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Bundesbank-Vizepräsidentin Die belastbare Frau Lautenschläger

Die Vizepräsidentin der Bundesbank arbeitet seit fünf Jahren im Krisenmodus. Dabei würde Sabine Lautenschläger gerne mal aus dem chaotischen Alltag ausbrechen. Doch derzeit bleibt der Jetlag ihr Begleiter.
28.07.2012 - 10:46 Uhr 2 Kommentare
Die Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, Sabine Lautenschläger. Quelle: dpa

Die Vizepräsidentin der Deutschen Bundesbank, Sabine Lautenschläger.

(Foto: dpa)

Frankfurt Als im September 2008 die US-Investmentbank Lehman Brothers zusammenbrach, war Sabine Lautenschläger hautnah dabei. Das entscheidende September-Wochenende verbrachte die damalige Banken-Expertin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, kurz Bafin, in der Behörde. Am Montag gegen fünf Uhr in der Frühe zeichnete sich ab, dass es zur Pleite der Holding von Lehman Brothers kommen würde.

„Die Woche danach lag ich oft lange wach und ging in Gedanken meine Checklisten durch: Habe ich mit allen relevanten Institutionen und Personen gesprochen, bin ich umfassend informiert worden und habe ich alle ausreichend informiert? Eine unglaubliche Zeit, ein Schlüsselerlebnis", sagt die 48-jährige Juristin heute. Lautenschläger hat die Bankenaufsicht von der Pike auf gelernt.

Nach dem Jurastudium und einem Auslandsaufenthalt in Chicago begann sie ihre Karriere 1995 beim Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen in Berlin. Von 2002 bis 2004 leitete sie bei der Bafin die Presseabteilung - wie Medien ticken weiß Lautenschläger also.

Später wurde sie Exekutivdirektorin für die Bankenaufsicht bei der Bafin, bevor sie vor gut einem Jahr zur Deutschen Bundesbank wechselte, um als Vizepräsidentin den Bankvorständen auf die Finger zu schauen. Bereits vor Lehman gab es mit der Rettung der IKB und den Schieflagen diverser Landesbanken die ersten Wetterleuchten für die Oberaufseherin, dass sich Ungemach über den Banken zusammenbraute.

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    Seitdem jagt ein Krisentreffen das nächste. Die Bankenkrise führte zur Staatsschuldenkrise, die wiederum die Kreditinstitute immer stärker in Bedrängnis bringt. Lautenschläger hat die ganze Dramatik aus erster Hand miterlebt. Auch den aktuellen Skandal um manipulierte Referenzzinsen beim Libor, in dem die Bundesbank die Sonderprüfung bei der Deutschen Bank überwacht.

    Lautenschläger liebt langfristige Lösungen
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    2 Kommentare zu "Bundesbank-Vizepräsidentin: Die belastbare Frau Lautenschläger"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • jo, i denk da is ne neuigkeit: ich will se auch und definitiv führend in ner europäischen bankenaufsicht!!! und sie vertritt scho länger - mit leisen und gemäßigten tönen - für längerfriestige lösungsansätze ein! die lady hat was! und ohne so ne lady an führender stelle läuft et nich mit de michel und seine vertrauen!

    • Es ist ja nicht, dass ich Frau Lautenschläger Kompetenz oder Einsatz absprechen will. Aber wo ist dieNeuigkeit? Was ist der Unterschied zu einer GALA Homstory?

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