübt“ hätten und ohne Zuschüsse oft keine Chance auf einen Arbeitsplatz hätten.

Zugleich sprach sich Alt dagegen aus, diesen Personenkreis als arbeitsunfähig in die Sozialhilfe abzuschieben. „Ich glaube, nur die allerwenigsten fühlen sich in der viel beschworenen Hängematte wohl. Es ist doch eine Frage der Selbstachtung, nicht von staatlichen Transfers abhängig zu sein“, sagte Alt.

  • dpa
Startseite

9 Kommentare zu "Bundesagentur für Arbeit: BA-Vorstand Alt kritisiert Ein-Euro-Jobs als wirkungslos"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Dieses Programm gibt es offiziell doch schon. Es heisst Job-Perspektivew und war genau so angelegt wie Herr Alt es fordert nur sind diesem Programm die Gelder gekürzt worden so dass keine neuen Anstellungen mehr vorgenommen werden können.

  • @guenni7

    Würden Sie es als Hängematte bezeichnen, jeden Tag Angst und Sorge zu haben, welche Greueltaten sich die Jobcenter heute mal wieder ausgedacht haben, um sie zu sanktionieren (Leistungskürzungen bis 100%)?

    Wenn sie wirklich so denken, dann habe ich folgenden Vorschlag: kündigen sie morgen ihren gut bezahlten Job und in 1 Jahr, wenn sie Hartz 4 beantragen MÜSSEN, "sehen" wir uns dann gerne in der Hängematte wieder!
    OK?

  • Gebraucht wird sicherlich KEINE Versicherung - die sind doch noch schlimmer als die BA!!
    Wohl selber Versicherungsvertreter oder was Höheres?

    Und vor allem frage ich mich: welche Drogen hat Herr Alt genommen und wo kann man die kaufen?
    Oder ist ihm eine weiße Fee in der Nacht erschienen?

    Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass er die Polit-Trommel rührt!

  • Die vielen Maßnahmen haben sich als wirkungslos erwiesen. Denken wir doch zum einen an die „Migrationsindustrie“ die z. b. Sprachkurse anbietet für Menschen die kein Deutsch lernen wollen. Diese Maßnahmen werden alle vom deutschen Steuerzahler bezahlt.

    In den Maßnahmen der Agentur für Arbeit findet sich in den meisten Fällen dieselbe Klientel. Es werden „extra Leute eingeflogen“ damit diese eine Maßnahme nach der anderen bei uns erhalten.

    Dabei haben wir weder den Bedarf noch das Geld, für das Ausland ihre Bildungsaufgaben zu erfüllen.

    Das Beste wäre es einfach alle Maßnahmen zu streichen.

    Danach fangen wir dann wieder von vorne an!

    Diesmal versuchen wir aber eine zielorientierte Arbeitsmarktpolitik für unsere Leute.

  • Die BA ist ein Teil des Problems und nicht der Lösung.

    Mit ca.40 % Personalüberhang und kontrolliert von Verbandsvertretern und Politikern werden Programme aufgelegt,die insbesondere die Träger der Einrichtungen,also Gewerkschaften,Arbeitgeberverbände und kirchliche Organisationen dick und fett machen.
    Dies ist der eigentliche Zweck der gesamten Übung.

    Eine Lösung gibt es nur,wenn die BA vollständig aufgelöst wird.

    Gebraucht wird nur eine Versicherung,welche nach reinen Versicherungsprinzipien handelt,ohne die Versicherten aus politischen Gründen willkürlich zu schädigen.Der Rest kann von lokalen oder maximal regionalen Behörden erledigt werden.

  • Die gesammte Arbeitsvermittlung ob Arbeitsagentur oder Jobcenter ist wirkungslos.Die haben keine Ahnung. Ich bin seit 3 Monaten arbeitsuchend, schwerbehindert mit verschiedenen Beeinträchtigungen. Habe sogar ein med. Gutachten von der Arbeitsagentur. Das interessiert die "Arbeitsermittler" dort nicht. Ich bekomme ständig untaugliche der Gesundheit wiedersprechende und auch nicht der Qualifikation entsprechende Angebote. Höhepunkt war, das ich 3 Jahre vor der Rente (ich bin männlich) zur Bewerbung als Azubi Zahnarzthelferin in einen 233 Km entfernten Ort aufgefordert wurde.Fazit; massive Behinderungen durch die Arbeitsagentur bei der effektiven Arbeitssuche.3 Monate 59 Stellengesuche , über 90 % der Angebote durch Agentur nicht zutreffend.

  • Sie wissen das Ihre Maßnahmen wirkungslos sind und verschwenden mit so einen Mist die Steuergelder.Leider können Sie nichteinmal dafür haftbar gemacht werden.

  • Ach ja?
    seit wann gibt es diese Maßnahmen denn schon? Und jetzt dämmert es der BA, dass dies alles wirkungslos ist?
    Welche Unsummen von Steuergeldern wurden bisher darin verbraten?
    Die hochgelobte Agenda 2010, Fördern und Fordern...
    Wenn es nicht so traurig wäre könnte man sich jetzt amüsieren.

  • Ist das so? Fühlen die sich wirklich nicht wohl in der sozialen Hängematte? Da müsste man wohl mehr differenzieren, aber wer soll das machen? Die superflauschigen Mitarbeiter der Arge?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%